„Jeder Investor ist somit ein guter Botschafter unserer Marke „Pickawood“.“ – Interview mit Henry Fleischer zum ersten Crowdfunding auf DUB.de

pickawoodKlaus-Martin Meyer: Herr Fleischer, Sie sind Geschäftsführer der Firma pickawood GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Henry Fleischer: Hallo Klaus-Martin, zunächst möchte ich mich für das Interview auf Crowdstreet.de bedanken. Ich bin Henry Fleischer, 33 Jahre alt und aus Hamburg. Ich habe schon in einige E-Commerce Unternehmen gearbeitet und diverse Projekte aus dieser Richtung umgesetzt. Mit Pickawood geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, ganz einfach in vier Schritten das persönliche Möbelstück zentimetergenau nach Maß online zu entwerfen. Dazu haben wir unseren einfachen Möbel-Konfigurator entwickelt.
Egal ob es ein großes Bücherregal, eine Kommode, ein Stufenregal, ein Raumteiler oder Wandboard sein soll. Alle Möbel werden aus bestem Massivholz oder MDF-Holz hergestellt. Derzeit bieten wir 11 Massivholzarten an und MDF-Holz in allen RAL Tönen. Alle Maße können genau nach Kundenwunsch verändert werden. Durch zusätzliche Optionen wie Türen, Schubladen, Rückwände oder Aussparungen für Fußleisten wird das Möbelstück so individuell wie jede Wohnsituation. Die Lieferung ist in Deutschland kostenfrei. Zusätzlich liefern wir auch nach Österreich, Schweiz und Luxemburg. Um sich ein Bild unserer Qualität zu machen, können sich unsere Kunden bis zu vier Holzmuster kostenfrei nach Hause liefern lassen. Auch Sonderwünsche sind kein Problem, dazu fertigen wir auch Möbel an, die uns Kunden als Skizze senden oder direkt auf der Website hochladen können.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollen Sie via Crowdfunding Kapital akquirieren? Warum gehen Sie nicht zur Bank?

Henry Fleischer: Mit Crowdfunding können wir zusätzlich zur Investitionssumme geschäftsfördernde Multiplikatoren finden und damit auch eine größere
Aufmerksamkeit für unsere Produkte erreichen. Denn es ist noch nicht vielen bekannt, dass es Maßanfertigungen von Möbeln zu solch guten Preisen gibt.
Jeder Investor ist somit ein guter Botschafter unserer Marke „Pickawood“. All das kann uns eine Bank nicht bieten.

Klaus-Martin Meyer: Sie haben sich für ein Funding auf der neuen Plattform von DUB.de entschieden. Warum dies, statt des Weges über eine der etablierten Plattformen?

Henry Fleischer: Die Deutsche Unternehmerbörse als Portal für Gründer, Unternehmer und Investoren besitzt sehr viele gute Kontakte in den deutschen Mittelstand. Wir haben mit Pickawood ein E-Commerce Geschäftsmodell mit sehr handfesten Produkten. Die Verbindung von der Möbelproduktion bzw. dem Möbelvertrieb und dem deutschen Mittelstand sehen wir als sehr spannend an und hoffen, hier den deutschen Mittelstand für uns zu gewinnen und somit viele Investoren. Außerdem möchten wir den deutschen Mittelstand natürlich auch für das Thema Crowdfunding sensibilisieren.

Klaus-Martin Meyer: Wie beurteilen Sie als Unternehmer das Instrument der partiarischen Nachrangdarlehen? Würden Sie selber in ein solches Instrument
investieren, wo man genau genommen nicht Miteigentümer wird?

Henry Fleischer: Ich sehe das partiarische Nachrangdarlehen als eine sehr effektive und einfache Methode um junge Unternehmen zu finanzieren. Mit dieser Methode wird eine Lücke in den Finanzierungsmöglichkeiten geschlossen, welche viele weitere junge Unternehmer überhaupt erst zum Gründen bewegt. Für Investoren ist dieses Modell sehr transparent es sorgt zudem für eine wesentlich höhere Identifikation mit dem Unternehmen. Natürlich möchte jeder Investor irgendwann von der Einlage profitieren, das ist mit einem Festzins sowie einem gewinnabhängigem Bonuszins gewährleistet. Ich selbst investiere gern in solche Projekte weil ich damit andere Gründer und junge Unternehmen unterstütze. Miteigentümer möchte ich dabei gar nicht werden. Jedes Unternehmen muss seinen Weg finden und durch Mitsprache von vielen Investoren wird man in Entscheidungsfreiheit sehr gebremst. Jeder Unternehmer sollte eigene Erfahrungen sammeln, Fehler machen können und müssen und daran wachsen. Ich unterstütze lieber viele Projekte mit kleineren Summen, damit kann ich das Risiko verteilen.

Klaus-Martin Meyer: Was genau haben Sie mit dem Geld der Crowd vor? Wie lange wird das Geld reichen, wann sind ggf. weitere Kapitalmaßnahmen notwendig?

Henry Fleischer: Grundsätzlich stehen wir mit Pickawood auf sehr soliden Beinen, so dass wir auch ohne Crowdfunding weitermachen können. Mit dem Investment möchten wir in weitere Online-Marketing-Maßnahmen investieren um uns weiter als Marke für maßgefertigte Möbel im Internet zu etablieren. Weiterhin möchten wir unsere Website und die Usability verbessern und unser Produkt-Portfolio weiter ausbauen. das sind alles Maßnahmen, die wir mit der Summe im kommenden Jahr umsetzen möchten. Weitere Finanzierungen sind bisher noch nicht geplant.

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