Crowdfunder.co.uk mit Crowdfunding in eigener Sache

crowdfunderDie bundesdeutschen Player startnext und visionbakery werden aktuell neugierig nach Großbritannien blicken. Dort veranstaltet der marktführende einheimische Player Crowdfunder.co.uk ein Crowdfunding in eigener Sache. Es sollen eine Millionen GBP eingesammelt werden. Dafür gibt man 4,76 Prozent des Eigenkapitals ab. Die Bewertung mit rund 20 Millionen GBP ist also alles andere als “Micky Maus” – wie Frank Thelen zu sagen pflegt.

Anspruchsvolle Bewertung auch im Vergleich zum Segment

Crowdfunder.co.uk geht mit einer sehr anspruchsvollen Bewertung in das Funding. Heute morgen durften zunächst die Altaktionäre junge Aktien zeichnen. Bevor dann wenige Stunden später die Allgemeinheit zugreifen konnte, waren über 300.000 GBP gezeichnet. Das größte Einzelinvestment lag bei 200.000 GBP. Aktuell (18:27 Uhr) steht der Tachometer bei 470.000 GBP. Das Interesse ist also durchaus rege. Dies könnte auch als Überraschung bezeichnet werden, da die burn rate aktuell bei immerhin 80.000 GBP pro Monat liegt. Diesen Wert will man aber zügig ins Plus drehen mit Hilfe der frischen Finanzmittel.

Die letzten Kapitalrunden bei Crowdcube und Seedrs – den Peers aus der equity Fraktion – waren zu Bewertungen von 51 bzw. 30 Millionen GBP realisiert worden. Beide Firmen haben aber beträchtlich mehr Volumen abgewickelt. Verglichen damit nimmt Crowdfunder.co.uk nicht nur einen großen Schluck aus der Pulle, sondern man trinkt gleich mal einen teuren Bordeaux.

Vielleicht sollten startnext und Co. auch Kapital im UK abgreifen?

Angesichts der Bewertung von Crowdfunder.co.uk sollten die hiesigen Player einmal ernsthaft überlegen, ob man sich nicht auch via Crowdcube oder noch besser Seedrs (einfacher für deutsche Investoren!) frisches Kapital im UK besorgen sollte, bevor sich die Gemüter wieder beruhigen. Startnext braucht sich hinter einer Plattform wie Crowdfunder.co.uk ganz sicher nicht zu verstecken. Und mit einer Millionen britischen Pfund kann man schon eine ganze Menge Alarm machen, schlaue Techies einstellen oder auch mal einen Mitbewerber übernehmen. Der deutsche Markt wird in den nächsten Jahren noch sehr viel Potential entwickeln und Firmen wie Kickstarter und Indiegogo haben vergleichsweise tiefe Taschen…

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