Interview mit Judith Anger zum aktuellen Crowdfunding auf wemakeit für den Bau eines Tiny House

wildniskulturhofKlaus-Martin Meyer: Judith, du bist die Betreiberin des WildnisKulturHof. Kannst du dich und das Projekt bitte kurz vorstellen?

Judith Anger: 2010 absolvierte ich die Fortbildung zur Permakultur-Praktikerin bei Sepp Holzer. Im Anschluss gründete ich den Verein Perma Vitae, um das Gelernte auch anderen zu vermitteln. Mein wichtigster Leitsatz: «Die Lösung ist so einfach, man muss nur damit beginnen und die Ideen umsetzen». Seit 2014 bin ich Pionierin der WildnisKultur und seit 2015 Besitzerin des WildnisKulturHofes im Südburgenland/Österreich.

Der WildnisKulturHof ist eine Lehrstätte. Viele Menschen sind auf der Suche nach neuen Lebensformen. Auch, um nachfolgenden Generationen eine gesunde Erde zu hinterlassen. Nachhaltigkeit, Autarkie und Freude am Leben sind dabei wichtige Kriterien. Unser nächster Schritt ist die Umsetzung des autarken WildnisKulturDorfes als Bildungseinrichtung.

Der WildnisKulturHof ist ein öffentlicher Ort, wo Menschen aus aller Welt einfaches, autarkes Leben und Selbstversorgung in Form von Kursen, Workshops und Praktika lernen können. Menschen aus aller Welt können bei uns tageweise autarkes Leben ausprobieren, auch in Form von Erlebnis- und Abenteuerurlaub (Bildungstourismus). Gelehrt und  bewirtschaftet wird nach den Richtlinien von Sepp Holzer und der WildnisKultur. Dies ist einzigartig in Österreich.

Auf unserem fünf Hektar großen Grundstück gibt es derzeit keine öffentlichen Anschlüsse – kein Wasser, keinen Strom, keine Heizung, keinen Kanal – eine große Chance, um bewusst mit Ressourcen umgehen zu lernen!

Klaus-Martin Meyer: Welche Zielgruppen sprichst du mit deinem Angebot am WildnisKulturHof an?

Judith Anger: Jeder, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist, Entschleunigung, Ursprünglichkeit und Reduktion sucht und den Genuss der Einschränkung und des bewussten Verzichtes entdecken will. Menschen, die das einfach gute Leben ausprobieren möchten – und das können sie in Form von z.B. Drei-Tages-Seminaren, eintägigen Workshops, 4-wöchigen Praktika oder innerhalb eines Erlebnis- oder Abenteuerurlaubes.

Klaus-Martin Meyer: Das klingt nach einem Projekt, das viel Zeit und Geld verschlingt. Wie finanziert ihr euch?

Judith Anger: Zum Einen habe ich mein privates Geld in dieses Projekt gesteckt, zum Anderen über Crowdfunding. Aktuell haben wir gerade das Projekt ‚Bau mit uns ein Tiny House‘ auf wemakeit online: https://wemakeit.com/projects/bau-mit-uns-ein-tiny-house. Hier kann man uns unterstützen und erhält dafür tolle Belohnungen, z.B. kann man einen Workshop zum Tiny House Bau buchen oder eine Übernachtung im Tiny House oder ein Autarkie-Camp.

Klaus-Martin Meyer: Wie kann sich die Crowd sonst noch beteiligen?

Judith Anger: In dem sie unsere Idee hinaus in die Welt trägt, jedem davon erzählt und viele Menschen uns im Südburgenland besuchen kommen!

Klaus-Martin Meyer: Welche nächsten Schritte plant ihr? Ist Crowdfunding generell für euch eine Finanzierungsoption?

Judith Anger: Ja, natürlich. Crowdfunding ist das perfekte Marketingtool, die Vernetzungsmöglichkeiten sind fast unerschöpflich und so wird Dein Projekt, Deine Idee immer bekannter! Die nächsten Schritte sind der Bau des Tiny House, die Umsetzung des autarken Energieversorgungswagen und der Bau einer Pflanzenkläranlage. Alles zu hier zu finden: http://www.wildniskulturhof.at/crowdfunding

Links:
Crowdfunding: https://wemakeit.com/projects/bau-mit-uns-ein-tiny-house
Webseite: http://www.wildniskulturhof.at/
Facebook: https://www.facebook.com/wildniskulturhof/
Twitter: https://twitter.com/wildniskultur
Video: https://vimeo.com/158301231

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