„Wir möchten mit der Crowdfunding Kampagne der „Öffentlichkeit“ unser Projekt bereits in der „Konzeptphase“ vorstellen und sie dafür begeistern.“ – Interview mit Mirko Gooßen (EPaperCircle)


e-paper-circleKlaus-Martin Meyer:
Mirko, Du bist einer der Gründer von EPaperCircle. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Mirko Gooßen: Gerne! Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Diepholz. Wenn ich mich nicht um den E-Paper-Circle kümmere, dann treibe ich in meiner Freizeit gerne Sport und pflege meine sozialen Kontakte. Der E-Paper-Circle wird zukünftig eine Plattform sein, auf der alle Tages- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften/Magazine gelistet sind. Ein jeder Nutzer kann auf diese Medien zugreifen, ohne ein Abo abschließen zu müssen. Es besteht zum einen die Möglichkeit alle aktuellen Ausgaben kostenlos zu lesen. Diese Funktion ist allerdings zeitlich begrenzt und der Leser muss mit Werbeeinblendungen während des Lesevorgangs leben. Darüber hinaus gibt es ein komfortables Leseangebot. Dort erwirbt der User Lesezeit, diese kann er dann dazu verwenden alle Titel unserer Bibliothek zu lesen und sogar aufs Archiv zuzugreifen. Das Ganze selbstverständlich ohne Werbung. Die letzte Funktion ist der Seitenkauf; d.h. während der Leser bspw. seine Lieblings-Zeitschrift liest und sich einen wichtigen Artikel ausdrucken oder abspeichern möchte, hat er bei uns die Möglichkeit, sich die einzelnen Seiten auf dem der Artikel abgedruckt ist käuflich zu erwerben.
Wir setzen beim E-Paper-Circle explizit NICHT auf ein Flatratemodell, weil wir der Meinung sind, dass eine Flatrate nichts anderes ist, als ein Abonnement. Bei uns zahlt der Leser NUR, wenn er unser komfortables Leseangebot oder den Seitenkauf in Anspruch nimmt. Transparent und Fair! Dieses Angebot wird übrigens zu Beginn im Web und später als App für Android und iOS verfügbar sein.

Klaus-Martin Meyer: Zur Finanzierung Eurer Plattform läuft gerade ein Crowdfunding auf startnext. Warum habt Ihr Euch dazu entschieden?

Mirko Gooßen: Ich bin mit dem Thema Crowdfunding während meiner Studienzeit schon in Berührung gekommen und fand es faszinierend, wie Personen nur mit einer tollen Idee und Ihrer Persönlichkeit es schaffen andere Leute von Ihrem Projekt so zu begeistern, dass sie bereit dazu sind das Crowdfunding Projekt finanziell zu unterstützen. Die Gegenleistungen bzw. Dankeschöns jetzt mal kurz beiseite geschoben.
Wir möchten mit der Crowdfunding Kampagne der „Öffentlichkeit“ unser Projekt bereits in der „Konzeptphase“ vorstellen und sie dafür begeistern. Und zwar soweit begeistern, dass sie bereit sind das Projekt mit ihrem eigenen Geld zu unterstützen. Darüber hinaus erhoffen wir uns neuen Input für unser Projekt, den wir direkt oder in späteren Entwicklungsphasen mit einbeziehen können.

Klaus-Martin Meyer: Was Ihr da vorhabt, würde ich einmal als „Dicke Bretter bohren“ bezeichnen. Ihr müßt eine technische Plattform entwickeln und dann soetwas wie einen Marktplatz aufbauen. Das ist die ganz große Kunst im Online-Marketing. Zudem wird das Ganze sehr kapitalintensiv werden. Was plant Ihr über das Crowdfunding hinaus an Kapitalmaßnahmen?

Mirko Gooßen: Da gebe ich dir recht, wir stellen uns damit einer Mammutaufgabe. Ich bin aber ein sehr zielstrebiger sowie ehrgeiziger Mensch, der die Herausforderung liebt und daher ist der E-Paper-Circle genau das Richtige.
Wir benötigen auf jeden Fall noch einen Business Angel oder Venture Capital Geber, das ist uns definitiv bewusst. Wir stehen aktuell in Kontakt mit potenziellen Investoren bzw. Personen, die ein vielversprechendes Netzwerk an potenziellen Investoren besitzen. Darüber hinaus bewerben wir uns auf diverse Matching-Abende, um dort einen passenden Investor für unser Projekt zu finden. Wir versprechen uns mit der Crowdfunding Kampagne auch ein positives Signal in Richtung potenzieller Investoren senden zu können.
Des Weiteren wurde bereits mit Banken über mögliche Förderkredite gesprochen, die allerdings erst greifen können, wenn wir auch einen Kapitalgeber akquiriert haben. Überdies sind auch Fördergelder der Stadt Diepholz im Gespräch.

Klaus-Martin Meyer: Die startnext-Kampagne ins Ziel zu führen, ist für sich genommen eine große Aufgabe. Wie lange hat die Vorbereitung gedauert, was steht noch auf Eurer To-Do-Liste in Bezug auf selbstauferlegte Hausaufgaben?

Mirko Gooßen: Die Vorbereitung und die parallele Erstellung der Kampagne hat ca. 3 Wochen gedauert.
Wer unsere Facebookseite https://www.facebook.com/epapercircle verfolgt sieht, dass wir dort sehr aktiv sind. Auch auf Twitter bin ich seit kurzem aktiv. Überdies haben und werden wir einige Flyer Promotions unmittelbar vor unserer Haustür aber auch in Städten wie Hamburg, Bremen, Osnabrück, Düsseldorf und Oldenburg durchführen. Eine Bäckerei in unserem Ort hat sich sogar dazu bereiterklärt, die Flyer auf deren Tüten zu kleben. Ein Autocross Rennen findet Anfang September bei uns in der Nähe statt, wo wir auch präsent sein werden. Wir versuchen einige Blogger, die in der Crowdfunding Szene aktiv sind (so wie du), zu kontaktieren, damit Sie unsere Idee ebenfalls vorstellen, so dass noch mehr Personen mit unserer Idee in Berührung kommen. Pressearbeit mit einigen Tageszeitungsverlagen wird parallel ebenfalls geführt.

Klaus-Martin Meyer: Wenn das Geld auf dem Konto ist, wie haltet Ihr die Crowd bei Laune? Wie geht es dann weiter?

Mirko Gooßen: Wir werden umgehend in eine Kapitalgesellschaft umfirmieren und unseren Dienstleister den offiziellen Auftrag zur Programmierung erteilen. Mit dem Kapital des Crowdfundings können wir einen Teil dieser Kosten decken. Die Crowd wird in regelmäßigen Abständen in schriftlicher und/oder bildlicher Form über Neuerungen und Fortschritte informiert. Unsere Social Media Auftritte sollen ja dazu dienen, dass die Fans oder Follower immer auf dem Laufenden gehalten werden.

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