„Mit starterstore.de bieten wir eine Plattform, auf der Kunden interessante Produkte aus dem Crowdfunding, wovon die meisten aktuell noch aus den USA kommen, direkt hier in Deutschland kaufen können.“ – Interview mit Thorsten Fleckenstein

starterstoreKlaus-Martin Meyer: Thorsten, Du bist einer der Macher von starterstore.de. Könntest Du dich, deine Mitstreiter und starterstore.de bitte kurz vorstellen?

Thorsten Fleckenstein: Nachdem ich meine ersten Erfahrungen bei der Hessischen Investitionsbank in der Prüfung von Unternehmen gesammelt hatte, wechselte ich in das operative Geschäft, und war als Betriebsleiter von mehreren Unternehmen in den Bereichen Gastronomie und Einzelhandel tätig. Mein Geschäftspartner und Cousin, Andreas Jung, war einer der Gründer von Tagnition, einer der ersten Unternehmen, die QR-Codes in Deutschland für das Printmarketing angeboten haben. Weiterhin haben wir im Team Unterstützung durch Familie, Freunde und einige freiberufliche Unterstützer.

Mit starterstore.de bieten wir eine Plattform, auf der Kunden interessante Produkte aus dem Crowdfunding, wovon die meisten aktuell noch aus den USA kommen, direkt hier in Deutschland kaufen können. So entstehen dem Kunden keine langen Lieferzeiten, hohe Versandkosten aus Übersee, unerwartete Kosten wie Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer und er hat natürlich deutsche Gewährleistungsrechte und Widerrufsrechte. Weiterhin bieten wir auch für lokale Crowdfundingprodukte aus Deutschland eine Vertriebsplattform.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam es zu der Idee einen solches eCommerce-Modell zu verfolgen? Basiert die Idee eher auf Inspiration oder Transpiration in Form nüchterner Marktanalyse?

Thorsten Fleckenstein: Ganz klar Inspiration. Wir hatten beide Crowdfunding in den USA schon länger verfolgt. Aber waren sowohl als Unterstützer von Crowdfundingkampagnen, als auch als Käufer von Crowdfundingprodukten immer wieder auf Ärgernisse gestoßen. Eines der Hauptärgernisse waren die sehr hohen Versandkosten aus den USA. Das war der Punkt wo wir auf die Idee kamen, dass das sicher für einen deutschen Kunden preiswerter zu realisieren ist. Und als wir uns dann näher mit der Thematik beschäftigten, sahen wir welches Potential in diesem Bereich liegt und das es auch noch keinen Anbieter in diesem Segment gibt.

Klaus-Martin Meyer: Betrachtet man den Shop unter Onlinemarketing-Aspekten, so dürfte es alles andere als trivial sein, Traffic auf den Shop zu zaubern. Die Produkte werden den meisten Leuten unbekannt sein. Viele von denen, die das Produkt kennen, haben möglicherweise schon über das Funding gekauft.

Thorsten Fleckenstein: Ja, viele Deutsche kennen Crowdfundingprodukte gar nicht. Gerade hier liegt unsere Stärke. Wir haben interessante Produkte die es so teilweise auf dem deutschen Markt gar nicht gibt. Unser Kunde sucht nicht speziell nach diesem Produkt, sondern entdeckt es bei uns.
Denjenigen, die sich für Crowdfundingprodukte interessieren, bieten wir Infos zu tollen Produkten, verschiedenster Crowdfundingplattformen, z.B. durch unsere Facebookseite, auf der wir regelmäßig über interessante Projekte berichten. Und die Zahl derer die sich für Crowdfunding interessieren nimmt gerade zu. Sei es durch Leuchtturmprojekte, wie die Videobrille Oculus Rift oder auch aktuell die Kartoffelsalatkampagne, die in den Medien und auf Facebook hohe Wellen schlägt. Das Crowdfunding für Produke beginnt in Deutschland gerade erst. Das sieht man, z.B. daran, das Startnext, die größte deutsche Crowdfundingplattform, nach 4 Jahren am Markt in diesem Jahr mehr Umsätze hatte als in den letzten drei Jahren zusammen. Das Kickstarter ab Herbst, Deutschland als Projektstandort zulässt, wird ebenfalls zur Bekanntheit beitragen. Wir sind frühzeitig dabei und werden langfristig davon profitieren.

Klaus-Martin Meyer: Welche Unterstützung kommt von den Projektinitiatoren und evtl. sogar von den Plattformen?

Thorsten Fleckenstein: Gerade die Projektinitiatoren im Ausland sind dankbar einen Vertriebspartner in Deutschland zu haben, und leiten uns öfter ihre Kunden aus Deutschland und teilweise auch aus anderen europäischen Ländern weiter. Wenn ein Projektbetreiber, von dem wir Produkte im Sortiment haben, eine weitere Kampagne auf einer Plattform für ein neues Produkt startet, werden wir frühzeitig eingebunden. Aktuell nehmen wir z.B. für so ein Nachfolgeprodukt, die Kids-Maps, Vorbestellungen, für den Zeitraum zwischen Kampagnenende und Auslieferung, entgegen und schließen so die Lücke zwischen Produktion und Auslieferung.
An uns werden immer öfter Vorschläge übermittelt, welche interessanten Produkte wir aufnehmen könnten, auch von Seiten der Plattformbetreiber. Aktuell sind wir auch in Gesprächen über mögliche Zusammenarbeit.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss die Frage nach den Aussichten. Wo wollt Ihr Ende des Jahres stehen?

Thorsten Fleckenstein: Wir sind mit starterstore.de vor ca. drei Monaten online gegangen, sind also noch in der Aufbauphase. Wir wollen hier nicht zuviel verraten, aber wir werden auf jeden Fall ein Tool bei uns integrieren, das es unseren Kunden und Usern ermöglicht, interaktiver als bisher mit uns über die Crowdfundingprodukte zu kommunizieren. Die Auswahl an Produkten wollen wir natürlich weiter jede Woche ausbauen. Bisher liefern wir auch nur nach Deutschland. Österreich und die Schweiz werden dieses Jahr noch folgen.

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