„Das charmante an der Idee ist, dass wir mit dem Crowdfunding-Ansatz das Sammeln hochwertiger Kunst erstmals einem breiteren Publikum zugänglich machen konnten.“ – Interview mit Tobias Ledermann (52masterworks)

52masterworksKlaus-Martin Meyer: Tobias, Du bist Geschäftsfüher der Firma 52 Masterworks GmbH. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen? (wenn möglich würde ich dies

Tobias Ledermann: Gerne. 52masterworks ist eine Crowd-Kunstsammlung, die es jedem Kunstinteressierten ermöglicht, Miteigentümer von hochwertigen Kunstwerken zu werden, gemeinsam mit anderen eine einzigartige Sammlung aufzubauen und langfristig an der Wertentwicklung dieser Werke zu partizipieren.

Klaus-Martin Meyer: Wie ist die Idee entstanden, das Crowdfunding-Modell für Kunstinteressierte, -Sammler und -Investoren zu adaptieren?

Tobias Ledermann: Hier kommen mehrere Aspekte zusammen. Zum einen Crowdfunding, als einer der spannendsten Onlinetrends der letzten Jahre, zum anderen der boomende Kunstbereich, der immer mehr Interessenten in seinen Bann zieht und sich für ein breiteres Publikum öffnet. Im Gründerkreis sind beide Trends zu der Idee von 52masterworks verschmolzen. Das charmante an der Idee ist, dass wir mit dem Crowdfunding-Ansatz das Sammeln hochwertiger Kunst erstmals einem breiteren Publikum zugänglich machen konnten.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell habt Ihr drei Kunstwerke in den Preisklassen 12.000 bis 48.000 Euro auf der Plattform. Wie wird das Angebot aufgenommen und wie zufrieden seit Ihr und die Crowd mit dem Dealflow?

Tobias Ledermann: Seit unserer Eröffnung im März 2014 haben unsere Sammler bereits Kunstwerke im Wert von fast 200.000 EUR erfolgreich erworben. Wenn man berücksichtigt, dass es sich um einen vollständig neuen Ansatz handelt, ist das schon sehr ordentlich. Aus der Erfahrung des ersten Jahres wissen wir, dass die Idee bei den Interessenten auch immer etwas „reifen“ muss. Dafür werden sie dann auch meist schnell begeisterte Sammler.

Klaus-Martin Meyer: In meiner Wahrnehmung ist 52Masterworks.com aktuell die einzige Crowdfunding-Plattform in Deutschland, die ausschließlich echte Wertgegenstände offeriert und nicht nur Darlehn. Wird dieser Sachverhalt von der Crowdfunding-Szene honoriert?

Tobias Ledermann: Richtig, wir verwenden kein kompliziertes Darlehenskonstrukt, wie es beispielsweise bei der Crowdfinanzierung von Startups üblich ist. Bei uns sind die Teilhaber tatsächlich direkte (Mit-)Eigentümer. Diesen Vorteil kommunizieren wir eher zurückhaltend, da die Kunstwerke immer im Vordergrund stehen. Im direkten Vergleich mit anderen Crowdfunding-Plattformen würden wir tatsächlich einige Punkte machen, die bisher noch nicht explizit in der Szene gewürdigt wurden. Beispielsweise auch die Möglichkeit seine eigenen Kunstwerke bei sich zu Hause versichert auszustellen.

Klaus-Martin Meyer: Das Thema Kunst sollte geeignet sein, um eine lebendige Community anzuziehen, die sich über Kunst austausch, hitzig über Preise diskutiert und vielleicht sogar auf einem Sekundärmarkt agiert. Welche Pläne gibt es, mehr als ein reiner Marktplatz zu sein?

Tobias Ledermann: Dies ist tatsächlich ein Ansatz den wir von der ersten Stunden an verfolgt haben. Über regelmäßige Event mit Künstlern, Kuratoren, Experten und Sammlern hat sich im Laufe der Zeit bereits eine stetig wachsende Community entwickelt, die uns auch immer aktiver begleitet. Im November hatten wir beispielsweise die erste öffentliche Ausstellung aller Werke, einschließlich Künstlergesprächen, Expertenvorträgen und lockeren Abendveranstaltungen mit freiem Zugang für alle Interessierten. Bei uns ist man von der ersten Stunde Teil der Kunstwelt.
In Zukunft werden wir den Sammlern noch mehr eigene Gestaltungsräume geben. Mehr dazu folgt in Kürze.

Markiert mit .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.