Großes Presseecho für Burrito Bond – Was kann die deutsche Crowdfunding-Szene daraus ableiten

crowdcube-mini-bondsÜber 1,8 Millionen GBP hat die Food-Kette Chilango mit diversen Niederlassungen in London (Fleet Street, Chancery Lane, London Wall, Brushfield, Upper Street und Leather Lane, sowie Camden High Street in Bälde) auf Crowdcube in Form eines Mini-Bonds bei der Crowd eingesammelt. Das ist ganz sicher sowohl für Chilango als auch für Crowdcube ein Riesenerfolg.

Noch erstaunlicher als der Erfolg des noch neuen Crowdcube-Formats Mini-Bond ist vielleicht das Presseecho, dass der Minibond bisher nach sich gezogen hat.

Folgende TV-Sender haben berichtet: ABC News, BBC, CNN und Sky News. Dazu haben wichtige Printmedien wie The Economist, das Wall Street Journal oder die Financial Times über den Bond berichtet, der mit einer Naturalverzinsung in Form von “free burritos” verbunden ist. Neben diesen “Blue Chip Medien” haben zahlreiche Investmentwebseiten, Newsletter und auch Special Interest Magazine aus dem Food-Segment über den Burrito Bond geschrieben.

Sicherlich gibt es für das Presseecho vor allen Dingen einen zentralen Grund. Das Format Mini-Bond (übrigens eigentliche mehr ein Darlehn, weil das Ding nämlich nicht handelbar ist) war nicht nur bei Crowdcube eine Premiere sonder überhaupt eine Premiere in der CrowdInvestment-Szene. Der Zins ist für die aktuelle Niedrigzinsphase mit 8 % spektakulär hoch und dann gibt es auch noch was zu essen. Zur illustren Schar der bisherigen Investoren gehört z.B. Jamie Oliver. Das ist natürlich der Stoff, auf den die Presse anspringt. Emittenten weiterer Bonds wird sicherlich nicht noch einmal ein solches Presseecho in den Schoß fallen, allein weil der Premierenfaktor wegfällt.

Was können deutsche Startups von dem Fall lernen?

Es kann auf jeden Fall nicht schaden, in irgend einer Form eine echte Premiere zu produzieren. Ein belegendes Beispiel ist das aktuelle Immobilien-Funding auf Companisto. Es war mit Sicherheit für Companisto von Vorteil, dass man vor Bergfürst, die erste nennenswerte Immobilien-Finanzierung durch die Crow realisiert hat. Auch für das Weissenhaus-Projekt hat dieser Umstand ganz sicher nicht geschadet. Genau wie beim Burrito Bond war auch hier das Presseecho nicht von schlechten Eltern.

Was könnte von ähnlichem Interesse für die Medien sein?

Aus Sicht der Crowdstreet-Redaktion könnte es eine gute Idee sein, dass erste Crowdfunding (abgesehen von der Aktienemission von Urbanara) zu bieten, bei dem es echtes Equity gibt. Realisieren könnte man dieses via Seedrs, was dann eine doppelte Premierenkonstellation darstellen würde. “Erstes” deutsches Crowdfunding mit Equity und erstes Funding eines deutschen Startups über eine britische Crowdfunding-Plattform.

Was könnte es für weitere Konstellationen geben, die viel Presse nach sich ziehen würden? Bitte kommentieren!

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