„Für uns war schon zum Zeitpunkt der Gründung von CONDA klar, dass wir nicht nur in Österreich aktiv sein wollen“ – Interview mit Daniel Horak zum Zusammengehen mit Mashup Finance

CondaKlaus-Martin Meyer: Daniel, Du bist bei CONDA zuständig für Marketing und Vertrieb. Könntest Du dich und CONDA bitte kurz vorstellen?

Daniel Horak: CONDA gibt es nun seit März 2013 und wurde von Paul Pöltner und mir gegründet. Paul ist gelernter Steuerberater und hat in Hinblick auf seine universitäre Ausbildung sowohl technischen als auch betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Vor seiner Steuerberatertätigkeit hatte er ein Unternehmen für IT-Services. Ich selbst habe auch eine technischen und betriebswirtschaftlichen Hintergrund und habe vor mehreren Jahren bereits ein Startup im Bereich Künstliche Intelligenz gegründet – darüber hinaus habe ich mehrere Jahre im IT-Consulting und der Unternehmensberatung gearbeitet. Ich unterrichte an diversen Fachhochschule und Universitäten zum Thema Unternehmensgründung und –finanzierung und bin im Vorstand des Vereins „AustrianStartups“ – der österreichweiten Interessensvertretung für Startups.

CONDA wurde von uns von Anfang an mit dem Anspruch gegründet Crowdinvesting als Ergänzung zu bestehenden Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten am Markt zu positionieren und etablieren – in Österreich haben wir hier eine Vorreiterrolle eingenommen und sind hier die mit Abstand größte Plattform am Markt.

Klaus-Martin Meyer: Ab sofort geht Ihr einen gemeinsamen Weg mit Mashup Finance aus München. Das hört sich nach einem Bündnis für eine Alpenrepublik an?

Daniel Horak: Richtig! Unsere Strategie war von Anfang an nicht nur am österreichischen Markt präsent zu sein und in Mashup Finance haben wir einen Partner gefunden der nicht nur inhaltlich sondern auch von der gesamten Unternehmensphilosophie hervorragend zu uns passt. Und ja – eine Alpenplattform – ist schon aufgrund der Sprache und vorhandenen kulturellen Überschneidungen naheliegend – trotzdem ist uns Regionalität wichtig, weshalb wir hier eben den Weg der Partnerschaft gewählt haben.

Klaus-Martin Meyer: Ist der österreichische Markt zu klein, um das Geschäftsmodell einer CF-Plattform erfolgreich zu etablieren?

Daniel Horak: Für uns war schon zum Zeitpunkt der Gründung von CONDA klar, dass wir nicht nur in Österreich aktiv sein wollen – ich denke dass es sehr wohl auch Möglichkeiten gibt in kleineren Märkten erfolgreich zu sein – die Frage ist einfach immer der eigenen Strategie und Positionierung. CONDA möchte Landesgrenzen ganz bewusst auch überschreiten und hier zeigen dass auch dies möglich ist.

Klaus-Martin Meyer: Welche Volumina haltet ihr für Euch in der DACH-Region für realistisch und welche Gewichte werden die Einzelmärkt erbringen können?

Daniel Horak: Wir haben in Österreich, einem rund 10x kleineren Markt wie Deutschland, gezeigt, dass wir bereits innerhalb unseres ersten Jahres mehr als € 1. Mio an Kapital für Startups bewegen können – daher ist aus meiner Sicht auf jedem Markt noch erhebliches Potential vorhanden. Es wird jedoch entscheiden sein, wie das Thema sich generell etablieren wird – bleibt es eine Nischenerscheinung oder wird es Commodity – dies ist ganz stark von Gesetzgebung, Öffentlichkeit, Plattformen und schlussendlich auch vom Erfolg der Unternehmen/Investments abhängig.

Klaus-Martin Meyer: Was können die Anleger in den kommenden Monaten erwarten?

Daniel Horak: Wir arbeiten aktuell unter Hochdruck an Neuerungen in diversen Bereichen – dies beinhaltet natürlich stetig neue Projekte, heißt aber auch Veränderungen an der Plattform und auch neue innovative Konzepte im Bereich Crowdinvesting – möchte hier aber aktuell noch nicht zu viel verraten – aber ich freue mich schon sehr und bin gespannt auf die Resonanz aus der Community.

Klaus-Martin Meyer: Ist das neue Vehikel auch eine Option eine mögliche ungünstige Regulierung in Deutschland zu umgehen?

Daniel Horak: Nein! Denn die rechtlichen Gegebenheiten lassen dies auch gar nicht wirklich zu – das wäre aus meiner Sicht auch das falsche Signal an die Politik. Wir führen in Österreich einen sehr offenen Dialog mit der Politik, die sich Ihrer Verantwortung durchaus bewusst ist und wo ich überzeugt bin, dass sich die Rahmenbedingungen eher verbessern als verschlechtern. Ich hoffe dass dies auch in Deutschland der Fall sein wird – auch hier suchen wir die Gespräche um eine positive Entwicklung voran zu treiben.

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