„Auch wenn brabbl sicher kein klassisches Investment ist, sieht unser Finanzplan vor, dass brabbl in ca. drei Jahren Gewinne einfährt…“ – Interview mit Carsten Cielobatzki zum Crowdfunding Startnext

brabbl

Klaus-Martin Meyer: Carsten, Du bist nicht nur selber Architekt, sondern auch einer der „Architekten“ von Brabbl.com. Könntest Du dich und das Projekt bitte kurz vorstellen?

Carsten Cielobatzki: Genau, ich bin Carsten und arbeite eigentlich als Architekt, zurzeit jedoch hauptsächlich an der Konstruktion unseres Online-Tools brabbl. Ich bin einer von drei Vorständen und einer von 12 Gründern der brabbl eG. Wir haben uns vor ca. 2,5 Jahren über ein interdisziplinäres Netzwerk zusammen gefunden und arbeiten seitdem kontinuierlich an brabbl.
brabbl ist ein Online-Werkzeug für geordnete Diskussionen und Abstimmungen. brabbl ist unsere Antwort auf das Chaos in Foren oder Kommentarspalten und will vor allem eines: Eine neue Diskussionskultur im Netz. Diskutieren soll zielführend sein und Spaß machen.
Mit brabbl lassen sich Diskussionen und Umfragen anlegen. Einer Diskussion können Pro- und Contra-Argumente hinzugefügt werden. Die These selber und auch die Argumente können von den Nutzern bewertet werden, so dass die guten Argumente nicht in der Masse verloren gehen.
Soweit in Kürze – unsere Beta-Version ist bereits online und kann getestet werden: www.brabbl.com.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr die Rechtsform der Genossenschaft gewählt und warum den Weg über ein Crowdfunding auf startnext?

Carsten Cielobatzki: Als Werkzeug für Meinungsbildung war es uns wichtig, dass brabbl unabhängig bleibt. Wir wollten auf große Investoren verzichten und sicher stellen, dass brabbl von einer breiten Masse getragen wird. Mit der Rechtsform der Genossenschaft ist das möglich. Jeder kann Mitglied in der brabbl eG werden und so das Projekt fördern. Alle Genossinnen und Genossen können mitbestimmen und profitieren gemeinsam vom Erfolg. Das war uns wichtig.
Trotz des Verzichtes auf Großinvestoren brauchen wir Geld damit die Vision von brabbl Realität wird. Ein Crowdfunding war daher der logische nächste Schritt. Wir möchten auf diesem Wege gleichzeitig die Finanzierung sicher stellen als auch das Projekt bekannt machen. Mit jedem Unterstützer wird auch das Netzwerk von brabbl größer und somit ein Erfolg wahrscheinlicher.

Klaus-Martin Meyer: Was genau wird mit den eingenommenen finanziellen Mitteln passieren?

Carsten Cielobatzki: Mit den Geldern aus dem Crowdfunding sollen die nächsten Schritte in der Entwicklung von brabbl finanziert werden. Insbesondere die technische Umsetzung wie z.B. der API, eine Schnittstelle die es ermöglicht brabbl in andere Webseiten zu integrieren oder auch die Umsetzung in anderen Sprachen. Eine weitere sehr wichtige Erweiterung ist brabbl-Pro. Dieses bietet neue Funktionen, so dass Organisationen in Diskussionsgruppen kommunizieren können und gezielt zu Entscheidungen kommen. Eine genaue Aufschlüsselung ist Teil unserer Kampagne auf www.startnext.de/brabbl.

Klaus-Martin Meyer: Warum ist eine Investition in die Genossenschaftsanteile eine gute Idee für die Investoren?

Carsten Cielobatzki: Dafür gibt es mehrere sehr gute Gründe. Zum einen natürlich weil brabbl ein Tool ist von dem Jede und Jeder etwas hat. Egal ob man es zum diskutieren nutzt, um Entscheidungen herbeizuführen oder zum Informieren indem man die besten Argumente leicht findet und liest. brabbl hat einen großen Mehrwert für die Gesellschaft.
Zweitens ist die brabbl eG kein gewöhnliches Startup sondern ein faires, unabhängiges und nachhaltiges Unternehmen. Über die Investition in Genossenschaftsanteile der brabbl eG leisten die Investoren nicht nur einen Beitrag für die Umsetzung sondern geben auch dieser neuen Unternehmensform, der „Genossenschaft 2.0“ eine Chance.
Last but not least glauben wir fest an den Erfolg von brabbl. Auch wenn brabbl sicher kein klassisches Investment ist, sieht unser Finanzplan vor, dass brabbl in ca. drei Jahren Gewinne einfährt und diese werden auch an die Genossinnen und Genossen ausgeschüttet.

Klaus-Martin Meyer: Welchen Nutzen bringt ein möglicher Marketing-Effekt durch das Crowdfunding? Ist da schon jetzt etwas meßbar?

Carsten Cielobatzki: Die Frage nach der Messbarkeit ist schwer zu beantworten, da wir natürlich nicht wissen wie es aussähe wenn wir das Crowdfunding nicht gerade laufen hätten. Allerdings haben wir schon einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen. Insgesamt ist es vielleicht noch etwas früh um das zu bewerten.

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