Newsticker aus dem UK: Man kommt kaum noch hinterher …

Crowdstreet-NewsWährend in Deutschland der Gesetzgeber den Schwerpunkt seiner Aktivitäten im Crowdfunding-Sektor auf den “Anlegerschutz” konzentriert, wird im UK eine neue strategische Industrie mit Unterstützung der Exekutive aufgebaut. Enthusiasten meinen bereits, dass sich “The City” mit Hilfe der Fintech-Startups neu erfindet. Heute gab es sowohl bei den p2p-Firmen als auch bei den Crowdfunding-Plattformen diverse Neuigkeiten. Bei dieser News-Schlagzahl, können die hiesigen Player leider nicht annähernd mithalten.

p2p: Neue Zielgruppenansprache, neue Produkte

Die p2p-Plattform Lending Works hat die Senioren als neue Zielgruppen für sich entdeckt. 52 Prozent aller Kreditgeber auf dem Marktplatz sind 55 Jahre oder älter. Für eben diese Gruppe von Anlegern hat man ab April die folgenden speziellen Angebote kreiert:

  • 1% lending bonus: All new lenders aged 55 and older will receive a complimentary bonus of 1% of the money they lend. This offer runs until 30 April.
  • Dedicated account manager on phone and email: All new lenders aged 55+ will be introduced to a named customer account manager, available on the phone and by email to help them manage their online lending dashboards.
  • Automated monthly income tool: All lenders will have access to a new automated tool allowing them to draw down a pre-selected amount on a monthly basis from the funds that are being repaid by the borrowers, creating a regular source of income.
  • Retirement income calculator: All existing and prospective lenders can go online to use the Lending Works Retirement Income Calculator that forecasts how much they could earn by lending through Lending Works as a replacement for a pension or annuity.

Solche Angebote dürften demonstrieren, dass der Wettbewerb um die Anleger größer wird und dass man sich bei Lending Works proaktiv darauf einstellt.

Der Mitbewerber Funding Empire gab bekannt, dass man in Kooperation mit The Business Lending Exchange mit Assets abgesicherte Kredite anbieten wird. Näheres ist auf p2p-banking.com nachzulesen.

Crowdcube mit “Sprint Programme” und Seedrs bändelt mit Hedge Funds an

Crowdcube besinnt sich trotz immer größerer Crowdfundings seiner eigenen Wurzeln. Mit dem “Sprint Programm” richtet man sich an Startups mit einem Finanzierungsbedarf zwischen 20.000 und 150.000 GBP. Das sind Größenordnungen, wo Anleger bereits in den Genuss von SEIS-Vorteilen gelangen. Das erste Unternehmen, was ein Crowdfunding im Rahmen des neuen Programms realisierte war the Pressery. Die Firma sammelte 150.000 GBP innerhalb von Stunden ein.

Wenn der Marktführer mit Neuigkeiten glänzt, kann der Marktfolger natürlich nicht hinten anstehen. Seedrs vermeldetet heute via Newsletter an die eigenen User, dass man fortan mit HedgeBrunch, einem globalen Netzwerk von Hedgefund Managern und “alternative investment professionals” zusammenarbeite, um den Mitgliedern die Welt des equity crowdfundings näher zu bringen.

Und auch öffentliche Stellen mischen mit…

Während sich – wie gelesen – die verschiedenen Crowdfunding-Player in ihren jeweiligen Märkten positionieren, ist auch die Regierung nicht untätig. Diese gab bekannt, dass man einen zwei Millionen GBP “p2p impact fund” aufgelegt habe. Diese finanziellen Mittel sollen sozialen Organisationen und gemeinnützigen Unternehmen über p2p-Marktplätze und Crowdfunding-Plattformen zufließen. Der Fund will neben der finanziellen Unterstützung der genannten Organisationen erreichen, dass sich mehr Menschen für den sozialen Investment-Markt interessieren.

Auf die Gefahr hin, dass es an dieser Stelle Gebetsmühlen artig rüber kommt. Insbesondere die Regierung im UK bereitet ein Feld, auf dem die Finanzindustrie der Zukunft gedeihen kann. In Deutschland dagegen ziehen scheinbar Politik, “Verbraucherschutz”-Vereine und die old economy Banken an einem Strang, um eben diese Zukunft aufzuhalten.

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