Investor will Companisten aus Companisto rauskaufen

Companisto LogoWie aus einer noch druckfrischen Pressemitteilung von Companisto hervorgeht, will ein Investor – die Lake of Constance Ventures GmbH – die fünf Prozent der Gesellschaftsanteile an Compansito selber, die von den Companisten – also den auf der Plattform aktiven Crowdinvestoren – gehalten werden mit einem Aufschlag von 100 Prozent auf den Ausgabepreis aufkaufen. Dies entspräche einer ganz ordentlichen Rendite nach nicht einmal zwei Jahren Anlagedauer. Über den Sachverhalt wurden die beteiligten Companisten bereits gestern informiert. Zwischen dem 17. November und dem 17. Dezember können die Companisten über den Vorschlag des Investors abstimmen. Bei einer 75%-Mehrheit gehen alle Anteile an den Investor über.

Gute Entwicklung bei Companisto

Zur Erinnerung. Companisto hatte im September 2012 mit einer Eigenfinanzierung das erste Crowdfunding auf der eigenen Plattform erfolgreich finalisiert. Damals beteiligten sich 446 Companisten an der noch jungen Gesellschaft, was durchaus als Hochrisikoinvestment eingestuft werden darf. Inzwischen hat sich jedoch einiges getan und Companisto ist mit einem Platzierungsvolumen von deutlich über 12 Millionen Euro zu einer der größten europäischen Crowdfunding-Marktplätze herangewachsen.

Sollten Companisten das Angebot annehmen?

100 Prozent Rendite sind natürlich verlockend. Dennoch will eine solche Entscheidung natürlich gut überlegt sein. Da der potentielle Aufkäufer substanziell Geld in die Hand nehmen will, glaubt dieser offensichtlich auch zu der höheren Bewertung an die aussichtsreiche Zukunft des Geschäftsmodells. Zudem läuft aktuell im UK ein Crowdfunding einer deutlich kleineren Plattform zu einer sehr viel höheren Bewertung. Auf dem Sekundärmarkt von Crowdstreet.de existieren zudem höhere Angebot für Companisto-Anteile. Dies könnte ein Fingerzeig sein, warum man das Angebot nicht unüberlegt annehmen sollte.

Ferner stellt sich auch die Frage, warum Companisto mit Hilfe des Investors das Kapital nicht einfach erhöht. Entweder besteht aktuell kein Kapitalbedarf oder man spekuliert auf spätere sehr viel höhere Bewertungen? Auf Nachfrage teilte Compansito auf jeden Fall mit, dass das Angebot des Investors keinesfalls eine „Marketing-Veranstaltung“ ist. Dieser ist mit der Entwicklung bei Companisto offenbar zufrieden und will sein Engagement auf dem genannten Wege in seriöser Form ausbauen.

Companisto selber spricht keine Empfehlung hinsichtlich eines gewünschten oder nicht gewünschten Abstimmungsverhaltens aus.

Die Crowdstreet-Redaktion wagt die Prognose – ohne dabei eine Empfehlung auszusprechen -, dass die Companisten das Angebot ausschlagen werden. Wie auch immer: Es handelt sich um eine spannende Entwicklung.

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