Hertha BSC Berlin goss Crowdfunding on Kapilendo

HerthaDer Hauptstadt Fußballverein Herta BSC Berlin nimmt sich ein Beispiel am VFL Osnabrück und sammelt Kapital via Crowdfunding oder genauer per Crowdlending ein. Ziel ist es eine Millionen Euro über die Plattform Kapilendo einzusammeln. Kapilendo – ebenfalls in Berlin beheimatet – ist eher ein Spätstarter der deutschen Crowdfunding-Szenerie. Bisher wurden lediglich wenige und kleinere Finanzierungen realisiert.

Mit der Hertha BSC-Finanzierung ist Kapilendo natürlich ein Marketing-Coup gelungen, der die Plattform nun von null auf hundert auf der mentalen Landkarte der Crowdinvestoren platziert.

Hertha will seine Fans zu Investoren machen. Das eingesammelte Geld wird in das Projekt “Hertha 4.0 – Der innovativste Club der Bundesliga” fließen. Damit ist die Digitalisierung des Vereins gemeint. So vermeintlich emotionslos das Thema, so emotionslos ist auch das Pitch-Video des Vereins. (Dies bezüglich war selbst das wenig spektakuläre Video des VFL Osnabrücks stärker.)

Aufgrund der angekündigten Werbeformate könnte das Hertha-Funding eine neue Benchmark setzen. Es ist die Rede von Bandenwerbung, Anzeigen im Fanmagazin und Hostessen, die die Fans mit Hilfe von iPads über den Pitch informieren. Deshalb startet das Crowdfunding offenbar am morgigen Heimspieltag gegen Ingolstadt bereits um 14 Uhr und nicht standesgemäß um 15:30 Uhr, wie es Fußballfans goutiert hätten.

Fazit: Dieses Crowdfunding wird garantiert von den Medien sehr viel stärker wahrgenommen werden als eine normale Startup-Finanzierungen. Interessant wäre es zu erfahren, warum es nicht Companisto oder Berfürst sonder Kapilendo ist, das das Funding auf die eigene Plattform gelockt hat?

P.S.: Wer aktuell übrigens in echtes Equity an einem Fußballverein investieren wollte, der wird in Schottland fündig. Der Hibernian FC sammelt aktuell Geld im Rahmen eines Share Issues ein.

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