„Langerton arbeitet mit einer Mischform aus Bankfinanzierung und Crowd-Investing.“ – Im Gespräch mit Andreas B. Krebs zum Funding bei Deutsche Mikroinvest

LangertonKlaus-Martin Meyer: Herr Krebs, Sie sind Gründer und Geschäftsführer der Firma Langerton. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Andreas B. Krebs: Langerton ist Hersteller hochwertigster HiFi-Lautsprecher-Systeme und ergänzender HighEnd-Audio-Produkte.
Herausragendes Merkmal unserer Lautsprecher ist phasenhomogenes und damit Hörstress-freies Hören. Homogene Laufzeiten aller Baugruppen erlauben im Zusammenspiel mit aufwändigen Abstimmungs- und Messverfahren eine absolut natürliche, wirklich neutrale Wiedergabe; etwas, wonach jeder audiophile Hörer sucht.

Das Unternehmen selbst ist relativ jung, arbeitet jedoch mit einem extrem erfahrenen Team.
Research- and Development-Chef Norbert Heinz (Jahrgang 1965) entwickelt seit knapp 30 Jahren Lautsprecher im absoluten Spitzensegment. Er war Mitgründer und Entwicklungschef eines ebenfalls im HighEnd-Bereich tätigen Lautsprecher-Unternehmens und ist nebenbei der weltweit meistausgezeichnete Lautprecher-Konstrukteur.
Walter T. Langer (Jahrgang 1974), verantwortlich für die Qualitätssicherung, ist diplomierter Audio-Engineer und ausgebildeter Maschinen- und Systemtechniker und arbeitet bereits seit 10 Jahren mit Norbert Heinz zusammen.
Ich selber (Jahrgang 1963) bin ausgebildeter Werbe- und Industriefotograf mit eigenem Werbeunternehmen (seit 1997) und seit dem 12. Lebensjahr vom HiFi-Bazillus befallen.
Norbert Heinz kenne ich seit 30 Jahren und habe sein vorheriges Unternehmen im Rahmen der Werbefotografie betreut. Durch die langjährige Freundschaft und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit reifte schließlich der Plan zur Gründung eines neuen, ausschließlich im Spitzensegment angesiedelten HighEnd-Audio-Unternehmens.
Bei Langerton bin ich als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer verantwortlich für Produktion und Vertrieb.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell führen Sie ein Crowdfunding durch. Warum haben Sie sich für diese Form der Finanzierung entschieden anstatt einen Bankkredit aufzunehmen?

Andreas B. Krebs: Langerton arbeitet mit einer Mischform aus Bankfinanzierung und Crowd-Investing.
Die unmittelbare Start-Finanzierung erfolgte über einen herkömmlichen Bankkredit, da die Gründung in einem bestimmten Zeitrahmen und mit fest planbaren Summen durchgeführt werden musste. Für den danach einsetzenden Finanzierungsbedarf, hauptsächlich für Marketing und Ausbau der Produkt-Range, also den Übergang von der reinen Gründungs- zur Wachstumsphase, haben wir uns für das Crowd-Investing entschieden.
Zum ersten ist für ein Unternehmen die deutlich freiere vertragliche Ausgestaltung des Rückflusses von Vorteil, da man so besser auf den tatsächlichen Verlauf des Geschäfts eingehen kann; zum zweiten hat man mit dem Crowd-Investing auch ein echtes Vertriebs-Instrument in der Hand, da man davon ausgehen kann, dass ein gewisser Teil der Investoren aus Interesse am Thema investiert und damit nicht nur Investor, sondern auch Zielgruppe ist. Das kann man durch entsprechenden Fan-Support, Events, Angebote unterstützen.

Klaus-Martin Meyer: Warum haben Sie sich für ein Platzierung über die Deutsche Mikroinvest entschieden und nicht für eine andere Plattform oder ein Funding in Eigenregie?

Andreas B. Krebs: Ein Funding in Eigenregie schied von Anfang an aus, da es, wenn es professionell durchgeführt werden soll, einfach zuviel Aufwand erfordert. Eine Plattform wie die Deutsche MikroInvest arbeitet mit bereits bewährten Routinen, die Programmierungen funktionieren und man kann von den bereits gemachten Erfahrungen profitieren.
Die Deutsche MikroInvest haben wir nach einem Vergleich verschiedener Plattformen gewählt, weil sie sich sehr professionell auf das reine Crowd-Investing in Abgrenzung zum eher spendenorientierten Crowd-Funding spezialisiert hat.
Was auch für die Deutsche MikroInvest sprach, ist, dass sie nicht nur als reine Plattform lediglich Webspace mit einfacher Oberfläche zur Verfügung stellt und einen dann damit alleine lässt, sondern aktiv sowohl an der Vorbereitung als auch an der Durchführung mitarbeitet und selber z.B. durch Firmen-News im DMI-Venture-Ticker immer wieder potenzielle Investoren auf das Projekt hinführt. In diesem Zusammenhang wird auch ein PR-Paket angeboten, das wir genutzt haben und das unser Projekt z.B. über Fachjournalisten weiterverbreitet.
Nicht zuletzt hat die Deutsche MikroInvest eine eigene Datenbank an potenziellen Investoren, die für jedes neue Projekt genutzt wird.
Wie sich diese Aktivitäten tatsächlich auf das Investitionsprojekt auswirken, können wir noch nicht beurteilen, da bei uns erst ein Drittel der Laufzeit verstrichen ist.

Klaus-Martin Meyer: Wie risikobehaftet würden Sie selber als Geschäftsführer und Kenner der Branche das Investment in Ihre Firma selber einschätzen?

Andreas B. Krebs: Mal ganz ehrlich: Es gibt sicherlich keine Investition auf der Welt, die völlig risikofrei ist. Für den Investor geht es darum, das Risiko abzuschätzen, und dafür baucht er Informationen, die ihm eine Beurteilung ermöglichen. Wie man auf der DMI-Langerton-Projektseite sehen kann, sind wir da sehr offen und informieren umfangreich.
Langerton unterscheidet sich von vielen Crowd-Projekten dadurch, dass es kein echter Startup von Anfang an ist, sondern die ersten Hausaufgaben bereits erledigt hat. Es gibt eine Produkt-Range, die gerade erweitert wird, es gibt ausführliche und für uns fantastisch ausfallende Tests von Fachjournalisten, wir sind von Anfang an auf Fachmessen vertreten und werden im Markt wahrgenommen.
Insofern kann man das Risiko als wirklich überschaubar einschätzen.

Klaus-Martin Meyer: Angenommen, das Geld ist morgen schon auf Ihrem Konto, was wird mit Hilfe der Mittel als erstes erledigt?

Andreas B. Krebs: Zunächst werden die wichtigsten aktuellen Marketing-Maßnahmen durchgeführt, das sind hauptsächlich die Teilnahme an der HighEnd, der Branchen-Weltmesse für B-to-B-Kontakte, vor allem mit internationalen Distributoren; dann In-House-Vorführungen zum Aufbau des Händler-Netzes; dann weitere Testberichte in Fachzeitschriften (absolut unerlässlich), parallel dazu die Verwirklichung weiterer bereits weit gediehener Lautsprecher-Entwicklungen; dann die Vorbereitung der Herbst-Messen etc. etc.

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