Per Crowdfunding in Zukunft des Fußballnachwuchses investieren: Interview zum Start von KICKRS.NET mit Maximilian Ruf

kickrs.netKlaus-Martin Meyer: Maximilian, Du bist als Head of Business Development bei KICKRS.NET aktiv. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen?

Maximilian Ruf: Bei KICKRS.NET bin ich für den Bereich des Business Development zuständig. Hierbei fallen derzeit vor allem das Produkt (da wir noch keinen Head of Product haben) und die Club Akquise unter meine Verantwortungsbereiche.

Der Ursprung von KICKRS.NET lässt sich wie folgt erzählen: Vor circa einem Jahr trafen sich die drei heutigen Geschäftsführer (Elena de la Fuente, Daniel Hildebrand und Christoph Hornung) in München, dabei teilten sie neben der sehr erfolgreichen Karriere in der Consulting-/Banking-und Fußball-Branche einen Gedanken und ein Ziel: Die digitale Modernisierung zu nutzen, um die Fußballindustrie zu revolutionieren.
Unser Modell dabei basiert auf Crowdfunding-Kampagnen, um die international vielversprechendsten jungen Talente zu fördern. Damit gibt KICKRS.NET Fußballfans die einmalige Gelegenheit, aktiv in die Zukunft der besten jungen Spieler zu investieren – und an der attraktiven Wertsteigerung dieser Branche zu profitieren.

Klaus-Martin Meyer: Fußball ist eine sehr emotionale Angelegenheit und Vereine wie der VFL Osnabrück in Deutschland oder der SD Eibar in Spanien haben große Summen im Rahmen von Crowdfundings zusammengebracht. Warum ist das CF-Prinzip geeignet, es auf die Spielermärkte im Profibereich zu übertragen?

Maximilian Ruf: Etablierte Clubs haben traditionell eine große, emotional stark gebundene Anhängerschaft und besitzen ein sehr interessantes Produkt. Auf der einen Seite stellt sich also nun die Frage, wie man die Mitglieder dieser Gemeinschaft neben dem Stadionbesuch, Fan-Artikel Verkauf oder bezahlter Mitgliedschaft in den Verein – vor allem digital – einbindet. Auf der anderen Seite gibt es den stetig wachsenden Transfermarkt (CAGR 11%), wobei vor allem Spieler zwischen 18-23 Jahren, mit durchschnittlich 400%1) Marktwertsteigerung, beachtliche Wachstumspotentiale bieten. Somit steht potentiellen Anlegern einer CF-Kampagne im Profifußballbereich und Fußball-Fans ein Entertainmentprodukt mit interessanten finanziellen Renditechancen gegenüber und ganz ehrlich ich persönlich würde 10mal lieber mein übriges Geld in einen Fußballspieler investieren, dem ich wöchentlich bzw. sogar täglich live zu schauen könnte, als in ein Start-up, von dem ich eigentlich meilenweit weg bin.

1) source: transfermarkt.de.

Klaus-Martin Meyer: Kannst Du bitte einmal ausführlich erklären, worin genau der Investor investiert. Liest man sich die Fallunterscheidungen mit den Szenarien und Cash-/No Cash-Events durch, entsteht der Eindruck, dass man eher in ein Zertifikat als in ein Darlehen investiert?

Maximilian Ruf: Der Investor investiert in Form eines partiarisches Nachrangdarlehen in die Marktwertentwicklung eines Fußball Talents. Der Prozess läuft wie folgt: 1. Investor gibt Geld in Form des Nachrangdarlehen an ein SPV (Special Purpose Vehicle) 2. SPV reicht das Geld an den Verein weiter 3. Der Verein zahlt im Falle eines Cash Events (zb. Transfer des Spielers) das Geld plus Rendite zurück. Es handelt sich hierbei klar um ein Darlehen, da im Falle eines Zertifikats Rechte entstehen würden, die es in unserem Fall nicht gibt und auch nicht geben darf.

Klaus-Martin Meyer: Das Thema Fußball sollte emotional genug sein, dass es interessant wäre, sofern die Fußballfans unter den Anleger sich auf der Plattform auch austauschen können. Dies war z.B. auf der Webseite der Crowdfunding-Communtiy myfootballclub.co.uk eine tolle Sache. Auch ein Sekundärmarkt könnte so etwas wie das Salz in der Suppe sein. Gibt es diesbezüglich Planungen?

Maximilian Ruf: Klar, unser Hauptfokus liegt, jetzt nach der Aufbauphase, auf der Community. Wir selber sind fast jeden Tag – neben dem Geschäft – am diskutieren, welcher Spieler eigentlich wie viel wert ist, ob er unter- oder überbewertet ist. Das macht den Reiz aus und das wollen wir natürlich in unser Produkt packen. Jedoch ist uns, wie jedem Start-Up, noch nicht ganz klar wo die Reise hingeht, und da darf uns gerne durch Anregungen, Wünsche und/oder Feedback geholfen werden!

Klaus-Martin Meyer: An Eurer Plattform ist noch etwas anderes bemerkenswert. Ihr seit eine Schweizer AG, scheint in Belgien zu residieren. Die Webseite ist mehrsprachig. Der wichtigste Fußballmarkt ist der UK. Wie international wird der Handel auf der Plattform werden?

Maximilian Ruf: Sehr 😉 wir sind von Minute eins international gewesen. Das haben und werden wir auch auf der Plattform realisieren.

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