Interview mit Susanne Boss (Boss Sports GmbH) zum aktuellen bankless24-Crowdfunding

bosssportsgmbhKlaus-Martin Meyer: Frau Boss, Sie sind die Gründerin und Geschäftsführerin der Boss Sports GmbH. Könnten Sie sich und ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Susanne Boss: Durch meine langjährige Erfahrung in der cross skating Szene hatte ich die Idee, einen eigenen cross skater – die FLEET skates® – in Deutschland zu entwickeln und auch in Deutschland herstellen zu lassen. 2011 haben wir die boss sports gmbh gegründet und die FLEET skates® nach einer intensiven Testphase mit Prototypen und einer Vorserie an den deutschen Markt gebracht. Wir haben bis heute an die 1000 Paar FLEET skates® verkauft und wissen, dass wir ein sehr gutes Produkt mit enormen Potential am Start haben. Dies bestätigen uns auch unsere Kunden. Ich habe in den letzten Jahren an die 300 cross skating Trainer in unserer boss sports akademie ausgebildet. Zudem sind an Universitäten aktiv und unser Ziel ist es, diesen tollen Sport europaweit bekannt zu machen.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollen Sie einen gewissen Kapitalbedarf über die Crowd akquirieren. Ginge es zur Zeit nicht günstiger und weniger aufwändig über die Hausbank?

Susanne Boss: Was wir bisher mit Crowdfunding erlebt haben, ist wirklich spannend und die positive Resonanz überrascht uns jeden Tag. Man macht sich dadurch viel mehr Gedanken über das Produkt – mehr noch über den Markt und die Kundenerwartungen. Dies ist sehr viel intensiver als jedes Gespräch mit der Hausbbank. Dadurch werden wir auch transparenter für jeden Kunden und dann auch für jeden Investor. Schließlich stehen wir jedem gegenüber in der Verantwortung und genau diese Verantwortung nehmen wir besonders ernst.

Klaus-Martin Meyer: Für 1000 Euro kann der Investor zusätzlich 10% Nachlass auf die Skates erhalten. Der Nachlass steigt bis zu 30% bei 5000 Euro. Sind die Margen so schlecht oder ist der Nachlass für die Investoren, die ja vermutlich sehr motivierte Multiplikatoren sind, nicht etwas „schottisch“ ausgefallen. Oder anders gefragt: Warum haben Sie die Prämien konstruiert, so wie Sie sie konstruiert haben.

Susanne Boss: Vielen Dank für diese Frage! In der Tat haben wir uns intensive Gedanken über die Gestaltung unserer Nachlass-Aktion gemacht. Der Grundgedanke war dabei, dass wir für jeden Investor einen zusätzlichen Anreiz schaffen, den der Einzelne auch sofort im Geldbeutel spürt. Zum anderen war es uns wichtig, kaufmännisch seriös zu handeln. Schließlich ist es unser Ziel, die Wirtschaftlichkeit von boss sports voranzubringen. Von diesem Vorteil profitiert ja dann auch jeder Investor direkt.

Klaus-Martin Meyer: Wie sieht es mit der Mittelverwendung aus. Welche Baustellen werden zuerst angegangen?

Susanne Boss: Unsere wichtigsten Themen für diese Dynamik sind:
– Die Ausweitung des Warenlagers, um noch schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können.
– Gezielt ausgewählte Messeauftritte, um uns vor einem noch breiteren Publikum zu präsentieren.
– Wir werden zukünftig ein mehrstufiges Vertriebskonzept einführen. Hierbei sind Exklusiv-Fachhändler ein wichtiger Baustein. Diese gilt es besonders zu stärken und zu unterstützen.
– Die Überarbeitung unserer gesamten IT-Infrastruktur: Dies erhöht die Prozess-Sicherheit, wir können damit gezielter den Markt bearbeiten und damit noch besser auf Kundenwünsche reagieren.

Klaus-Martin Meyer: Welche Unterstützung erhoffen Sie sich von der Crowd über das finanzielle hinaus?

Susanne Boss: Die Aufmerksamkeit bis jetzt ist schon riesig! Damit erweisen wir ja auch dieser faszinierenden Sportart Cross Skating eine besonderen Dienst. Zur Erinnerung: Cross Skating ist enorm gesundheitsfördernd, findet in der Natur statt und ist ein geniales Ganzkörpertraining. Damit haben wir neben dem Interesse für boss sports ein gesellschaftlich wertvolles Ziel erreicht, was ja wiederum allen Sportinteressierten und die es noch werden wollen, zu Gute kommt.

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