„Grundsätzlich bieten wir unsere Dienstleistung an bestehende, österreichische klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) an.“ – Interview mit Martin Watzka (dasErtragReich)

dasErtragreichKlaus-Martin Meyer: Herr Watzka, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von dasErtragReich. Könnten Sie sich und Ihre Plattform bitte kurz vorstellen?

Martin Watzka: Von meiner Ausbildung und Berufslaufbahn her bin ich im Grunde ja gelernter Banker und war über 13 Jahre lang im „wealth management“ verschiedener Banken tätig – das war eine tolle Zeit und Erfahrung für mich. Nach der Finanzkrise 2008 habe ich gesehen, dass sich die globalisierte Finanzwelt immer mehr von der „realen“ Wirtschaft abkoppelt, dass immer weniger investiert und immer mehr spekuliert wird. Gleichzeitig fehlte und fehlt es immer noch an Einsicht, dies zu ändern. Das war für mich jener Punkt, an dem ich beschlossen habe, eine Plattform zu gründen, um Anlegern wie Unternehmern eine bessere und bankenunabhängige Alternative zu bieten.

Klaus-Martin Meyer: In was investiert man auf Ihrer Plattform? Was waren die Beweggründe für die Auswahl der Art der Beteiligungsvehikel?

Martin Watzka: Als einzige Plattform in Österreich vermitteln wir Beteiligungen an bestehenden klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) via Nachrangdarlehen (vergleichbar mit partiarischen Darlehen in Deutschland).
Wir haben das gemacht, weil das Nachrangdarlehen, unserer Meinung nach, ein viel einfacheres, flexibleres und transparenteres Tool für Unternehmensfinanzierungen via Crowdinvesting ist.
Ich kann die Beteiligung jedem interessierten Privatanleger in 3 Sätzen erklären. Er weiß vorab alle Parameter der Beteiligung, von der Laufzeit bis hin zu den (größtenteils fixen) jährlichen Erträgen. Das schafft Transparenz und Vertrauen. Die Leute mögen das.
Der vielleicht wichtigste Punkt aber ist, dass wir mit unserem Modell keine Unternehmensbewertung vornehmen müssen. Ein, aus unserer Sicht, überaus heikler Punkt, vor allem bei kleineren Unternehmen, aber entscheidend für den Anlageerfolg des Investors. Ich sehe in unserer Branche da noch einiges an Verbesserungspotential.
Für den Unternehmer ist unser Modell ebenfalls sehr interessant, da die Finanzierungskosten transparent und kalkulierbar sind und er keine Anteile am Unternehmen abgeben muss.
Dank all dieser Aspekte schaffen wir mit unserem Ansatz eine durchgängige „win-win“ Situation, sowohl für den Unternehmer, als auch für die Investoren.

Klaus-Martin Meyer: In meiner Wahrnehmung ist dasErtragReich die erste Crowdfunding-Plattform, die auch auf den Vertrieb durch ausgewählte Vermögensberater setzt. Wie sind hier die Erfahrungen?

Martin Watzka: Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit im Bankenbereich, haben wir in Gesprächen mit Beratern erkannt, dass der Bedarf nach emotionalen Veranlagungen in reale Werte bei Kunden groß ist – gerade im aktuellen finanzwirtschaftlichen Umfeld. Daher bieten wir, in Zusammenarbeit mit ausgewählten Vermögensberatern, spezielle Crowdinvesting-Tranchen exklusiv für diese Zielgruppe an.

Klaus-Martin Meyer: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Firmen aus, die über Ihre Plattform investieren?

Martin Watzka: Grundsätzlich bieten wir unsere Dienstleistung an bestehende, österreichische klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) an. Wichtig ist, dass der Betrieb Produkte oder Dienstleistungen anbietet, mit denen sich ein Privatanleger identifizieren kann. Ein Weinbauer wäre, aus österreichischer Sicht, ein Paradebeispiel dafür.
Natürlich haben wir ein Analysetool, mit dem wir jedes Unternehmen nach quantitativen wie qualitativen Aspekten hin durchleuchten. Aber der für die Anleger wichtigste Punkt zur Reduktion des Anlagerisikos ist sicherlich, dass das Unternehmen, anders als bei Start-ups, sich bereits erfolgreich im Wettbewerb behauptet hat.

Klaus-Martin Meyer: Welche Meilensteine sollen im Jahr 2014 noch erreicht werden?

Martin Watzka: Vorweg möchte ich sagen, dass, aus meiner persönlichen Sicht, der größte Meilenstein bereits erreicht wurde. dasErtragReich hat das erste Projekt, COWstyle® im ersten Durchgang mit 121% des benötigten Kapitals erfolgreich finanziert.
Aktuell ist noch unser zweites Projekt, aus dem spannenden Bereich „Fair-Trade“ in Zeichnung.
Wir sind aber bereits in Verhandlung mit namhaften und bekannten Unternehmen, die großes Interesse an unserem Crowdinvesting-Modell haben. Sehr gerne laden wir „crowdstreet.de“, aber auch all jene, die diese Zeilen lesen herzlich ein, diesen aufregenden und spannenden Weg mitzuverfolgen und mitzugestalten, auf Facebook (facebook.com/dasertragreich), auf Twitter (twitter.com/dasertragreich) oder über unsere Website (dasertragreich.at), wo ich mich nebenbei in meinem Blog kritisch mit Finanzthemen auseinandersetze.

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