„Mit EDITION F haben wir die erste Business-Lifestyle-Plattform“ – Interview zum Companisto-Funding für EDITION F

EDITIONFKlaus-Martin Meyer: Susann und Nora, Ihr beiden seit die Macherinnen hinter Edition F. Könnt Ihr Euch und Eure Plattform bitte kurz vorstellen?

Nora-Vanessa Wohlert: Mit EDITION F haben wir die erste Business-Lifestyle-Plattform, ein digitales Zuhause, für karrierebewusste Frauen geschaffen. Bisher ist die Zielgruppe – gerade media oft stereotyp angesprochen worden: Mode, Beauty und Gossip findet man sehr viel, Karriere und wirtschaftliche Themen fokussieren doch eher männliche Leser. EDITION F stellt deshalb jetzt die Bedürfnisse der Frauen, denen berufliche Verwirklichung wichtig ist, ins Zentrum: starke Inhalte im Online-Magazin, neue und spannende Kontakte in der Community, attraktive Jobs und Unternehmen in der Jobbörse sowie moderne Business-Mode und Produkte im Affilate-Shop. Also alles für den beruflichen Erfolg. An einem Ort. Und auf einen Blick. Alle Bereiche stützen einander – deshalb ist das integrierte Plattform-Modell für EDITION F genau der richtige Weg. Unser Geschäftsmodell steht dabei auf drei Säulen: Premiumkooperationen/ crossmedialen Native Advertising-Kampagnen im Online-Magazin, ein Abo-Modell für Unternehmensprofile sowie die Buchung von Stellenanzeigen in der Jobbörse und eine Provision auf die Verkäufe im Affilialte-Shop.

Klaus-Martin Meyer: Warum macht Ihr überhaupt ein Crowdfunding, ihr habt offenbar auch andere Finanzquellen?

Susann Hoffmann: Wir haben tatsächlich im März und nun auch noch einmal am 25.

Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann

Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann

November eine klassische Finanzierungsrunde mit Investoren gemacht. Das zeigt, dass erfahrene Investoren und auch VCs an EDITION F sowie das Potential und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells glauben. Gleichzeitig ist EDITION F natürlich stark getragen von der Community: Weil unsere Nutzer nicht nur konsumieren, sondern sich mit Kommentaren, eigenen Artikeln und natürlich Feedback unmittelbar einbringen und sich auf EDITION F miteinander vernetzen und austauschen. Deshalb wollen wir EDITION F jetzt für die Crowd öffnen – sie mit ihrem Investment Teil der unternehmerischen Vision und damit des Unternehmenserfolgs werden lassen. Das ist für uns ein logischer Schritt.

Klaus-Martin Meyer: Dieser Tage wurde die Frage diskutiert, ob Crowdfunding das „gender gap“ der VC-Branche verkleinern könnte. Habt Ihr eine Meinung zu dieser Frage?

Nora-Vanessa Wohlert: Wir glauben, dass es bei einer Investment-Entscheidung in erster Linie immer um die Idee und ihre unternehmerische Tragfähigkeit sowie das Team gehen sollte. Über Crowdfunding kann man eine breite Investorenschaft ansprechen und einbinden – aber auch hier gilt es natürlich zu überzeugen. Denn ein Investment muss attraktiv sein – und das ist nicht vom Geschlecht abhängig.

Klaus-Martin Meyer: Via Seedrs habe ich bereits in „Women outside the Box“ investiert. Warum sollte ich auch bei Eurem Pitch aktiv werden? Habt Ihr Euch das UK-Funding evtl. angesehen, um euch für eure Companisto-Runde inspirieren zu lassen?

Susann Hoffmann: Was „Women outside the Box“ in UK machen ist toll: Weil sie Frauen verbinden und ein Netzwerk bieten. Das allerdings offline im Rahmen von Events – daher ist unser Geschäftsmodell sehr verschieden. Mit EDITION F schaffen wir eine zentrale digitale Anlaufstelle, die Frauen Inspiration, Expertise, Kontakte, Jobs und Mode – alles im Business-Kontext – bietet. Natürlich veranstalten auch wir zum Teil Events wie jetzt im Rahmen unseres Wettbewerbs „25 Frauen für die digitale Zukunft“, aber das wir punktuell passieren. Was sich aber auch durch Unternehmen und Projekte wie „Women outside the Box“ oder „Levo League“ in den USA zeigt, ist, dass Angebote für Frauen im Karriere-Bereich derzeit fehlen – und dass es eine Marktlücke gibt, nicht nur in Deutschland, sondern auch in UK oder in Frankreich und den USA.  Mit EDITION F setzen wir aber auf ein digitales Plattform-Modell, das aus unserer Sicht auch großes Potential in anderen Märkten hat.

Klaus-Martin Meyer: Welche Erwartungen habt Ihr im Hinblick auf die User Eurer Plattform. Welcher Anteil am Funding sollte von diesen übernommen werden? Ihr dürft gern „Wünsch-Dir-was“ spielen.

Nora-Vanessa Wohlert: Für uns geht es nicht darum, ob jemand der investiert, bereits Mitglied oder Nutzer von EDITION F ist: Companisto ist für uns ja auch die tolle Chance, EDITION F einem ganz neuen Kreis vorzustellen. Und diese potentiellen Investoren zu begeistern, aber auch zu überzeugen. Wir informieren unsere Nutzer aber natürlich und freuen uns, wenn sie sich auch finanziell einbringen.

Klaus-Martin Meyer: Welche Exit-Optionen könnt Ihr den Companisten anbieten? Könnt Ihr nur bei Springer landen oder gibt es andere Möglichkeiten?

Susann Hoffmann: Dass Dr. Mathias Döpfner im Video ein Statement zum Potential von journalistischen Geschäftsmodellen und zu EDITION F abgibt zeigt in erster Linie, dass auch große Verlage an neuen Formaten und Ideen Interesse haben und EDITION F bereits eine gute Sichtbarkeit auch hier erreichen konnte. Sicher ist ein Verlagshaus – ob nun Axel Springer oder andere Häuser in Deutschland – eine Exit-Option. Aber wir sind auch ein Netzwerk mit spezifischer Zielgruppe, die ein großes Umsatzpotential bietet – und das ist sicher nicht nur für Verlage spannend.

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