Crowdfunding-Plattform Trillion Fund will 500.000 GBP von der Crowd

Trillion FundDie britische Crowdfunding-Plattform Trillion Fund für ökologische und soziale Investments macht zum mindestens dritten Mal in diesem Jahr auf sich aufmerksam. Der erste Paukenschlag war die Fusion mit der Crowdfunding-Plattform Buzzbnk. Im September wurde publik, dass die bekannte Designerin Vivian Westwood – die mit den Sex Pistols schon einkleidete und immer schon ein Faible für Revolutionäres hatte – als aktive Großaktionärin bei Trillion Fund einsteigt. Zum Ende des Jahres will Trillion Fund nun per Crowdfunding 500.000 GBP für sich selber einsammeln.

Kein Eigenfunding

Das Crowdfunding in eigener Sache wird über Seedrs ausgeführt und nicht auf der eigenen Plattform. Da man mit den avisierten 500.000 GBP u.a. eine große Marketing-Kampagne fahren will, dürften für diese Entscheidung ebenfalls Marketing-Argumente eine Rolle spielen. Für die veranschlagten 500.000 GBP erhält die Crowd 7,7 Prozent Equity, was einer (Pre-Money) Valuation von knapp sechs Millionen GBP entspricht. Das ist eine anspruchsvolle Ansage. Erreicht man freilich die großen Ziele, die man sich für 2017 setzt, nämlich Fundings mit einem Jahresvolumen von 500 Millionen GBP abzuwickeln, dann wäre Trillion Fund sicher eine sehr gutes Investment.

Was hat Trillion Fund bisher zu bieten?

Bis dato hat Trillion Fund 14.000 registrierte potentielle Investoren, von denen bereits 5000 aktiv geworden sind. Die technologische Plattform des Marktplatzes ist erprobt und schon als White Label an Dritte lizenziert. Auf der Plattform wurden bisher 120 Fundings abgewickelt. Die Entwicklerfirma wurde im Frühjahr als Aktionär gebunden. Das Management hat in diesem Jahr einige Awards gewonnen, was unter Marketing-Gesichtspunkten zumindest nicht schadet.

Attraktives Übernahmeziel?

Da Trillion Fund nicht nur Seedrs unter seinen Partnern aufzählt, sondern auch Abundance, eine ähnlich gelagerte Crowdfunding-Plattform, mit der man in regulatorischer Hinsicht kooperiert, könnte Trillion Fund zukünftig durchaus ein Übernahmeziel für andere Crowdfunding-Marktplätze sein. Weil die Firma mit Buzzbnk schon erste Fusionserfahrungen gemacht hat und der Markt sehr dynamisch ist, könnte man bis zu einem solchen Szenario freilich selber noch als Marktkonsolidierer aktiv werden. Man darf gespannt sein. In dem Marktsegment sind mit Bettervest, Econeers und Green Rocket auch auf dem Festland interessanter Player am Werk…

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