Interview mit Mag. Bernd Rausch zum Start von immocrowd.at

immocrowdKlaus-Martin Meyer: Herr Mag. Rausch, Sie sind als Riedergarten-Geschäftsführer und Verkaufsleiter bei immocrowd.at aktiv. Könnten Sie sich und die Plattform bitte kurz vorstellen?

Mag. Bernd Rausch: Die Plattform immocrowd.at ist die Immobilien Crowdfunding Internetplattform der Riedergarten Immobiliengruppe, welche anlässlich unseres ersten Crowdfunding Projektes entworfen und ins Web gestellt wurde.
In meiner Funktion als Verkaufsleiter der Fa. Riedergarten Immobilien war ich wesentlich in die Ausarbeitung und Entwicklung mit  eingebunden. In der Gestaltung wurden wir vom Team der Plattform 1000×1000.at geführt und begleitet, welche selbst Startups über crowdfunding durchführen und diesbezüglich eine Vorreiterposition in Österreich wahrnehmen.

Ziel war es eine Wiedererkennbarkeit  sowohl von Riedergarten Immobilien – als einen der führenden Wohnbauträger Südösterreichs, sowie von 1000×1000.at als Vorreiter im crowdfunding zu schaffen.

Klaus-Martin Meyer: Immobilien-Crowdfunding wird zuweilen als „the next big thing“ im Immobilienbereich auserkoren. Companisto führt aktuell ein großes Funding in Deutschland durch, Bergfürst hat ambitionierte Fundings angekündigt und im UK gibt es Plattformen, die bereits sehr aktiv sind. Wie sehen Sie die Entwicklung aus der österreichischen Perspektive?

Mag. Bernd Rausch: Wir sehen die Entwicklung äußerst positiv und dies aus mehreren Gründen:

1) Ergibt sich dadurch die Möglichkeit für Investoren mit kleineren Beträgen in verschiedene Immobilienprojekte investieren zu können
2) Ergibt sich durch die Möglichkeit Kapital in verschiedene Crowdfunding Projekte zu investieren die Möglichkeit der Streuung. Von hochriskanten Startups mit entsprechende hoher Rendite bis eben hochwertigen Immobilienprojekten mit entsprechender Sicherheit. Der persönliche Mix kann so individuell je nach Risikofreudigkeit entsprechend getroffen werden.
3) Durch das niedrige Zinsniveau auf Sparzinsen und die flexible Laufzeit im Bereich des Crowdfundings (Kündigungsmöglichkeit für den Investor auch während der sieben jährigen Laufzeit) stellt Immobilien-Crowding eine äußerst lukrative Alternative dar
4) Ergibt sich die Möglichkeit Eigennutzung und Freude am Objekt mit der Investition zu verbinden (Stolz zu sein bei einem tollen Projekt beteiligt zu sein, und dieses entsprechend Freunden, Familie etc präsentieren zu können)

Klaus-Martin Meyer: Ist das Interesse an den Immobilien auch damit zu erklären, dass es bei der Startup-Finanzierung die ersten Pleiten gegeben hat und nach der Euphorie nun die Risiken sichtbar werden?

Mag. Bernd Rausch: Wie bereits oben ausgeführt ist das Risiko bei Startups entsprechend hoch. Bei Immobilien hingegen äußerst niedrig und gut abschätzbar. In unserem konkreten Fall liegen sämtliche Genehmigungen vor und sind  die durch die crowd-finanzierten Chalets bei Übermittlung der Gelder bereits errichtet und voll möbliert. Die optimale Lage direkt an der Piste in Kärntens größtem und für mich schönsten Ski- und Wandergebiet machen einen Totalausfall undenkbar. Die versprochene Rendite von 4% ist aufgrund der uns bestens vertrauten Marktlage realistisch jedenfalls erzielbar und es wurden in der Kalkulation zusätzliche Sicherheiten eingebaut.

Klaus-Martin Meyer: Wie groß schätzen Sie den Markt für Immobilien-Crowdfunding in Österreich ein und könnte es auch Finanzierungen in anderen Ländern geben?

Mag. Bernd Rausch: Alleine über das uns bekannte Potential der bereits jetzt gegebenen Usern der Plattform 1000x 1000.at steht ein Kapital in Höhe von jährlich ca. 20 Mio. Euro zur Verfügung.
Wir glauben dieses Potential durch das Angebot von hochinteressanten Immobilienprojekten zumindest auf das Doppelte steigern zu können und gehen davon aus, dass nach der alten Grundregel 1/3 aller Investments in Grund und Boden getätigt werden sodass zumindest jährlich 10 Mio € über Immocrowd.at umzusetzen sind.
Dies ist auch unser gemeinsam mit 1000×1000.at festgesetztes Ziel. Mit unserem Partner garantieren wir Seriosität sowohl in den Projekten als auch in der zuverlässigen Umsetzung des Immobilien-crowdings.

Derzeit sind wir mit Umsetzung toller Projekte in Österreich ausgelastet und streben den Schritt ins Ausland nicht an- aber wie heißt es so schön- man soll nie etwas ausschließen.

Klaus-Martin Meyer: Was stehen für die zweite Jahreshälfte noch für Ziele auf der Agenda von immocrowd.at?

Mag. Bernd Rausch: Vorerst ist es uns wichtig unser erstes Projekt bis 15.11.2014 erfolgreich umzusetzen und dies im Zuge des internationalen Innovationskongresses am 13. Und 14. 11 2014 in Villach entsprechend zu präsentieren. Im Anschluss ist ein weiteres Projekt bereits geplant mit welchem wir bereits auch noch  heuer online gehen möchten.

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