Crowdfunding zur Erweiterung des Aktionärskreises

goldenopportunity

Es werden immer wieder potentielle Werbeeffekte als Gründe für
Crowdfundings aufgeführt. Aktuell laufen auf zwei internationalen
Plattformen Finanzierungen, die den Eindruck erwecken könnten, man habe es auf exakt diesen Effekt abgesehen. Es handelt sich um ein Pre-IPO Angebot auf FundedByMe für die Firma Maple Leaf Gold Resources AB (publ) und eines im UK auf Syndicate Room für den Mill Residence Reit. Die Abkürzung Reit steht dabei für Real Instate Investment Trust. Es handelt sich also um einen (in Bälde) Börsen notierten Fond.

Vor der Börsennotiertung noch schnell einsteigen?

Beide Offerten haben gemeinsam, dass eine kurzfristige Börsennotierung
angestrebt wird. Da stellt sich natürlich die Frage, warum macht man so kurz vor dem Börsengang noch ein Crowdfunding? Für die via FundedByMe zu finanzierende Goldmine werden 521.939 Euro gesucht. Der Immobilienfund aus Großbritannien will 2,1 Millionen GBP einsammeln und ist auf einem sehr guten Weg.
Freilich dürfte die oben getätigte Annahme, dass es vor allem um Werbung
gehe, zu kurz gesprungen sein. Im Fall der Goldmine geht es auch darum, die Aktinonärsbasis vor dem Börsengang auf die Zahl 1000 zu erhöhen. Syndicate Room gibt freimütig Auskunft, dass man sowohl zur Steigerung der Liquidität das Kapital erhöhe, aber auch von den Marketing-Effekten profitieren wolle.

Ähnlicher Ansatz bei vorhandener Börsennotierung

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte kürzlich die Wein-Firma Chapel Down auf Seedrs. Die Firma erlöste auf der zweitwichtigsten britischen Plattform 3,9 Millionen GBP in einem der größten europäischen Crowdfundings überhaupt. Hier ging es neben der Kapitalerhöhung ebenfalls um die Vergrößerung des Aktionärskreises als auch um die Marketing-Effekte. Zum Erfolg von Chapel Down trug auch bei, dass die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Crowdfundings bereits börsennotiert war. Die Marketing-Effekte wurden durch für Weintrinker interessante Perks zielorientiert befeuert.

Golden Opportunity?

In der Börsengeschichte hat es immer wieder spektakuläre Beispiele gegeben, wo der Einstieg kurz vor dem Börsengang bei eben selbigen sehr schnell und Rendite stark honoriert wurde. Ob der Einstieg auf dem vorbörslichen Crowdfunding-Weg auch Freude machen wird, bleibt abzuwarten. Denn auch Börsengänge wurden bereits häufig abgesagt.

Interessant wäre die Frage, ob Bergfürst die eigene Plattform in Zukunft nutzen wird, um ähnliche Transaktionen abzuwickeln…

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