Interview mit Dominik Gassmann zum Start von Monaco Funding

Monaco FundingKlaus-Martin Meyer: Dominik, Ihr habt mit monaco-funding.com einen neue Crowdfunding-Plattform gestartet. Könntest Du dich und die Plattform bitte kurz vorstellen

Dominik Gassmann: Hallo Klaus-Martin! Mein Name ist Dominik Gassmann, ich bin 25 Jahre alt und nun seit mittlerweile 4 1/2 Monaten Teil des Monaco Sports Teams.
Monaco Funding ist eine sogenannte Crowdfunding-Plattform, die mithilfe des „Mutterunternehmens“ Monaco Sports ins Leben gerufen wurde, um junge und vielversprechende Profisportler auf dem Weg in die Spitze ihrer Disziplin zu unterstützen. Im Leben vieler ambitionierter Nachwuchssportler kommt der Tag, meist mit dem Abschluss ihrer schulischen Ausbildung und dem damit oft einhergehenden sportlichen Übergang in den Seniorenbereich, an dem sie sich zwischen dem Profitum und der akademischen/beruflichen Ausbildung entscheiden müssen. Denn in der Regel können junge, aufstrebende Sportler zu Beginn ihrer Karriere nicht von den mithilfe des Sports verdienten Geldern leben, es sei denn diese sind im männlichen Profifußball zu Hause. Einen Job zu haben, der finanzielle Sicherheit garantiert und gleichzeitig Sport professionell auf höchstem Niveau und mit maximalem Aufwand zu betreiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb müssen Talente, die sich für den Weg „Profi“ entscheiden, finanzielle Quellen erschließen, um überleben zu können. Hierfür kommen neben der elterlichen Unterstützung und einem geringen Zuschuss der Vereine und Verbände eigentlich nur private Sponsoren in Frage, die nicht gerade einfach zu finden bzw. überzeugen sind.

Monaco Funding setzt direkt an diesem Knackpunkt an. Die Plattform vereint jeglichen Art von Unterstützern, ob Freunde, Familie, Firmen oder einfach nur Sportbegeisterte. Auf der Plattform sind aktuell 14 verschiedene Sportler zu sehen, die auf ihren jeweils eigenen Profilen große Einblicke in Charakter, Denkweise und Zukunftsvorstellung gewähren und somit jedem Förderer einen umfangreichen ersten Eindruck ermöglichen. Diese Eindrücke helfen den Förderern dann sich für einen Athleten zu entscheiden und diesen gezielt und individuell zu unterstützen. Wichtig zu erwähnen, ist, dass eine Förderung aller Athleten zu gleichen Teilen ebenso möglich ist, wie die Unterstützung eines „Lieblingsathleten“. Nach dieser Auswahl entscheidet sich der Unterstützer dann für einen Förderbetrag, der für ihn angemessen erscheint, völlig egal ob 1€ oder 10.000€, und hilft damit dem jeweiligen Athleten seinen Zielen ein Stück näher zu kommen. Je nach Höhe der Summe erhält Jeder, der dies haben möchte, eine individuell von seinem Sportler ausgewählte Gegenleistung. Die verschiedenen Leistungskategorien können einfache Autogrammkarten, Sponsoringelemente oder aber auch ein persönliches Kennenlernen beinhalten.

Auch für die „Investingfans“ haben wir auf der Plattform spezielle Möglichkeiten eingebaut, um das Interesse möglichst vieler Leute zu wecken und somit keine Möglichkeit verstreichen zu lassen, um unseren Sportler wirklich weiterzuhelfen.

Klaus-Martin Meyer: Ihr seid nicht die erste Plattform, auf der Sportler unterstützt werden können. Ist der Markt groß genug für mehrere Plattformen?

