„Mit dem Investment aus der Kampagne werden wir unsere Expansion auch im Offlinebereich voran treiben.“ – Interview mit Matti Niebelschütz zum Companisto-Funding für MyParfum

MyParfumKlaus-Martin Meyer:  Matti, Du bist Gründer von MyParfum. Könntest Du dich und die für Internetverhältnisse schon recht lange und recht spannende Geschichte von MyParfum bitte kurz vorstellen?

Matti Niebelschütz: Sehr gerne Klaus-Martin! Den Schritt zum Internet-Gründer habe ich mit MyParfum schon vor 5,5 Jahren gewagt. Mit MyParfum bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit sich auf unserer Webseite ihr eigenes Parfum selbst zusammen zu stellen. Ursprünglich bin ich ein echter Quereinsteiger, was die Duftwelt angeht, da ich damals mitten in meinem Jura-Studium steckte. Gemeinsam mit zwei Partnern glückte uns der Start und die Resonanz war schon zum Start überwältigend. Gestartet quasi im ehemaligen Kinderzimmer, hat schnell die Presse von unserem außergewöhnlichen Geschäftskonzept erfahren. Es folgte eine rasante Entwicklung mit vielen Ups und Downs. Nach einer sehr erfolgreichen Start im TV in 2011 mit über 300-400% Wachstum im Weihnachtsgeschäft bei über 70.000€ Gewinn, haben wir uns im Folgejahr mit der Verzwanzigfachung unseres TV-Budgets und Wachstum auf über 60 Mitarbeiter übernommen und das Unternehmen ist in die Insolvenz gerutscht. In dieser Situation haben wir erkannt, dass das Geschäftsmodell, mit dem wir bis heute über 88.000 Kunden gewinnen konnten ein riesiges – auch weltweite – Potential hat, wir jedoch einiges Ändern müssen. Im Sommer 2012 haben mein Bruder und ich als Gründungsgesellschaft den Betrieb übernommen, saniert und neu ausgerichtet. Seit Anfang dieses Jahre führen unsere Geschäftsführerin Carina Stammermann und ich das Unternehmen nun gemeinsam. Dabei setzen wir nun auf eine sogenannte Multi-Channel-Strategie. D.h. neben dem erfolgreichen Vertrieb über unsere Website, bieten wir unsere maßgeschneiderten MyParfums zukünftig auch im Parfümerie-Handel an. In ersten Parfümerien wird unsere zu diesem Zweck entwickelte MyParfum-Duftbar bereits in diesem Jahr implementiert. In den kommenden Jahren wollen wir auch flächendeckend in bis zu 240 Filialen vertreten sein. Den ersten Schritt in den Offline-Handel konnten wir schon im letzten Herbst mit der Eröffnung unseres Flagship-Stores in Berlin-Mitte machen.

Klaus-Martin Meyer: Warum braucht es heute ein Crowdfunding anstatt eines profanen Bankkredites?

Matti Niebelschütz: Auf diese Frage werde ich sehr häufig angesprochen. Das Unternehmen MyParfum ist in vielerlei Hinweis ein besonderes. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass wir trotz unserer sehr guten Wachstumsaussichten mit unserem Neustart im letzten Sommer wieder ein Jungunternehmen sind. Wir können unseren Anlegern daher ausgesprochen gute Wachstumsaussichten bieten, es handelt sich jedoch um Risikokapital. Darüber hinaus bedeutet Crowdfunding für uns viel mehr. Die Interaktion und Unterstützung der Community ist absolut überwältigend. Bereits in den letzten 24 Stunden seit Fundingstart haben wir unzählige hervorragende Tipps und viel Input von unseren Unterstützern bekommen, die das Unternehmen noch einmal ein riesen Stück nach Vorne bringen.

Klaus-Martin Meyer: Angesichts der Umsatzgrößenordnung frage ich mich, ob Ihr nicht auch eine Umwandlung in eine AG und ein Crowdfunding über Bergfürst in Betracht gezogen habt. Wäre das auch ein Thema?

Matti Niebelschütz: Wir sind sehr glücklich mit unserer Kampagne auf Companisto und fühlen uns dort genau richtig aufgehoben. Companisto hat eine sehr aktive Community und gleichzeitig ist das Team dahinter sehr erfahren und engagiert. Conpanistio gehört zu den ganz wenigen Anbietern, die neben dem deutschen Portrait auch ein englischsprachiges Unternehmensprofil vorstellen. Aufgrund unserer Kontakte aus aller Welt ist das für uns höchst attraktiv. Darüber hinaus steht der Aufwand einer Umwandlung in eine AG in keinem Verhältnis zum Nutzen; daher ist diese Option für uns völlig völlig unattraktiv.

Klaus-Martin Meyer: Welche Argumente sprechen für Companisto?

Matti Niebelschütz: Genau die eben genannten! 😉

Klaus-Martin Meyer: Was passiert mit dem Kapital aus dem Funding und warum ist ein Investment eine gute Idee für einen Crowdinvestoren?

Matti Niebelschütz: Mit dem Investment aus der Kampagne werden wir unsere Expansion auch im Offlinebereich voran treiben. Wir haben bereits drei Parfümerie-Ketten, die unsere Offline-Lösung (die MyParfum Duftbar), in ihren Parfümiere-Filialen integrieren. In den kommenden Jahren können wir so auch rund 240 Standorte wachsen und das individuelle flächendeckend auch vor Ort anbieten. Parallel dazu werden wir unsere Online-Lösung (den MyParfum-Duftdesigner) bei ausgewählten Online-Parfümerien integrieren. Anschließend werden wir unser Konzept auch international etablieren. Führende Parfümerie-Ketten setzten auf unser Konzept und wissen, dass der Trend hin zur Individualität im Parfum- und Beautybereich geht. Genau dort setzen wir gemeinsam mit unseren Crowdinvestoren. Alle sogenannten Companisten (die schon ab 5€ Anteilseigner werden können) profitieren von allen zukünftigen nationalen und internationalen Erfolgen, Gewinnen und der damit verbundenen Wertsteigerung des Unternehmens MyParfum.

Markiert mit , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.