Interview mit Julian Peters zum Companisto-Funding für Jaimie Jacobs

Jaimie-JacobsKlaus-Martin Meyer: Julian, Du bist Gründer von Jaimie Jacobs. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Julian Peters: Sehr gerne. Ich bin einer der beiden Geschäftsführer und Gründer von Jaimie Jacobs. Nach meinem BWL Studium und vor meiner Zeit bei Jaimie Jacobs war ich im Investment Banking tätig. Seit 2013 leite ich gemeinsam mit Florian Tremmel die Geschicke von Jaimie Jacobs.
Jaimie Jacobs ist ein neues Model-Label für hochqualitative Lederschuhe. Das besondere an unseren Schuhen ist, dass unsere Kunden diese selbst designen können. Mit Hilfe unseres 3D Designers geht das kinderleicht. Mit nur wenigen Klicks können sich unsere Kunden den perfekten Schuh zusammenstellen. Ein perfekter Schuh muss natürlich auch perfekt passen, daher bieten wir alle Größen in drei verschiedenen Breiten an. Und obwohl jeder Schuh in Handarbeit nach den Spezifikationen unserer Kunden stets individuell angefertigt wird, liefern wir das Unikat nach nur 2-3 Wochen.

Klaus-Martin Meyer: Welche Vorteile erwachsen Euch aus der Teilnahme am Accelerator-Programm von ProSiebenSat1?

Julian Peters: Neben sehr guten Coaching- und Mentoring-Sessions erhält man als Teil des ProSiebenSat.1 Accelerators von Tag eins an Zugang zum mächtigen Netzwerk des ProSiebenSat.1 Konzerns. Egal ob intern oder extern, egal ob Praktikant oder Top-Management, wenn man mit jemanden aus dem Netzwerk in Kontakt treten will, dann wird dies ermöglicht. Dies sehen wir als enormen Vorteil – da es eben doch sehr oft vor Allem auf die richtigen Kontakte ankommt.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr Euch für ein Crowdfunding entschieden? Welche Vorteile hattet Ihr bei der Vorbereitung aus dem Sachverhalt, dass
Ihr den Pitch quasi im Tandem mit einem zweiten Startup durchführt?

Julian Peters: Wir halten Crowdinvesting für eine sehr spannende Investmentform. Abgesehen von der Finanzierung bietet uns diese Art der Kapitalbeschaffung die Möglichkeit eine Community, um unser Produkt herum aufzubauen. Jeder Investor ist nicht nur gleichzeitig ein potenzieller Kunde sondern auch ein Multiplikator der Jaimie Jacobs in seinem Netzwerk bewirbt. Somit erhält man nicht nur Kapital sondern auch beachtliche Marketing-Effekte.

Aus der Tandem-Situation haben sich für uns bei der Vorbereitung eigentlich keinerlei Vorteile ergeben. Jedes der beiden Startups hat sich, wie alle anderen Startups davor auch, um seinen eigenen Pitch separat gekümmert. Synergien konnten hierbei nicht gehoben werden.

Klaus-Martin Meyer: Als Repräsentant der „Gammelfleischgeneration“ kann ich mich daran erinnern, dass Adidas in den 80er Jahren weiße Turnschuhe mit Spezialfilzstiften verkaufte, die man dann selber anmalen konnte. Das Ganze hat nicht lange überlebt. Warum sollte man in eine Firma wie die Eure als Crowdinvestor investieren?

Julian Peters: Sehr gute Frage. Zunächst einmal denke ich nicht, dass wir viel mit anmalbaren Sneakers zu tun haben. Unser Anspruch ist vielmehr dem Konsumenten die Möglichkeit zu geben seine Einzigartigkeit durch individualisierbare Produkte zum Ausdruck zu bringen. Das solche Angebote sehr gut am Markt angenommen werden haben bereits einige Unternehmen, wie NikeiD, Levi’s bespoke, mymuesli oder Spreadshirt bewiesen. NikeiD ist dabei so erfolgreich, dass dieser Geschäftsbereich bereits knapp 70% der online Verkäufe des Nike online Stores darstellt. Auch für den Bereich Lederschuhe besteht großes Potential. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company sind 30% aller Online-Shopper sehr interessiert an Produktindividualisierung und möchten solche Angebote gerne in Anspruch nehmen.

Klaus-Martin Meyer: Wie sollen die Mittel aus dem Crowdfunding verwendet werden?

Julian Peters: Das eingesammelte Kapital werden wir für den Marketing-Rollout im deutschsprachigen Raum und für die Erweiterung unseres Produktportfolios um weitere Ledergüter verwenden.

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