Dominik Gassmann: Monaco Funding setzt die grundlegende Idee der „Sportförderung“ denke ich sehr individuell und anders um, und ist demnach auch einzigartig in Deutschland. Es gibt natürlich ähnliche Modelle, jedoch keine, die mit Monaco Funding zu vergleichen sind. Da bei diesem Thema nicht unser Gewinn, sondern die Unterstützung der Sportler im Vordergrund steht, spielt die „Größe des Marktes“ oder die Anzahl weiterer Unterstützungsmodelle keine Rolle. Ganz im Gegenteil, wir freuen uns, wenn ambitionierte Sportler unterstützt werden, auf welche Art und vom wem auch immer. Wir waren der Meinung, dass die Unterstützung für Sportler in Deutschland generell stark zu wünschen übrig lässt und haben daraufhin dieses Projekt ins Leben gerufen-die Motivation dafür thront nicht auf wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Klaus-Martin Meyer: Mit welcher Ernsthaftigkeit treibt Ihr das Projekt voran? Soll daraus auch ein Geschäftsmodell werden? Was ist das Monetarisierungsmodell?

Dominik Gassmann: Mit sehr großer Ernsthaftigkeit. Zu den Arbeitsbereichen von Monaco Sports (der „Mutter“ von Monaco Funding) gehört u.a. das Management junger, vielversprechender Profisportler, wie bspw. Tom Schmidberger (Vizeweltmeister und amtierender Europameister im Rollstuhltischtennis) oder Sara Däbritz (A-Nationalspielerin der deutschen Fußballfrauen). Auch gerade im Zuge dieser Zusammenarbeit wurde uns bewusst, wie sehr junge Profisportler (abgesehen von den Athleten des „König Männerfußball“) damit zu kämpfen haben, ihren Sport maximal professionell zu betreiben, ohne sich dabei zu verschulden. Alle unsere Mitarbeiter sind ehemalige Leistungssportler, was klar macht woher unsere Motivation für dieses Thema rührt. Es liegt uns sehr am Herzen hoffnungsvolle Talente zu fördern und die genannten Zustände auf effektive Art und Weise zu verbessern, allerdings ist nicht geplant damit reich zu werden. Das Geschäfstmodell im Bezug auf diesen Bereich ist das Sportlermanagement, welches schon seit zwei Jahren Bestand hat, hier wird gewirtschaftet. Monaco Funding hingegen soll, abgesehen von einem gewissen Betrag für Programmierung und Instandhaltung der Homepage, rein den Sportlern zu Gute kommen.

Klaus-Martin Meyer: Kickstarter und Indiegogo drängen mit Macht auf den deutschen Markt. Sind diese Plattformen auch als Wettbewerber zu betrachten?

Dominik Gassmann: Wenn überhaupt „Wettbewerber“, dann in der Hinsicht, dass diese Plattformen eine noch größere Bühne für noch mehr Projekte bieten, die sehr interessant und spannend sein können. Dies führt dazu, dass eine große Fülle an Ideen für die Masse zugänglich wird und somit natürlich die potentiellen Unterstützer jeweils auf die jetzt größere Anzahl an Projekten verteilt.
Jedoch sind wir der Meinung, dass die speziellen Möglichkeiten bei MF (direkter Kontakt/Förderung eines Menschen & Baustein der Entwicklung eines Ausnahmesportlers) uns von anderen Plattformen, die hauptsächlich mit der Renditechance bei einer Investition in Start-Ups winken, unterscheidet. Wer sportinteressiert ist, die Idee toll findet und die deutsche Sportlandschaft vorantreiben möchte, ist bei MF gerne gesehen und wird von uns und den Sportlern herzlich willkommen geheißen. Wer hauptsächlich daran interessiert ist einen persönlichen, monetären Gewinn durch die Teilhabe an einer Geschäftsidee zu erzielen, ist auf anderen Plattformen wahrscheinlich besser aufgehoben.

Klaus-Martin Meyer: Welche Meilensteine wollt Ihr bis Jahresende abhacken?

Dominik Gassmann: Wir haben uns zum Ziel gesetzt bis zum Jahresende 25.000€ für unsere Sportler einzuspielen und den Kreis unserer Athleten auf 20 auszuweiten.

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