Crowdstreet (reward based) Crowdfunding-Plattform des Jahres 2014: Out of X

Out of XReward Based Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo werden aus Sicht der Redaktion immer eine Berechtigung haben. Diese haben belegt, dass sie in der Lage sind, auch großen Projekten Leben einzuhauchen, die es ohne Crowdfunding nie gegeben hätte. Kickstarter & Co. können aber regelmäßig nur aufgrund ihrer internationalen Reichweite die Projekte zum Ziel führen. Ein Nachteil der Universalplattformen ist, dass diese keinen thematischen Focus haben. Aufgrund dieser Unzulänglichkeit gibt es kaum zwingende Gründe einfach so von Zeit zu Zeit auf der Plattform vorbeizuschauen, um nach neuen interessanten Pitches zu stöbern. Dies sollte bei Plattformen wie z.B. Spielschmiede (Gesellschaftsspiele), Sandawe (Comics), SellaBand (Musik) oder Unbound (Bücher), die einen klar umrissenen inhaltlichen Focus und User mit emotionalem Bezug haben, anders sein.

Mode könnte Killer-Thema für spezialisierte Crowdfunding-Plattformen sein

Ein Thema, das wie kaum ein zweites geeignet sein sollte, für spezialisierte Crowdfunding-Plattformen entdeckt zu werden, ist die Mode. Mode geht jeden an, es weckt bei vielen Menschen (nicht nur Fashionvictims) Emotionen und in kaum einem persönlichen Bereich wird nach mehr Individualität getrachtet. Dazu gibt es einen fortlaufenden Beschaffungsbedarf. Gleichzeitig ist die Modeindustrie auf Massenproduktion ausgerichtet und die vermeintlichen Ausdrucksmöglichkeiten mit Hilfe von Kleindungsstücken werden nur noch über Imagebildung mit Hilfe von Werbung herbeikommuniziert. Die “Mode” selber entstammt dann den Sweatshops in Fernost. Wer mit Hilfe von Fashion einen wirklich individuellen Auftritt zu erzielen trachtet, der wird eher nach kleinen Stückzahlen streben als nach Weltmarken, die nicht mehr selber produzieren, sondern nur noch Kleidungsstücke signieren

.Out of X

Crowdfunding könnte neue Mode in der Mode werden!

Wie wäre dagegen eine Modewelt, in der ähnlich wie in der Popmusik immer neue Designer-Stars geboren werden und es jeden Tag ein neues One-Hit-Wonder gibt. Wo die Konsumenten die Designer zu den Stars durch ihren Einkauf machen? Kommen genügend Unterstützer zusammen, geht ein Kleindungsstück auch in kleinen Produktionsmengen erst in Arbeit.

Tatsächlich gibt es bereits diverse Mode bezogene Crowdfunding-Plattformen. Auch in der Vergangenheit hat es schon ähnliche Ansätze z.B. bei T-Shirt Communities (LaFraise, Threadless) gegeben.

Viel umfassender ist das, was Out of X vorhat. Die Crowdfunding-Plattform will zwei Kanäle bereitstellen. Einerseits einen Absatzkanal für Designer, die ihre Mode auch in kleinen Stückzahlen vertreiben wollen, z.B. wenn sie noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Andererseits will man für die Designer Datenbanken auf verschiedenen lokalen Märkten etablieren, damit diese vor Ort Produzenten finden und auswählen können. Durch den Vergleich der Anbieter sollen nebenbei – auch bei Produktion vor Ort -, die Kosten möglichst stark gesenkt werden.

Wenn es Out of X gelingt, nicht nur die kritische Masse an Usern auf die Plattform zu locken, dann könnte ein solcher Marktplatz wahrlich helfen, die Modeindustrie zu revolutionieren und gleichzeitig wieder auf ein ähnlich exklusives Niveau zu bringen, wo sie einmal war, als nämlich Kleindungsstücke erst produziert wurden, wenn sie nachgefragt wurden. Gleichzeitig könnte eine solche Plattform der (noch) existierenden lokalen Textilindustrie auch in westlichen Ländern einen frischen Vitaminstoß verpassen. Man darf gespannt sein, ob das gelingen wird.

Als kleinen Vertrauensvorschuss verleiht die Redaktion stellvertretend für alle Player im Bereich Mode-Crowdfunding Out of X den Titel “Crowdstreet (reward based) Crowdfunding-Plattform des Jahres 2014”

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