„Den Technologienachweis haben wir bereits erbracht“ – Interview mit Otto Reinke zum Companisto-Crowdfunding für EN3 GmbH

en3-logoKlaus-Martin Meyer: Herr Reinke, Sie sind Geschäftsführer bei der EN3 GmbH. Können Sie Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Otto Reinke: Die EN3 ist ein junges Technologie-Start up aus Rostock. Wir entwickeln und bauen Anlagen zur CO2-freien Erzeugung von Strom aus Rest- und Abwärme. Obwohl es viele Anwendungen für unsere Technologie gibt, konzentrieren wir uns zunächst auf die Abgaswärmeverstromung von Verbrennungsmotoren. Für die Markteinführung unserer Verstromungssysteme ist das Crowdfunding ein wesentlicher Baustein in der Finanzierung.

Klaus-Martin Meyer: Sie haben bereits heute eine ganze Reihe namhafter Investoren. Warum wollen Sie nun Geld bei der Crowd einsammeln? Welche Rolle spielt dabei ein möglicher Marketing-Effekt?

Otto Reinke: Crowdfunding ist eine noch recht neue Finanzierungsform und etabliert sich immer mehr bei Start-ups. Wir setzen neben dem klassischen Venture Capital und Private Equity auf die Schwarmfinanzierung. Neben dem Finanzierungsaspekt setzen wir auf das große Netzwerk der Companisten unser Produkt und seine Technologie zu kommunizieren. Bereits in der ersten Woche gab es zahlreiche Kaufinteressenten, die über Companisto auf uns aufmerksam geworden sind.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Companisto? Haben Sie sich auch andere Plattformen angesehen?

Otto Reinke: Mein Mitgeschäftführer Dr. Christian Schultz ist als Angel-Investor seit Jahren im Bereich Start- up- Finanzierung unterwegs und hatte zu Companisto als eine der führenden Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland Kontakt aufgenommen. Gemeinsam haben wir dann mit Companisto die Idee weiterentwickelt, erstmals ein echtes Tech- Start- up vorzustellen. Zusätzlich hat uns das engagierte und kompetente Team überzeugt.

Klaus-Martin Meyer: Sie wollen in zwei bis drei Jahren den Break-even erreichen. Mit welchen Unsicherheiten ist dieses Ziel behaftet?

Otto Reinke: Natürlich schauen wir zunächst mal auf mögliche alternative Konzepte und Technologien von Wettbewerber. Zwar sehe ich hier aktuell kein Problem, aber ausschließen kann man so etwas natürlich nicht, da das Marktpotential enorm groß ist.
Den Technologienachweis haben wir bereits erbracht, bei der Optimierung des Systems könnten unvorhergesehene Probleme uns zurückwerfen, aber auch auf dieser Seite haben wir bis jetzt alle Themen lösen können. Risiken bei dem Marktthema Abwärmeverstromung sehe ich nicht- der nachhaltige Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen und Energieeffizienz werden die zentralen Herausforderungen für die Gesellschaft sein, nicht nur in Deutschland sondern weltweit.

Klaus-Martin Meyer: Welche Hilfe erhoffen Sie sich über das Finanzielle hinaus von den Crowdinvestoren?

Otto Reinke: Wir wünschen uns natürlich, dass die Companisten über ihre Netzwerke unsere Firma, unser Produkt und unseren Markt aktiv unterstützen und bekannt machen.

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