„Unser US-amerikanischer Gegenspieler Hudl wurde letztes Jahr mit mehr als 70 Mio. US Dollar finanziert. “ – Interview mit Alexander Bitzke zum Fubalytics-Crowdfunding

fubalytics2Klaus-Martin Meyer: Alexander, Du bist einer der Gründer von Fubalytics. Könntest Du dich und die Firma bitte kurz vorstellen? Zudem interessiert es die Leser sicher, was seit dem ersten Crowdstreet-Interview seit 2012 bei Euch alles so passiert ist.

Alexander Bitzke: Vielen Dank Klaus-Martin, das mache ich sehr gerne. Ich bin Alexander Bitzke habe Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Sportmanagement studiert. Gemeinsam mit Eugen (Eugen Funk) habe ich FUBALYTICS gegründet. Wir haben uns die schnelle Videoverarbeitung im Fußball auf die Fahnen geschrieben. Besonders gut kann man das an unserer App sehen. Die Videos werden nur im gewünschten Zeitraum eines Fußballspiels (z.B. eine Torszene) mitgeschnitten, kategorisiert und direkt auf unsere Plattform geladen. Von dort können die Szenen direkt auf Facebook & Co geteilt werden. Ende 2012 gab es die erste Version unserer Plattform mit fünf Nutzern. Mittlerweile haben wir mehr als 6.000 Nutzer und den größten regionalen Fußballverband Deutschlands mit im Boot.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollt Ihr wie seinerzeit angedacht tatsächliche Kapital via Crowdfunding einsammeln. Was waren die Motive?

Alexander Bitzke: Durch die Crowd erhalten wir direkt Feedback zum Produkt, Geschäftsmodell, Marketing und Strategie. Wir selber sind überzeugt von dem Konzept der shared economy und finden es spannend Kapital über die Crowd einzusammeln. Die Netzwerkeffekte sind auch nicht zu verachten. So hat z.B. ein Geschäftsführer eines Fußball-Bundesligisten bereits bei uns investiert.

Klaus-Martin Meyer: Welche Pläne wollt ihr mit dem Geld verfolgen?

Alexander Bitzke: Wir wollen unser Geschäftsmodell internationalisieren. Dazu werden wir das Vertriebsteam verstärken und ein Vertriebsnetzwerk aufbauen. Übersetzungen unseres Angebotes gehören natürlich ebenso dazu.

Klaus-Martin Meyer: Crowdfundings im Fußballbereich laufen in der Regel extrem gut, wenn es um Investments in Vereine geht. Fundings, die eher Firmen aus dem professionellen Umfeld des Fußball-Business initiiert werden, laufen dagegen zäher. Ich selber habe in vier Crowdfundings auf Seedrs und Crowdcube investiert, die das Finanzierungsziel nicht erreichten. Ein weiterer Mißerfolg ist mir auf bnktothefuture.com bekannt und auch auf Fundernation erreichte trainerstar.de auf Fundernation nicht das Ziel. Im letzten Fall fehlte es sicher auch am Engagement. Dennoch die Frage: Sind Soccer-Ventures weniger sexy als der Fußball selber?

Alexander Bitzke: Ja, das merken wir auch gerade. Es ist tatsächlich nicht leicht. Wir lernen gerade sehr viel, weil wir von der Crowd und dem bereits bestehenden, großen Netzwerk zur aktuellen Crowdinvesting-Kampagne viel konstruktives Feedback erhalten. Vielleicht halten viele Investoren Sport-Ventures für eine wenig lukrative Nische. Wir glauben einige denken da anders: unser US-amerikanischer Gegenspieler Hudl wurde letztes Jahr mit mehr als 70 Mio. US Dollar finanziert. Das ist natürlich eine andere Hausnummer. An diesem Beispiel sieht man, dass Ventures im Sport-Bereich sehr gut laufen können.

Klaus-Martin Meyer: Wie sieht es mit Folgefinanzierungen aus? Leute wie Philipp Lahm, Christoph Metzelder und Jens Lehmann waren in der jüngeren Vergangenheit als Startup-Investoren auch im Sportbereich in den Medien. Sind solche strategischen Investoren eine mögliche Zielgruppe für spätere Folgefinanzierungen?

Alexander Bitzke: Große Namen sind immer sexy und sind für die Internationalisierung von Vorteil. Davon können wir als StartUp und alle Investoren profitieren.

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