Folgefinanzierung mit der Crowd aber ohne Plattform?

lumidoÜber einen Hinweis, der über den Aufruf “Input wanted” an die Redaktion herangetragen wurde, erfuhren wir, dass es Lumido – die in der Vergangenheit erfolgreich über Innovestment gefunded hatten – weiteres Kapital bei der Crowd einsammeln konnte. Diesmal aber direkt bei der Crowd, ohne Plattform. Grund genug einmal kurz direkt bei Lumido nachzufragen:

Klaus-Martin Meyer: Herr Stevenson, Sie sind Geschäftsführer der Firma Lumindo. Sie haben sich via Innovestment über ein Crowdfunding finanziert und anschließend wieder mit Hilfe der Crowd Kapital akquiriert. Wie laufen die Geschäfte mit Hilfe dieser Mittel?

Lars Stevenson: Wir konnten das zusätzlich gewonnene Kapital unmittelbar in der Finanzierung von Aufträgen einsetzen, insofern waren wir dankbar für die schnelle Hilfe der Crowd.

Klaus-Martin Meyer: Nach Auskunft eines Lesers dieses Blogs haben Sie bei einer zweiten Kapitalmaßnahme mit Hilfe der Crowd auf den Weg über eine CF-Plattform verzichtet. Was sprach für den direkten Weg?

Lars Stevenson: Die 2. Kapitalmaßnahme wurde relativ schnell zur Finanzierung eines Auftrages benötigt – eine Klinik. Das war die schnelle Möglichkeit! Jedoch wachsen wir sehr zügig weiter und überlegen kurzfristig auf einer weiteren CF-Plattform zu präsentieren. Der Kapitalbedarf für den nächsten Expansionsschritt mit rund 200.000€ ist zu klein für eine Venture Kapital-Gesellschaft und Banken finanzieren leider Aufträge so gut wie gar nicht.

Das Beispiel belegt sicher eindrucksvoll, dass eine empathische Crowd eine nützliche Begleitung für eine Firma sein kann. Interessant ist hierbei ferner, dass es im zugrunde liegenden Fall um Schnelligkeit ging und dass für die Zukunft der Nutzen der CF-Plattformen keineswegs in Frage gestellt wird.

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