„Die Crowd wird so im besten Sinne Stakeholder und Supporter einer neuen Idee.“ – Interview zum bankless24-Crowdfunding für die 3D-Kennzeichen GmbH mit Dr. Michael Bauer

3d-Kennzeichen

Klaus-Martin Meyer: Herr Dr. Bauer, Sie sind der Gründer der 3D-Kennzeichen GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Dr. Michael Bauer: Die 3D-Kennzeichen GmbH wurde vor etwa einem Jahr gegründet. Seit November letzten Jahres fertigen und verkaufen wir erfolgreich die neuen 3D-Kennzeichen, die moderne und innovative Alternative zu den bisherigen Alublechschildern. Bis zum Start haben wir die neuen 3Ds über einen Zeitraum von mehr als 3 Jahren entwickelt und mehrere Schutzrechte angemeldet. Die Basis unseres Geschäftsmodells ist modular, d.h. wir arbeiten mit jeweils auf ihrem Gebiet hochspezialisierten Partnern zusammen. Diese sind ausschließlich in Deutschland angesiedelt, da wir auch zur Qualität ein ganz klares Bekenntnis zu „Made in Germany“ abgeben. Wir haben übrigens seit kurzem eine Team von Spezialisten aus der Branche als aktive Vertriebsunterstützung gewinnen können, die in ähnlicher Weise wie wir selbst von Produkt und Marktpotential überzeugt sind.
Ich selbst bin vom Beruf Polymerchemiker, war als Entwicklungsleiter bei einem großen internationalen Folienunternehmen auf Geschäftsleitungseben tätig. Dort hatte ich auch mit der Technologie zu tun, die nun erstmals und mit großen Vorteilen bei den neuen 3Ds eingesetzt wird: der In-Mould-Labelling (IML) Technologie, bei der die reflektierende Folie direkt auf die Kunststoffplatine aufgeschmolzen wird. Dadurch haftet die Folie ca. doppelt so gut im Vergleich zu der bisher üblichen reinen Verklebung auf dem Alublech. Neben dieser neuen Anwendung haben wir auch ein neues Kennzeichen-Beschriftungsverfahren, das sog. Steckprägeverfahren entwickelt. Mit diesem neuen Verfahren werden vollschwarze, massive Lettern zur Beschriftung eingesetzt, die in einem einzigen Arbeitsgang auf die Platine prägend aufgenietet werden. Mit diesen neuen 3D-Kennzeichen aus Kunststoff schließt sich für mich ein Lebenskreis: berufliche Erfahrung und private Begeisterung als passionierter Autofan haben zusammengefunden.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollen Sie via bankless24 bis zu 100.000 Euro von der Crowd akquirieren. Den Anlegern bieten Sie im Optimumfall eine Rendite von 20 Prozent und bankless24 muss auch bezahlt werden. Kann ein mittelständisches Unternehmen nicht günstiger an die genannte Summe kommen, z.B. ganz konventionell über die Hausbank?

Dr. Michael Bauer: Diese Frage liegt nahe, lässt aber den bilanziellen Charakter eines Genussrechts außer Acht. Ein Genussrecht kann eigenkapitalgleich angesetzt werden. Dadurch wird die Eigenkapitalquote deutlich verbessert. Unsere Hausbank, die Sparkasse Forchheim, die sich bei der Finanzierung sehr flexibel und kooperativ gezeigt hat, steht diesem Vorhaben daher positiv gegenüber. Eine weiter erhöhte Eigenkapitalquote verbessert zudem die Finanzierungskonditionen eines Unternehmens erheblich. Das Agio von bankless24 betrachten wir im Übrigen speziell vor dem Hintergrund der außerordentlich guten Unterstützung als angemessen. Die Crowd wird so im besten Sinne Stakeholder und Supporter einer neuen Idee. Einer Idee, die zur Crowd perfekt passt: denn jeder aus der Crowd kann doppelter Nutznießer sein. Als Käufer der besonderen 3Ds und als Investor, der an der Etablierung „seines“ Produkts mithilft und mitverdient.

Klaus-Martin Meyer: Vielleicht können Sie auch noch ein paar Sätze dazu sagen, wie Sie zu bankless24 gekommen sind und wie lange es von der ersten Anfrage bis zum Start des Fundings dauerte?

Dr. Michael Bauer: Im Internet findet man inzwischen einige Angebote. Allerdings war der Kontakt zu bankless24 in Person des Geschäftsführer Herrn Littig so professionell und angenehm, dass wir uns für bankless24 entschieden haben. Die erste Bestätigung der Richtigkeit dieser Entscheidung haben wir in Form der sehr schnellen und umsichtigen Umsetzung unseres Projekts schon erhalten: vom ersten Kontakt bis zur Öffnung der Zeichnungsfrist vergingen gerade einmal ca. 6 Wochen.

Klaus-Martin Meyer: Welche konkreten Hoffnungen haben Sie, wie Sie über das Finanzielle hinaus von Ihrer Crowd profitieren? Gibt es vielleicht schon erste Indizien, dass diese Hoffnungen erfüllt werden?

Dr. Michael Bauer: In der Tat haben bereits einige Kunden auch schon größere Beträge gezeichnet. Und natürlich erhoffen wir uns von unserer Stakeholder-Crowd auch Unterstützung über die rein geldliche Beteiligung hinaus. Die beste Werbung und Unterstützung für eine Produkt kommt doch von denjenigen, die sich mit dem Produkt und dem Unternehmen so stark und tatkräftig identifizieren.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss noch einmal die konkrete Frage: Warum in ein Invest in Ihre Firma eine gute Idee und was sind die Risiken?

Dr. Michael Bauer: Die Idee des neuen 3D-Kennzeichen ist für Deutschland als Autofahrernation wie geschaffen und wird mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Übrigens erfreulicherweise auch international. Wir haben außergewöhnliche technische Alleinstellungsmerkmale und ein hervorragendes Marktpotential von mittelfristig mindestens 15% Marktanteil allein an den jährlichen Zulassungen (= ca. 1 Mio Kennzeichenpaare = ca. 50 Mio € Bruttoumsatz). Die Umsatzmarge ist sehr erfreulich. Unser Handicap ist die noch recht junge Zahlenbasis, obgleich diese Finanzierungskosten-bereinigt bereits ein positives Ergebnis aufweist. Die gebotene Rendite von bis zu 20% ist Ausdruck für diesen „frischen“ Status der 3D-Kennzeichen GmbH belegt aber auch unser Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zur Erfüllung dieses Erfolgsversprechens.

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