„Es ist wichtig, dass die Ziele und die Vision von Unternehmen und einem möglichen Geldgeber zu einander passen“ – Interview mit Sven Badtke zum zweiten Protonet-Crowdfundig

protonetKlaus-Martin Meyer: Sven, Du gestaltest das Marketing bei Protonet mit. Was ist aktuell der Stand der Dinge bei Eurem Startup?

Sven Badtke: Ja genau, ich bin Teil des Marketingteams von Protonet. Momentan sind wir in einer sehr spannenden Phase. Dieses Jahr steht bei uns viel auf dem Plan. Das reicht von neuen Features unserer Software Protonet SOUL über unsere zweite Crowdfunding-Kampagne bis hin zu einem zweiten Produkt mit dem Namen „Maya“. Da am Mittwoch um 12 Uhr unsere Crowdfunding-Kampagne auf Seedmatch beginnt, sind wir in den letzten Zügen der Vorbereitung. Hierfür ist noch einiges zu tun. Viel Stress – viel Arbeit – aber auch viel Spaß!

Klaus-Martin Meyer: In Kürze startet Euer zweites Crowdfunding bei Seedmatch. Blasphemisch gefragt: Will Euch sonst niemand Geld geben?

Sven Badtke: Diese Frage habe ich erwartet. Wir werden immer wieder gefragt: Warum macht ihr keine große Finanzierungsrunde mit Venture Capital Gebern? Wir sprechen immer wieder mit möglichen Investoren. Uns ist es aber in erster Linie wichtig ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen aufzubauen. Es ist wichtig, dass die Ziele und die Vision von Unternehmen und einem möglichen Geldgeber zu einander passen – das ist eine gut Grundlage auf der man eine Partnerschaft aufbauen kann. Da wir Geld verdienen, können wir uns da auch etwas mehr Zeit lassen.

Klaus-Martin Meyer: Zweite provokative Frage: Warum wählt Ihr abermals den Weg über Seedmatch?

Sven Badtke: Der Weg, den wir gerade einschlagen, sprich eine weitere Finanzierung mittels Crowdfunding, entspricht unserer Vorstellung der Zukunft, somit
unserer Vision. Der Gründer von Protonet, Ali Jelveh und das gesamt Team ist davon überzeugt, dass wir in Zukunft nur dann Unabhängigkeit von den großen Technologieunternehmen und Serverlandschaften erreichen können, wenn es jedem möglich ist, ein Teil der Bewegung zu sein und auch einen Teil der Infrastruktur zu besitzen. Die Crowd gibt unheimlich viel Power und Rückendeckung und man kann trotzdem ganz unabhängig sein Unternehmen führen.

Klaus-Martin Meyer: Was sollte aus Deiner Sicht einen schon aktiven Crowdinvestoren motivieren, ein zweites Mal – mit einer höheren Bewertung – abermals zu investieren?

Sven Badtke: Da unser erstes Crowdfunding nur 48 Minuten, in denen wir 200.000€ eingesammelt haben, gedauert hat, gibt es bestimmt einige potentielle Investoren, die es beim letzten Mal nicht geschafft haben zu investieren. Diesen bieten wir jetzt eine weitere Chance. Ich denke, dass die Motivation erneut zu investieren, die gleiche ist, wie beim ersten mal. Und wenn sie diesmal schnell sind, bekommen sie eine Maya J. Das wird auch nicht unsere letzte Finanzierung sein, aber wahrscheinlich die letzte über die Crowd – das geht schließlich nicht unbegrenzt. Daher ist das Credo auch ein bisschen: jetzt, oder nie!

Klaus-Martin Meyer: Wenn das Geld auf dem Konto liegt, was passiert zu erst?

Sven Badtke: Es gibt viel zu tun. Wir konzentrieren uns erst einmal darauf unser neues Produkt, den Protonet Server Maya zu produzieren und auf den Markt zu bringen. Mit Maya haben wir einen Personal Server entwickelt, der die volle Power von Protonet SOUL besitzt und für jeden erschwinglich ist, zu dem Preis eines Laptops. Der zweite Schritt wird ein Redesign der Software sein, in das viel Feedback von bestehenden Kunden eingeflossen ist. Und wir wollen uns natürlich auch vergrößern.

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