Interview mit Max Sedlmeier zum Startnext-Crowdfunding für Maxbrauerei Biermanufaktur

Logo MaxbrauereiKlaus-Martin Meyer: Max, Du bist der Initiator des “Maxbrauerei Biermanufaktur”-Pitches auf Startnext. Könntest Du dich und die Biermanufaktur bitte kurz vorstellen?

Max Sedlmeier: Ich bin Diplom-Braumeister und betreibe seit April 2010 eine kleine Biermanufaktur in einem ehemaligen Kuhstall. Zur Zeit werden etwa 300 Hektoliter Bier pro Jahr gebraut und sogar deutschlandweit vertrieben. Neben der Brauerei gibt es auch eine kleine Probierstube, in der Braukurse, Bierseminare und Verkostungen angeboten werden.

Klaus-Martin Meyer: Früher waren Brauerein in allen bayrischen Dörfern eine Selbstverständlichkeit. Braucht es ein Crowdfunding, damit handwerklich gebrautes Bier im dritten Jahrtausend auch in kleineren Orten wieder prosperieren kann?

Max: Das braucht es sicherlich nicht dazu. Allerdings ist es eine Möglichkeit in einer globalisierten Welt auch Leute für meine Brauerei zu begeistern, die nicht unbedingt aus der Region kommen.

Klaus-Martin Meyer: Der Pitch läuft jetzt noch über 20 Tage und ein guter Teil des Weges ist bereits geschafft. Welche Feedback habt Ihr bisher von der Crowd erhalten?

Max: In der Tat ist über die Hälfte bereits geschafft und wir arbeiten daran, den Rest auch noch zu schaffen. Interessant ist das Interesse an bestimmten Dankeschöns. Als Bestseller hat sich dabei das Bierabo erwiesen, welches wir auch vor dem Crowdfunding schon angeboten haben. Der Unterstützer bekommt dabei jeden Monat einen 6er-Karton von unserem jeweiligen Monatsbier zugeschickt.

Klaus-Martin Meyer: Altenstadt ist nicht gerade Berlin-Mitte. Was habt Ihr Euch überlegt, um für Euer Craft Bier eine hinreichend große Crowd zu erreichen?

Max: Wir haben alle unsere Kunden, Bekannte und Lieferanten persönlich angeschrieben. Eine weitere Möglichkeit, eine große Crowd zu erreichen war die Hilfe von Bierbloggern über Facebook. Wir haben festgestellt, das die meiste Resonanz aus diesem Medium kam und unsere Kommunikation darauf ausgerichtet. Über unsere eigene Maxbrauerei Facebook-Seite veröffentlichen wir täglich News zur Kampagne. Der Grundstein für die Crowd lag allerdings im direkten Bekannten- und Verwandtenkreis.

Klaus-Martin Meyer: Wenn das Geld auf dem Konto bereit liegt. Was passiert zuerst und wie soll die Crowd nach dem Pitch bei der Stange gehalten werden?

Max: Erstmal investieren wir in neue Gläser und die Verpackung der Biere, wie auf Startnext beschrieben. Später sollen auch noch neue Holzfässer zur Bierreifung folgen. Durch die beschriebenen Bierabos haben Unterstützer nicht nur einmalig etwas von Ihrem Investment, sondern können sich bis zu zwei Jahren daran erfreuen. Bestimmt werden manche das Abo danach auch verlängern. Wir bringen demnächst auch einen regelmäßigen Newsletter heraus, mit dem die Crowd auch nach Ende der Kampagne informiert bleibt.

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