Interview mit Michael Spitzbarth (CEO bleed clothing) zum aktuellen startnext-Crowdfunding „Montado Black Edition – eco vegane Streetwear aus Kork!“

bleedKlaus-Martin Meyer: Michael, Du bist CEO bei bleed clothing. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Michael Spitzbarth: Ich habe die Firma bleed vor 7 Jahren gegründet und wir sind mittlerweile zu einer der bekanntesten Marken für öko-faire Bekleidung herangewachsen. Was uns auszeichnet ist auf jeden Fall unsere Materialvielfalt in der Kollektion und die Funktionalität einiger Materialien, die sich auch für den sportlichen Einsatz eignen. Hier noch eine kurze Company Profile: Hier ist der Name Programm – bleed. Denn für unsere Produkte muss niemand bluten. Weder Mensch, Tier noch Natur. Ein Anspruch, wie er simpler nicht sein könnte. Keine Qual, kein Mord, kein Gift.

Das ist sozusagen ungeschriebenes und einziges Gesetz bei bleed und damit fest in Produktion und Lieferkette verankert. Ökologisch, vegan und fair produzierte Sport- und Streetwear, aus dem Herzen von Oberfranken. Hier, in der beschaulichen Textilschmiede Helmbrechts, wurde bleed vor sechs Jahren zum Leben erweckt und bleibt hier auch bis heute verwurzelt. Never forget where u´re coming from! Mittlerweile sind wir ein Team von sieben Leuten, die nicht nur zusammen designen und die Klamotten vertreiben, sondern sie auch selbst zahlreichen Härtetests unterziehen.

Denn neben einem nachhaltig geprägten Lifestyle sind wir noch durch eine weitere Passion miteinander verbunden, den Sport. Sei dies nun Skaten, Surfen, Snowboarden, Skifahren, Biken, Longboard fahren, Klettern oder Laufen. Der Sport gehört zu uns wie das Salz auf die Pommes und das Bier zum Feierabend. Und die Natur ist dabei unser selbst ernannter Lieblingsspielplatz. Also ob nun auf dem Brett in Helmbrechtser Skatepark, beim Klettern in der fränkischen Schweiz oder auch beim Surfen an unterschiedlichen Spots der ganzen Welt. Die bleed Produkte sind immer mit dabei und müssen jeder Situation Stand halten und auch schlechtem Wetter trotzen. Denn wie heißt es so passend, es gibt kein schlechtes Wetter…man braucht nur die richtige Kleidung!

Klaus-Martin Meyer: Aktuell habt Ihr bei Startnext ein Crowdfunding am Laufen. Was hat es damit auf sich?

Michael Spitzbarth: Das Crowdfunding ist recht ungewöhnlich. Wir hätten uns als schon bestehende Company ja auch einen Kredit von der Bank holen können. Allerdings wollen wir als „family business“ weiterhin unabhängig von Investoren und Banken bleiben, deshalb der Schritt eine neue Produktidee über die Crowd zu finanzieren. Und da das Material Kork im Einkauf schon pro Meter 50 Euro kostet, müssen wir direkt an den Endkunden gehen, dass dieses tolle ökologische Produkt erschwinglich bleibt und so nicht nur einer kleinen Zielgruppe vorbehalten bleibt!

Klaus-Martin Meyer: Welchen Beitrag kann die Kork-Produktlinie zur Erhalt der Korkeichen-Kulturen beitragen?

Michael Spitzbarth: Vor allem ist dieses Projekt auch gutes Marketing und zwar nicht nur für uns, sondern auch für die Korkbauern und die Korkindustrie, die in den letzten Jahren durch die Kunststoff-Lobby extrem gelitten haben.

Klaus-Martin Meyer: Wie schätzt Du grundsätzlich das Potential von Crowdfunding ein, um Produzenten oder Einzelhändlern zu helfen, neue innovative Produktlinien für das Kerngeschäft zu etablieren? Wir stark kann dabei die Stammkundschaft eingebunden werden?

Michael Spitzbarth: Ich halte hier das Potential von Crowdfunding für enorm, allerdings nur wenn die Produktidee wirklich gut und innovativ ist. Es sind in den letzten Monaten ja auch in unserer Branche so viele Crowdfundings gescheitert, da schlicht und einfach nicht die notwendigen USPs gegeben waren. Stammkunden und natürlich unsere schon in den letzten Jahren aufgebaute Community lassen sich über Crowdfunding mehr als gut einbinden!

Klaus-Martin Meyer: Abschließend die Frage, warum habt Ihr Euch für startnext entschieden. Dieser Tage startet ja die deutschsprachige Version von Kickstarter.

Michael Spitzbarth: Das lag eigentlich an unserem langjährigen Fotografen und Projektmanager für das Crowdfunding Kristoffer Schwetje, der sich um alles gekümmert hat und vorher schon zwei Projekte auf Startnext als begleitender Fotograf mit betreut hat. So war er hier schon eingearbeitet und konnte uns super unterstützen!

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