Mit Crowdfunding inspirierten Ansatz Firmenwert von 70 Millionen GBP erreicht

NakedWinesAn dieser Stelle muss eine Meldung nachgereicht werden, die – warum auch immer – der Redaktion vor ein paar Wochen durch gegangen ist. Am 10. April verkündete die britische Wirtschaftspresse, dass der Online-Weinhändler Naked Wines für spektakuläre 70 Millionen GBP vom Weinkonzern Majestic Wines übernommen wurde. Gleichzeitig wurde der Gründer von Naked Wines Rowan Gormley zum neuen Chef von Majestic Wines.

Naked Wines erst seit 2008 am Markt

Majestic Wines zahlt für die Crowdfunding-inspirierte eCommerce-Plattform Naked Wines 50 Millionen GBP in Cash und 20 Millionen GBP in Aktien. Auf Crowdstreet wurde bereits ausführlich auf Nacked Wines eingegangen. Sofern sich übrigens an den Gesellschafterverhältnissen seit 2013 nichts getan hat, profitiert auch ein deutsches Weinhandelshaus von der Übernahme. Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Crowdfunding ein mächtiges Instrument ist, um auch den klassischen eCommerce in relevante Umsatzgrößenordnungen zu hebeln. Die liquiden Mitteln von Magestic Wines sollen nun helfen, das Geschäft weiter auszubauen. Dieses soll inhaltlich vollkommen unabhängig von Magestic passieren. Einzig im Bereich Logistik könnte es zukünftig Kooperationen geben.

Was fehlt Naked Wines bisher?

Es bleibt zu hoffen, dass Naked Wines den Crowdfunding-Gedanken mit den zusätzlichen Mitteln weiter intensiviert. Eine interessante Ergänzung wäre ein Lagerservice, der es den Usern ermöglicht, den Wein nicht nur einzulagern, sondern der es Naked Wines möglich macht, einen Sekundärmarkt zu etablieren, auf dem “Angels” die Weine wie auf einer Börse handeln können. Dies würde ein zusätzliches interessantes Element darstellen. Zudem könnte ein solches spekulatives Element den Absatz der Weingüter tendenziell steigern, die von den Angels gefördert werden.

Interessanterweise schreibt die Wirtschaftswoche in ihrer gestrigen Ausgabe, dass die Weinhandlung Carl Tesdorpf, die zur Hawesko gehört, eine solche Handelsplattform aufbauen möchte. Die Gewinne auf einer solchen Plattform wären nach Jahren in Deutschland sogar steuerfrei. Aus der Sicht eines Crowdinvestoren eine interessante Vorstellung. Naked würde sein Geschäftsmodell um Einnahmen aus dem Börsenhandel erweitern.

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