Interview mit Mustafa M. Azim zum Crowdfunding für smartvie auf FunderNation

smartviewKlaus-Martin Meyer: Herr Azim, Sie sind Geschäftsführer bei smartvie. Könnten Sie sich und Ihre Plattform bitte kurz vorstellen?

Mustafa M. Azim: Gerne, ich bin bis 2011 bei einem in der Schweiz basierten Asset-Management- und Consulting-Unternehmen angestellt gewesen. Im Mai 2010 habe ich mein Studium der internationalen BWL u.a. mit Hauptfach in Finanzwesen in Paris absolviert. Außerdem habe ich ein VWL-Diplom an der University of London (LSE) erlangt und in der Vergangenheit Erfahrungen im Software-Bereich gesammelt.

Gemeinsam mit meinen Mitgründern war es unsere Idee online Händlern eine alternative Verkaufsplattform zu bieten. Studien, Statistiken und einige hunderte Gespräche bestätigen uns darin, dass diese nötig ist. Deshalb haben wir smartvie gegründet und ermöglichen online Händlern einen „Full-Service“, das heißt sie erhalten eine Komplettlösung von der Artikelintegration bis zur Vermarktung. Dabei gibt es nahezu keine Wechsel- oder Umstellungskosten, eine hohe Reichweite, und niedrigere Gebühren. Außerdem helfen wir bei der Endkundenbetreuung, was heißt, dass Käufer immer einen Ansprechpartner haben (und nicht zu hören bekommen „dafür sind wir nicht zuständig“) wobei Händler weniger Arbeit haben. Sicherheit ist uns ebenso wichtig, so dass alle Anbieter geprüft werden.

Klaus-Martin Meyer: Sie haben bereits in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht mit einem Crowdfunding. Was können Sie und davon berichten an positiven oder auch durchwachsenen Erfahrungen? Interessant in diesem Zusammenhang auch, wie Sie den Marketing-Effekt einschätzen?

Mustafa M. Azim: Positiv ist natürlich, dass junge Unternehmen, die keine „typischen“ Sicherheiten bieten, an Kapital kommen. Gleichzeitig ist eine Kampagne immer mit einem hohen Zeitaufwand und mit gewisser Anstrengung verbunden, das heißt vor, während und nach der Kapitalakquise. Der Marketing-Effekt ist erst einmal von limitierter Dauer, das heißt er muss dann natürlich aufrecht erhalten werden.

Klaus-Martin Meyer: Nun akquirieren Sie wieder Kapital auf einer noch jungen Plattform. Warum haben Sie sich für FunderNation entschieden?

Mustafa M. Azim: Hinter FunderNation steht ein starkes Team mit viel Erfahrung. Das haben wir bereits vor Kampagnenstart gesehen (z.B. bei der detaillierten Analyse und Prüfung). Das gibt Investoren natürlich ein Stück an Sicherheit. Gleichzeitig steht ein weitreichendes Netzwerk hinter den FunderNation Gründern, was ebenfalls für uns interessant gewesen ist.

Klaus-Martin Meyer: Können Sie potentiellen Anlegern auch etwas über die geplante Mittelverwendung sagen?

Mustafa M. Azim: Diese stützt sich effektiv auf drei Pfeiler: Marketing/Werbung, IT bzw. Entwicklungsinvestitionen, Betriebsmittel & Reserve

Klaus-Martin Meyer: Es hat bereits die ein oder andere Insolvenz von Crowd finanzierten Marktplätzen gegeben. Warum wird es bei Ihnen besser laufen?

Mustafa M. Azim: Weil wir den Proof of Concept bereits haben und beweisen konnten, dass das Konzept funktioniert. Nun müssen wir die Entwicklung weiter ausbauen und in die Skalierung gehen, also den „Start“ Knopf drücken. Dank unserer Zahlungs- und Sicherheitsmechanismen ist die Retourenquote außerdem stets niedrig, was das Konzept tragfähig macht.

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