p2p-Pfandhaus FundingSecure: Kreditinvestments mit Unterhaltungsaspekt

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Seit Anfang diesen Jahres hat der User “Crowdstreet.de” 200 GBP beim britischen p2p-Pfandhaus FundingSecure.com investiert. Das Geld wurde in sechs Pfandkrediten platziert. Alle Kredite wurden dabei mit 13 Prozent p.a. verzinst. Ausfälle gab es bis dato keine, wohl aber vorzeitige Rückzahlungen. Die Auswahl an Krediten ist leider noch recht klein. Es ist keinesfalls so, dass jederzeit in Kredite investiert werden kann. Gestern kam beispielsweise eine Tranche um 12 Uhr Ortszeit auf die Plattform, die keine drei Minuten später schon vollständig gezeichnet war. Bei Verlängerungen von Krediten kommt naturgemäß nur ein Residuum an den Markt, das von den Kreditgebern nicht verlängert wurde. Wer also ein größeres Portfolio aufbauen möchte, wird Geduld brauchen.

Hohe Zinsen trotz Besicherung

Angesichts von 13% Zinsen und eines unzweifelhaft vorhandenen Unterhaltungsaspektes kann man natürlich etwas Wartezeit entspannt in Kauf nehmen. Ein Währungsrisiko ist dabei genauso existent wie eine Chance auf Währungsgewinne angesichts der von der europäischen Zentralbank angezettelten Euroschwemme. Überweist man auf sein Konto bei FundingSecure 100 GBP per Transferwise fällt dabei ein Euro Gebühren an.

Bei Pfandkrediten sind hohe Zinsen offenbar üblich. Der Grund dürfte sein, dass die Kreditnehmer auf den normalen Kanälen keine Kredite (mehr) erhalten. Also sind hohe Zinsen fällig, und das trotz der Sicherheiten, die keinesfalls zu 100 Prozent beliehen werden. Da es Fälle gibt (https://www.fundingsecure.com/investors/statistics), wo die Kreditnehmer nicht in der Lage sind, den Kredit wie beabsichtig zu bedienen, ist es eine Beruhigung, dass die Assets mit deutlichen Abschlägen beliehen werden.

Legt man die hohen Zinsen bei vorhandener Besicherung zugrund, dann kann man Investitionen in Pfandkredite durchaus als relevante Alternative zu p2p-Kredite im privaten oder Startup-Umfeld betrachten.

FundingSecure akzeptiert als Sicherheiten für die Kredite:
– Grundstücke/Immobilien
– Autos
– Juwelen, Edelmetalle, Edelsteine
– Luxusuhren
– Kunst
– Yachten/Boote
– Andere Gegenstände von Wert z.B. Kameras, ein von Michael Jackson signiertes Hemd, Gegenstände von der Titanic, Erstausgabe von Superman Comic von 1938 und, und, und.

Unterhaltungsaspekt ist gegeben

Wer ein Faible für die schönen Dinge dieser Welt hat, der wird die Infomails von FundingSecure mit Interesse lesen, auch wenn gerade keine Finanzmittel da sind, um das Portfolio aufzustocken. Da sind immer wieder originelle Dinge dabei. Gerade Sammler werden sich für die beliehenen Gegenstände interessieren. Bei Verlängerungen von Krediten ist dann und wann auch so etwas wie eine Entwicklung mitzuverfolgen. Es wurde z.B. ein Restaurierungsprojekt eines Jaguar Oldtimers mit einem der Kredite finanziert, der nach Fertigstellung veräußert werden soll. Bei der Verlängerung des Kredites war die Restaurierung fortgeschritten und der Wert des Fahrzeuges bereits gestiegen.

Alternative für atypische Kapitalanlagen in Kunst & Co.

Gerade in Zeiten, wo die Zentralbanken die Notenpresse anschmeißen, befassen sich viele Menschen mit atypischen Kapitalanlagen wie Kunst-, Münz- oder Briefmarkensammlungen. Diese haben den Nachteil, dass die Veräußerung auf Märkten mit zuweilen zweifelhafter Liquidität erfolgt, man sich auskennen sollte, die Sicherungsverwahrung nicht umsonst ist und die Gegenstände keine Zinsen abwerfen. Investoren, die über derartige Anlagen nachdenken, mögen in einer Investition in Pfandkredite möglicherweise eine Alternative sehen. Immerhin werfen diese hohe Zinsen ab. Der Sachwertcharakter ist allerdings auf die Besicherung beschränkt.

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