Interview mit Robert Dotzauer zum Start von Raumrendite

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Klaus-Martin Meyer: Robert, Du bist einer der Macher von raumrendite.de. Könntest Du dich und raumrendite.de bitte kurz vorstellen?

Rober Dotzauer: Ich bin Unternehmensberater für Vertriebssteuerung, halte als Internetunternehmer allerdings auch immer die Augen nach spannenden neuen Möglichkeiten offen. Als ich zuletzt versuchte meinen Jahresbonus sinnvoll anzulegen, musste ich leider feststellen, dass die guten Renditen, die eine Inflation schlagen können, meist nur Anlegern mit viel Kapital zur Verfügung stehen. Die Anlagemöglichkeiten für z.B. € 2.000,– sind sehr begrenzt: Sparbuch/Festgeldkonto, Gold, Aktien… alles hat Vor- und Nachteile – meistens überwiegen allerdings leider die Nachteile: geringe Zinsen, hohes Risiko oder nicht verhältnismäßiger Zeitaufwand. Wir wollen dem ein Ende machen und schaffen mit Raumrendite deshalb kurzerhand eine neue und äußerst attraktive Anlageklasse für Kleinanleger, die ihnen einerseits einen Zugang zum renditestarken Immobilienmarkt bietet und ihnen andererseits ermöglicht, ihr Kapital besser zu streuen.

Klaus-Martin Meyer: Auch hier im Blog auf Crowdstreet wurde bereits spekuliert, ob Crowdfunding für Immobilien „the next big thing“ sein könnte. Wie schätzt Du diesen neuen Markt ein?

Robert Dotzauer: Wir von Raumrendite glauben, dass dieser Schritt der nächste sein muss. Schaut man auf die Einkommensstarken wird schnell klar: Jeder einzelne investiert in Immobilien, weil die Vorteile auf der Hand liegen – Der Markt ist sicher, rentabel sowie banken- und währungsunabhängig.
Auch „Normalverdiener“ müssen schleunigst begreifen, dass ihr Geld jedes Jahr weniger wert wird, wenn sie sich nicht aktiv darum kümmern. Das Problem ist, dass sie dafür nicht viel Unterstützung erhalten. Die Banken haben kein Interesse daran, die Bevölkerung liquide zu machen, da sonst keine Kredite mehr verkauft werden könnten und die Regierung müsste dann zugeben, dass der Euro nicht das Allheilmittel für alles ist! Aber nicht nur die Anlage in Immobilien durch die Crowd ist „the next big thing“, auch die absolute Transparenz, die wir mit Raumrendite erstmals in den Markt bringen, ist die notwendige Weiterentwicklung nach den Debakeln aus der Vergangenheit (siehe Prokon usw.).

Klaus-Martin Meyer: In was genau investiert man auf raumrendite.de? Handelt es sich z.B. um partiarische Darlehen oder ist man tatsächlich an der Immobilie beteiligt?

Robert Dotzauer: Nach intensiven Recherchen hat sich die Form des partiarischen Nachrangdarlehens als geeignetstes Instrument für die Raumrendite ergeben. Es kombiniert die größtmögliche Sicherheit mit den geringsten Kosten für die Investoren, um die höchstmögliche effektive Rendite pro Jahr zu erzielen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die momentan in Deutschland vorherrschen, lassen leider bisher keine direkten Investitionen vieler Personen in eine Immobilie zu.

Klaus-Martin Meyer: Wie beurteilst Du das Wettbewerbsumfeld? Im Gegensatz zum UK scheint mir das Thema bisher nicht wirklich so richtig dynamisch abzuheben?

Robert Dotzauer: Die deutsche Crowdinvesting-Szene schreibt jährlich 3-stellige Zuwachsraten. Der Markt erlebt einen ungeheuren Aufschwung und Portale wie Raumrendite veranlassen die Bevölkerung über alternative Anlagemöglichkeiten nachzudenken. Die nächsten Jahre werden spannende Entwicklungen für uns bereithalten und vielen Crowdinvesting-Plattformen einen fruchtbaren Boden bieten. Trotzdem wird sich der Markt in den nächsten Jahren konsolidieren. Es werden die Anbieter überleben, die die Crowd respektvoll behandeln und ihnen mit völliger Offenheit gegenübertreten. Nischenplayer wie zum Beispiel die bettervest oder wir mit Raumrendite werden uns langfristig solide aufstellen und eine Alternative am verstaubten Anlagemarkt in Deutschland darstellen.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss würde mich ein Ausblick für dieses Jahr interessieren. Was erwartet uns für den Rest dieses Jahres?

Robert Dotzauer: Wie die aktuelle Berichterstattung, auch in den Tagesmedien, beweist, wird das Thema Crowdinvesting der Öffentlichkeit immer bewusster. Für Investoren werden sich immer neue Möglichkeiten ergeben, um ihr Geld gewinnbringend mit der bestmöglichen Streuung anzulegen und es wird eine Entwicklung weg vom Nischenmarkt, hin zum öffentlichkeitstauglichen Markt geben. Andererseits werden wir noch einige crowdfinanzierte Startups sehen, die den Sprung in die Rentabilität nicht schaffen werden und ihren Geschäftsbetrieb wieder einstellen oder Insolvenz anmelden müssen. Hier wird es darum gehen, wie die Plattformanbieter mit diesen Gegebenheiten umgehen. In Anbetracht dessen, dass es nur ein geringer Prozentsatz der Startups wirklich nachhaltig „schafft“, wird die Diversifizierung immer wichtiger werden. Genau hier liegt der Vorteil bei Raumrendite. Eine solide, aber dennoch sehr gute Rendite wird viele Menschen überzeugen, in Immobilien zu investieren.

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