Crowdfunding-Plattformen verlängern ihre Werkbank

NeuewegeZwei gänzlich unterschiedliche Crowdfunding-Plattformen vermelden dieser Tage, dass sie neue Dienstleistungen anbieten und damit ihr Geschäftsmodell erweitern. Die eine Plattform ist der Dinosaurier unter den reward based Crowdfunding-Marktplätzen nämlich Indiegogo. Die Pioniere aus den USA entwickeln ihre Plattform in Richtung eCommerce weiter, während GamCrowd im UK zum Incubator mutiert.

Mit InDemand wird Indiegogo zum konventionellen eCommerce-Dienstleister

Mittels einer Shopfunktionalität mit dem Code-Namen InDemand können erfolgreiche Crowdfunder anschließend ihre Produkte über die Plattform vertreiben. Indiegogo verlängert seine Monetarisierungsmöglichkeiten in die Vertriebsphase nach der Schwarmfinanzierung. Während der Testphase hat Indiegogo eigenen Angaben zufolge bereits Umsätze im siebenstelligen Bereich erzielt. Insbesondere für Projekte, die keine eCommerce- und/oder Onlinemarketing-Expertise haben, sollte die Dienstleistung von Indiegogo ein sinnvoller Ansatz sein, zumal die Monetarisierung der Projektseite mit Hilfe von InDemand auf der Zeitschiene nach hinten verlängert werden kann.

GamCrowd verfolgt Incubator-Ansatz

Eine gänzlich andere Crowdfunding-Plattform ist GamCrowd. Diese ist ein sehr spezialisierter (equity based) Crowdfunding-Marktplatz im UK. GamCrowd finanziert StartUps aus dem Gaming- bzw. Gambling- (also dem Glücksspiel-) Sektor. GamCrowd teilte heute mit, dass man die Plattform um ein Incubator-Angebot erweitert:

“The programme sees GamCrowd directly offer a range of value-added provisions and resources to better prepare start-ups and assist with the process of crowdfunding through GamCrowd. Companies will enter the GamCrowd Incubator process in return for equity in the business.

Participating start-ups can immediately benefit from a full appraisal of their business model, in addition to targeted introductions, marketing advice and ongoing support. GamCrowd may also inject SEIS (Seed Enterprise Investment Scheme) funds and/or other forms of pre-crowdfunding capital as well as recommend partners and/or potential suppliers who may also provide services, such as web development, in return for equity.”

Auch dieser Ansatz ist bedenkenswert. Die Plattformbetreiber haben einige Expertise in der Branche. Da man sich mit Equity bezahlen lässt, könnte der Anreiz von Seiten der Crowd für ein Investment steigen, sofern ein Startup den Incubatorservice in Anspruch nimmt, da die Plattform sich zusätzlich engagiert und damit auch ein bemerkenswertes Commitment demonstriert.

Fazit: Die beiden Beispiele könnten unterschiedlicher kaum sein. Dennoch belegen diese, dass sich die Plattformen Gedanken darüber machen, wie man das eigene Geschäftsmodell erweitern kann.

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