Der Kartoffelsalat – ein Segen für die Crowdfunding-Szene

potato saladDieser Tage hat es ein Crowdfunding in einem Umfang in die weltweiten Medien geschafft, wie bisher kein zweites. Dabei geht es um nicht mehr und nicht weniger als um einen Kartoffelsalat. Der Pitch wird mit zwei geradezu literarischen Sätzen eröffnet:

“I’m making potato salad. I haven’t decided what kind yet.”

Das Ganze erinnert schon im Ansatz an eine eBay-Spaßaktion, wo in satirischer Form das ganze Kickstarter-Modell auf die Schippe genommen wird. Die Crowdfunding-Szene reibt sich die Augen, weil das absurde Fundingziel von 10 Dollar in galaktische Höhe katapultiert wurde. Nachdem zwischenzeitlich mehr als 70.000 Dollar erreicht waren, folgte eine Welle von Streichungen. Die aktuelle Summe von mehr als 47.000 Dollar ist aber nach wie vor erstaunlich und das Funding läuft noch 21 Tage.

Weltweit greifen die Medien das Salatfunding auf, Fachblogs befassen sich mit den steuerlichen Implikationen. Die Leser sind mit endlosen Kommentaren engagiert bei der Sache.

In der Szene gibt es Diskussionen, ob ein solches Funding der Idee des Crowdfunding eher schadet oder nützt. Der Minidisput belegt aus Sicht der Crowdfunding-Diskussion aber nur eines, nämlich dass es bisher wirklich noch eine Szene ist. Der Otto-Normalverbraucher weiß auch 2014 noch nicht einmal, was Crowdfunding überhaupt ist. Durch solche Salatspaßvögel erfahren sie es aber aus der Zeitung oder beim Mittagessen mit Kollegen beim Italiener, weil das Salatfunding vielleicht das erste Crowdfunding überhaupt ist, was einem derart großen Publikum offenbar wird.

Fazit: Das Salatfunding ist ganz großes Kino erster Güte! Genau genommen ist die Sache so genial, dass man sie fast für eine Content Marketing-Aktion von Kickstarter selber halten könnte…

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