Kann man Sepp Blatter per Crowdfunding verhindern?

flag-imageUnter dem Claim “Can we have our Game back please?” will Ex-Fußballprofi David Ginola ins Amt des Fifa-Präsidenten segeln und damit den ebenso alten wie umstrittenen Präsidenten Sepp Blatter ablösen. Bei seiner möglichen Kandidatur wird Ginola ausgerechnet von einem irischen Wettanbieter unterstützt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Crowdfunding soll finanzielle Mittel für Kandidatur sicherstellen

Um die – warum auch immer – für die Kandidatur benötigten 2,3 Millionen GBP zu sammeln, hat das Team Ginola auf www.teamginola.com ein Crowdfunding via Crowdfunder.co.uk initiiert. 250.000 GBP wurden vom Start weg vom Wettanbieter Paddy Power für die Initiative entrichtet. Ein Sachverhalt, der durchaus unseriös erscheinen mag. 346 weitere Unterstützer haben (Stand heute Abend) weitere 3711 GBP bereit gestellt. Aufgrund des Sponsorships durch einen Wettanbieter gilt es laut Spiegel aktuell als unwahrscheinlich, dass Ginola die für die Kandidatur erforderliche Unterstützung von mindestens fünf nationalen Fußballverbänden erhält. Aber vielleicht kann man sich diese ja mit den 2,3 Millionen GBP erkaufen…

Dennoch interessantes Crowdfunding

Für den irischen Wettanbieter dürfte sich das Crowdfunding, so es die Zielsumme nicht erreicht, auf jeden Fall auszahlen, vorausgesetzt, es muss David Ginola für die Geschichte nicht ein hohes Honorar bezahlen, denn in vielen Medien wird der Name der Firma werbewirksam genannt. Für den Fall, dass die Summe erreicht wird, eine Kandidatur erfolgreich ist, hat man einen wohlwollenden Präsidenten bei der Fifa, der wie der Fall Blatter belegt, offensichtlich machen kann, was er will. Das worse case Szenario ist ein erfolgreiches Crowdfunding und eine Niederlage bei der Wahl.

Das Crowdfunding fährt inhaltlich auf dem Ticket des Fußballs, wie ihn sich waschechte Fans vorstellen. Ginola ist der ehemaliger, um den Fußball besorgte Profi und kein Funktionär wie Blatter. So etwas werden sich gerade nach den jüngsten Korruptionsskandalen bei der Fifa viele Fans wünschen. Könnte man per Crowdfunding Einfluss auf eine Organisation wie die Fifa nehmen, wäre das sicherlich eine interessante Vorstellung. Man darf gespannt sein, ob so etwas funktioniert.

Ob sich crowdfunder.co.uk mit dem Funding und seiner Nähe zum Glücksspiel bei einer hohen Wahrscheinlichkeit des Scheiterns einen Gefallen tut, sei einmal dahingestellt.

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