„Für uns ist Startnext also eine Möglichkeit den deutschen Markt kennenzulernen und erstes Feedback von potentiellen Konsumenten zu bekommen.“ – Interview zum startnext Crowdfunding für Nixe Bier mit Philip Dirschauer

Nixe_RadlerKlaus-Martin Meyer: Philip, Du bist Geschäftsführer für Nixe Bier in Deutschland. Könntest Du dich und die Brauerei bitte kurz vorstellen?

Philip Dirschauer: Ich bin Philip und für die Expansion unserer Nixe nach Deutschland zuständig. Im Winter letzten Jahres haben wir unsere Tochtergesellschaft, die Nixe Deutschland GmbH, mit Sitz in Hamburg gegründet und somit den Grundstein für unseren Markteintritt gelegt. Low-Carb Biere oder auch Dry Biere genannt waren mir nie fremd, da Gründer Constantin Simon und ich lange Zeit in Australien gearbeitet haben. Die Idee des kalorienärmeren Biers hat Constantin kurzerhand im Flieger von Australia nach Austria mitgenommen. Brauen tun wir in Oberösterreich bei der Privatbrauerei Schloss Eggenberg. Dort beziehen wir auch unsere deutsche Ware, da wir nur österreichische Rohstoffe für unser Bier verwenden.

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt in der Vergangenheit bei Conda bereits Geld eingesammelt und habt auch Erfahrungen mit Business Angels. Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding entschieden?

Philip Dirschauer: Wir denken, dass Crowdfunding ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung und Transparenz bietet. Es hat sich als Finanzierungsinstrument für Bereiche etabliert, in denen sonstige Finanzierungsformen nur sehr schwierig realisierbar sind. Über die Crowd bekommt man direktes Feedback über sein Produkt und kann somit das Potential eines Startups auf dem Markt besser einschätzen.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell versucht Ihr Euch für die weitere Expansion in Deutschland an einem reward based Crowdfunding. Das Fundingziel erscheint nicht besonders hoch. Geht es diesmal nur um Marketing und um bescheidene Umsätze? Warum dieser Weg über startnext?

Philip Dirschauer: Das Prinzip hinter Startnext ist gerade dabei, die Art zu verändern, wie Ideen verwirklicht werden. Denn mit Hilfe von Startnext sind Entwickler nicht mehr auf eine Finanzierung durch die Bank oder einen Business Angel angewiesen. Sie müssen nur noch ihre Fans und Kunden davon überzeugen, dass sie ihr Produkt wirklich brauchen. Für uns ist Startnext also eine Möglichkeit den deutschen Markt kennenzulernen und erstes Feedback von potentiellen Konsumenten zu bekommen. Für uns ging es in erster Linie darum unser Bier auf Startnext vorzustellen, Werbung zu machen und Euphorie für unser Projekt zu kreieren.

Klaus-Martin Meyer: Was bekommt die Crowd für ihr Geld. Für das Geld einer 12er Nixe bekomme ich schon einen Kasten Biobier. Welche Story sollte mich aus Deiner Sicht motivieren in Euer Bier zu investieren?

Philip Dirschauer: Die Crowd kann verschieden Dankeschön Pakete buchen, vom 12er, 24er Kasten bis hin zur kompletten Partyausstattung ist alles dabei. Mit jedem gebuchten Paket unterstützt er uns die Fundingsumme zu erreichen. Die Preise für die Pakete auf Startnext sind natürlich immer etwas teurer, als beispielsweise im Handel. Aufgrund der Versand- und Verpackungskosten scheint ein Kasten Nixe Bier relativ teuer, aber man bedenke die Lieferung frei Haus.

Klaus-Martin Meyer: Das Thema Bier ist auf Crowdfunding-Plattformen (equity und reward based) in aller Welt ein großes. Es gibt sogar spezialisierte Crowdfunding-Plattformen für das Craftbiersegment. Warum sind aus Deiner Sicht Bier und Crowdfunding so gute Freunde?

Philip Dirschauer: Ich denke Crowdfunding oder auch Beerfunding genannt ist eine tolle Möglichkeit für die Deutsche Craft Beer Szene ungewöhnliche Biergenüsse zu ermöglichen. Ohne solche Plattformen würde es meist schon am Kapital scheitern. Hat man aber eine tolle Idee, ein super Produkt und eine gute Vermarktung, so ist es gut möglich daraus ein lukratives Geschäftsmodell zu machen. Dann hat auch die BeerCrowd was davon.

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