Aufsteiger mit Hilfe von Crowdfunding in die Primera División

eidbarHier auf Crowdstreet wurde bereits vorausgesagt, dass Crowdfunding im Fußball eine ganz große Sache wird. Diese These wurde jetzt im spanischen Fußball belegt. Weil die Erstliga-Vereine nach neuen Statuten 2,1 Millionen Euro an Kapital nachweisen müssen, um nicht zwangsabzusteigen, verkaufte der Verein SD Eibar Aktien im Wert von 1,98 Millionen Euro an die Crowd. Es wurden mehr als 46200 Aktien an Fans aus 50 Ländern (darunter aus USA, Deutschland, dem UK und China) verkauft. Die einzelne Aktie wurde zum Preis von 50 Euro ausgegeben.

Mit Hilfe des Crowdfundings wollte der Verein auch verhindern, dass dubiose Investoren Zugriff auf den Verein erhalten. Das maximale Investment wurde deshalb auch auf 100.000 Euro begrenzt. Das Funding kam offensichtlich gut an. Vielleicht hat dabei geholfen, dass das kleine baskische Städtchen Eibar in einer Hochburg des Genossenschaftswesens beheimatet ist. Abgewickelt wurde das Funding übrigens über eine eigens hierfür eingerichtete Webseite und nicht über eine Crowdfunding-Plattform: http://www.defiendealeibar.com/

Wirklich interessant ist, ob ein kleiner Verein, mit einem letztjährigen Budget von nur 3,9 Millionen Euro (allein das Gehalt von Ronaldo soll bei 50 Millionen US$ liegen) und einem aggregierten Marktwert der Spieler von 20,1 Millionen Euro mit Hilfe der Crowd in der ersten spanischen Liga bestehen kann. Das erste Saisonspiel wurde schon einmal gewonnen. Als Saisonziel wurde auf jeden Fall der 17. Platz ausgegeben, der erste Nicht-Abstiegsplatz.

Für den Anleger könnte das Investment vielleicht sogar ganz interessant sein. Der Verein ist schuldenfrei und mit den Aktien hat der Anleger echtes Eigenkapital in der Hand. Die vielen Anleger stehen damit sehr viel besser da als die Investoren, die in das Crowdfunding des VFL Osnabrück investiert haben. Denn der Verein ist bekanntlich verschuldet und die Anleger haben nur ein nachrangige Darlehen gezeichnet.

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