„Die Companisten investieren sowohl in Technologie, als auch in einen Markt, der jährlich Milliardenumsätze garantiert“ – Interview mit David Marx zum Crowdfunding für Kyl

KYL21Klaus-Martin Meyer: David, Du bist Gründer und Chef von der MOLEKYLEIS PRODUKTIONSGESELLSCHAFT. Könntest Du Dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

David Marx: Hallo Klaus-Martin, ja gerne.
Ich habe über viele Jahre hinweg als Agentur-Inhaber und Produktdesigner für internationale Marken gearbeitet und dabei stets außergewöhnliche Produkte zum Leben erweckt. Als vor vier Jahren mein Geschäftspartner und bester Freund innerhalb kürzester Zeit und hier in Berlin an Krebs verstarb und ich gleichzeitig Vater wurde, entschied ich mich, meinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Ich verabschiedetet mich von der Werbung und dem Produktdesign für andere und nahm mir vor, das Eis neu zu erfinden und selber zu vermarkten.
Bei der Form hatte ich schnell eine klare Vorstellung, stellte aber fest, dass ich zur Realisierung viel feinere Texturen benötigen würde. Ein erster Avantgardekoch und anschließend Nahrungswissenschaftler kamen mit an Bord. Gemeinsam begannen wir damit, die Texturen, die mir vorschwebten, zu entwickeln. Schnell war klar, dass wir ein komplett neues Herstellungsverfahren benötigten, damit das Wasser in der Zelle keine Zeit bekommt, sich auszudehnen. Wir mussten zur Herstellung von Kyl-Eis viel niedrigere Temperaturen erreichen, als es normalerweise bei der Eis-Produktion üblich ist. Dafür konnten wir die Broser GmbH, Experten für Stickstoff-Anlagenbau, gewinnen. Das Moleykleis war geboren.

Klaus-Martin Meyer: Wenn ich es richtig verstehe ist das Eis in dreierlich Hinsicht innovativ. Auf der einen Seite unter geschmacklichen und Aspekten. Dann wird das Produkt mit einer bisher nicht bekannten Formensprache hergestellt. Und drittens gibt es offenbar noch eine Prozeßinnovation beim Herstellungsprozeß. Wie hoch sind die Hürden, dieses Eis zu kopieren?

David Marx: Um das neue Eis herzustellen braucht es ein einzigartiges Team mit Experten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen: vom Produktdesign, aus der Nahrungswissenschaft, der Avantgarde Cuisine bis hin zum Stickstoff-Anlagenbau. Alle Experten greifen dabei auf ihr enormes Wissen in Kombination mit ihren ganz individuellen Möglichkeiten zurück. Ein solches Team mit einem derartigen Know-How ist unbezahlbar. Das gesamte Projekt ist von Tag 1 an von Leidenschaft und einem enormen Willen zum Erfolg geprägt. Viel Zeit und viel Geld wurden aufgebracht, um zu dem heutigen Ergebnis zu gelangen.

Ich bin mir ziemlich sicher dass wir Dinge über Eis und seine Herstellung wissen, die niemand sonst auf der Welt weiß.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr Euch dafür entschieden, ein Crowdfinanzierung via Companisto zu realisieren? Welche Rolle hat dabei gespielt, dass andere Fundings im Foodbereich bereits recht erfolgreich waren?

David Marx: Companisto schien uns von Anfang an der richtige Partner zu sein – sowohl von der menschlichen Seite als auch von ihrem Portfolio her. Aber es ist für uns auch ein Experiment und damit ein Stück weit risikobehaftet. Wir, die wir älteren Jahrgangs sind, kennen schließlich nur den Weg zur Bank. Doch was Companisto liefert, ist schlicht und einfach mehr wert, als nur das Funding.

Klaus-Martin Meyer: Sieht man sich die Finanzkennziffern an, wird ein positives EBIT noch auf sich warten lassen. Müssen bis dahin weitere Finanzquellen angezapft werden, um die Liquidität zu sichern und warum wird es kein Problem sein, diese Quellen anzuzapfen?

David Marx: Wir haben Rückendeckung von größeren Investoren, mit denen wir sicher eine zweite Finanzierungsrunde beschreiten können. Darüber hinaus haben wir ja bereits schon viel in bestehende Technik investiert. Die letzten fünf Jahre haben uns sicher 200.000 Euro und mehr gekostet. Nun hilft uns unser Netzwerk, auch den nächsten Schritt kostengünstig, aber dadurch nicht weniger effektiv zu gestalten. Wir suchen nur das Geld, was wir jetzt auch wirklich benötigen, um sicher den nächsten Schritt zu gehen.

Klaus-Martin Meyer: Abschließend die Frage: Warum sollte man als Companist bei Kyl zugreifen?

David Marx: Ich glaube sagen zu können, dass wir mehr als einfach nur ein Produkt anbieten. Die Companisten investieren sowohl in Technologie, als auch in einen Markt, der jährlich Milliardenumsätze garantiert, gerade aber im Begriff ist, sich auf die wachsende Nachfrage der Konsumenten nach gesunden Produkten einzustellen. Hier haben wir einen enormen Vorsprung. Eis ist etwas einzigartiges. Egal ob als Kind oder als Renter, ob als Mädchen od Junge, Mann oder Frau, ob in Deutschland oder Japan – The whole world loves ice cream. Wir machen es jetzt einfach gesünder, schöner und schmackhafter.

Meine Vision vom Neuen Eis, das toll aussieht, fantstisch schmeckt und auch noch gesund ist ist, wird nun Realität.

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