Interview mit Immanuel Rebarczyk zum Seedmatch-Funding für ekoio

ekoioKlaus-Martin Meyer: Immanuel, Du bist Mitgründer von von ekoio. Könntest Du dich und das Startup bitte kurz vorstellen?

Immanuel Rebarczyk: Hallo Klaus-Martin! Danke, dass du über ekoio berichtest. Ich bin Immanuel Rebarczyk, 31 und Mitgründer von ekoio. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und bin seit frühester Jugend sehr Autoaffin. Im Februar 2013 saß ich mit einem langjährigen Freund Thomas Kuwatsch zusammen und wir haben uns die Frage gestellt, wie die zukünftige Nutzung von Fahrzeugdaten aussehen kann. Der Gedanke, dass Autos zwar fahrende Computer sind, bis zu diesem Zeitpunkt jedoch alle Fahrzeugdaten in einem Bordcomputer gefangen sind, hat uns beide fasziniert und angespornt.
Das Ziel war es, ein System zu entwickeln, das Fahrzeugdaten demjenigen zur sinnvollen Nutzung zur Verfügung stellt, der sie produziert – dem Fahrer. So sind wir zu den ersten Überlegungen rund um ekoio gekommen.

Klaus-Martin Meyer: Hardware-Startups benötigen in der Regel jede Menge Kapital. Welche Wege der Kapitalakquise habt Ihr bis dato erschlossen?

Immanuel Rebarczyk: Das ist richtig. Zu Beginn haben wir ein EXIST Gründerstipendium erhalten und konnten im Zuge dessen auf die fachliche Unterstützung der Westsächsischen Hochschule bauen. Das hat und sehr geholfen die ersten Schritte zu gehen. Im Anschluss haben drei von uns von der sächsischen Aufbaubank ein Technologiegründerstipendium bekommen. Außerdem hat sich der ProSiebenSat.1 Accelerator an uns beteiligt. Mittlerweile ist unser Produkt fertig und wir verkaufen es an die ersten Kunden.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr Euch entschlossen auf ein Crowdfunding zu setzen? Wie lange werden die Finanzmittel aus der Seedmatch-Runde reichen und wofür werden die Mittel eingesetzt?

Immanuel Rebarczyk: Wir haben sehr genaue Vorstellung davon, wie wir ekoio im Geschäftskundenbereich platzieren werden und sind uns sicher, dass auch die Crowd-Investoren dieses Modell unterstützen werden. Dabei haben wir vor allem auf Seedmatch gesetzt, weil es hier in der Vergangenheit schon einige B2B Startups mit beachtlichen Erfolgen gab. Wie lange die Mittel reichen werden weiß ich erst, wenn ich die eingesammelte Summe kenne. Was wir mit dem Geld machen werden ist jedoch schon definiert. Es wird ausschließlich in den Aufbau eines Vertriebsnetzes sowie in die damit einhergehende Erweiterung des Entwicklerteams fließen.

Klaus-Martin Meyer: Was sind aus Eurer Sicht die besonderen Chancen und Risiken für den Crowd-Investor?

Immanuel Rebarczyk: Ein Invest in ekoio lohnt sich vor allem weil:

* Marktpotential von mehr als 34 Millionen Fahrzeugen nur in Deutschland in einem Markt der Wachstumsraten von über 20% verzeichnet und langfristig
weltweit auf ein Gesamtvolumen von 115 Milliarden Euro taxiert wird.

* Zielgruppenvielfalt bestehend aus den Unterschiedlichsten B2B Bereichen: Autovermietungen, Logistiker, Behörden, Versicherungen, Werkstätten,
Leasingunternehmen sowie Carsharing Dienstleister

* ein gewachsenes Netzwerk zu Führungskräften der ekoio Zielgruppen

* Skalierbarkeit bei der Hardwareproduktion durch gesicherte
Distributionsprozesse

* ein Geschäftsmodell ohne teure Marketing- und Werbekosten

* zukünftige Datenbasierte Geschäftsmodelle die auch auf die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander setzen

* ein hochmotiviertes Team aus Experten, das belastbar und durchsetzungsstark ist

Die Risiken sind:

* Wettbewerber dominieren den Markt
* Internationalisierung ist zu kostenintensiv
* Mangelnde Akzeptanz bei unseren Kunden

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