CASHFIX.de Traffic-Treiber für Crowdstreet

cashfix Schlechte Nachrichten erfreuen sich in den Printmedien regelmäßig einer höheren Aufmerksamkeit als gute. Dieses Phänomen gilt dieser Tage auch für Crowdstreet. Der Traffic auf dem Interview zum Crowdfunding von CASHFIX aber auch die Pleiten, Pech und Pannen-Liste wird stark besucht, seit das Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz gestellt hat, auch durch Userverlinkungen in stark frequentierten Portalen wie z.B. Mydealz. Dort gibt es z.T. emotionale Diskussionen, die belegen, dass nicht nur Crowdinvestoren im Zusammenhang mit der Gesellschaft so ihre Sorgen haben.

Denn es gibt bei dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell auch noch eine andere Crowd nämlich eine große Anzahl von Privatleuten, die ihre Bücher, DVDs und CD an CASHFIX zur Vermarktung eingeschickt haben. Auch bei diesen steigt der Puls, vielleicht hier und da mehr als bei erfahrenen Crowdinvestoren, von denen der ein oder andere schon bei der Investition selbige mental abgeschrieben hat, weil man das bei Venture Capital zuweilen so macht, frei nach dem Motto: “Pessimismus ist Optimismus auf lange Sicht.”

Zur Situation bei CASHFIX.de

Die Multi-Media-Trade GmbH aus Wetter an der Ruhr, die in ihrem ReCommerce-Segment die Top3-Internetplattform CASHFIX.de betreibt, hat am 19. November 2014 beim zuständigen Amtsgericht in Hagen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hagener Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Dr. Dirk Andres von der Kanzlei AndresSchneider Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter bestellt.

Andres ist derzeit dabei sich die wirtschaftliche Situation des ReCommerce-Anbieters anzuschauen. Dafür hat er bereits Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufgenommen und alle erforderlichen Schritte eingeleitet. Nach seinen ersten Eindrücken zeigte er sich zuversichtlich, die Fortführung des Unternehmens und damit möglichst viele der derzeit rund 40 Arbeitsplätze zu sichern. Dieser Punkt ist für die Betroffenen ganz sicher sehr viel existenzieller als die Aussicht möglicherweise den Gegenwert von ein paar Büchern oder ein durchschnittliches Crowdinvestment in Höhe von durchschnittlich nicht einmal 500 Euro in den Sand gesetzt zu haben.

Der Geschäftsbetrieb läuft derweil ohne Einschränkung weiter. „Benutzer der Internetplattform CASHFIX.de haben weiterhin uneingeschränkt die Möglichkeit gebrauchte Medien wie CDs, DVDs, BluRays und Videospiele an die Multi-Media-Trade GmbH zu verkaufen“, erklärt Andres.

Aus insolvenzrechtlichen Gründen sei es dem Unternehmen aber nicht möglich, bis zum 10. November 2014 eingesendete Waren zu bezahlen. „Alle betroffenen Lieferanten haben die Möglichkeit, ihre Forderung, wie alle anderen Gläubiger auch, nach Insolvenzeröffnung zur Insolvenztabelle anzumelden“, so Andres weiter. Über das genaue Datum werde er noch gesondert informieren.

Die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bis einschließlich Januar 2015 Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds wurde genehmigt. Die Beschäftigten wurden über das weitere Vorgehen informiert.

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