Weitere p2p-Kreditplattform durchbricht Milliarden-Schallmauer

prosper

Mit Prosper hat eine weitere p2p-Kreditplattform aus dem USA (Stammsitz San Francisco) eine spektakuläre Schallmauer durchbrochen. Die 118.000 Kredite, die via proper.com seit der Gründung vor acht Jahren vermittelt wurden, addieren sich zu der Summe von einer Milliarde Dollar. Bereitgestellt wurden die Mittel von 75.000 Investoren, die es an 93.000 Schuldner verliehen. Prosper ist mit 47 Bundesstaaten beinahe flächendeckend in den USA aktiv.

Prosper sieht nach wie vor große Wachstumsmöglichkeiten im p2p-Kreditmarkt. Im Corporate Blog zeigt man sich denn auch optimistisch, dass man bereits in diesem Jahr die 2 Milliarden Dollar-Marke knacken will. Acht Jahre für die erste Milliarden und nicht einmal ein Jahr für die zweite, spricht für die dynamische Wachstumseinschätzung, die das bei Prosper-Management ausgibt.

Interessant ist auch, was Prosper an Informationen über die User der Plattform herausgibt. So sei das Gros (mehr als 60%) der ausgeliehenen Gelder dafür verwendet worden, andere Schulden und Kreditkartensalden zu reduzieren. Das aufgenommene Kapital wurde aber auch zum Autokauf, zur Hausrenovierung oder zur Bezahlung von Arztrechnungen verwendet.

Noch ein paar interessante Sachverhalte in Bezug auf Prosper:

– Kredite werden am liebsten an Montagen beantragt.
– Am bisher erfolgreichsten Tag wurden fünf Millionen Dollar vermittelt
– Prosper schätzt den Gesamtmarkt für p2p-Kredite in den USA auf 5 Milliarden Dollar

Man kann das Fazit ziehen, dass nicht nur die Banken das Thema p2p als disruptiv empfinden dürften, sondern auch die Kreditkartengesellschaften. Man darf also gespannt sein, wie lange American Express & Co. noch am Spielfeldrand stehen, um sich das Treiben von Firmen wie Prosper und Lending Club anzusehen.

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