„Durch die Equity Crowdfunding-Kampagne auf seedrs.com bekommt jeder die Chance, ein Stück dieser globalen Sportliga zu kaufen. “ – Interview mit Iepe Rubingh (Chess Boxing Global Marketing CBGM GmbH)

chessboxingKlaus-Martin Meyer: Iepe, Du bist der Geschäftsführer der Firma Chess Boxing Global Marketing CBGM GmbH. Könntest Du dich, den Sport Chess Boxing und euer Startup bitte kurz vorstellen?

Iepe Rubingh: Das mach ich gerne. Chessboxing kombiniert, wie der Name schon sagt, Denksport Nummer 1 Schach und Kampfsport Nummer 1 Boxen.
Ein Kampf geht über maximal 11 Runden. Sechs davon im Schach und fünf Runden im Boxen, jeweils drei Minuten und abwechselnd. Die Schachzeit beträgt dabei insgesamt 18 Minuten, es stehen also jedem Gegner neun Minuten zur Verfügung.
Die Kämpfe finden in vier Gewichtsklassen statt und können durch K.O., Schachmatt, der Entscheidung des Ringrichters oder durch Überschreiten des Zeitlimits entschieden werden.

Die mittlerweile anerkannte Wettkampfsportart wurde 2003 von uns in Berlin erfunden und wird vom Amateur Verband und der World Chessboxing Organisation e.V., weltweit verbreitet. Der weltweit größter Amateurverband befindet sich in Indien mit über 1000 Mitgliedern. 2013 erweiterte sich der Verein um die Vermarktungs-Division Chess Boxing Global Marketing CBGM GmbH. Ihr Ziel ist es, eine professionelle, globale Liga, nach Weltmeisterschaften in Moskau und Berlin, weiter auszubauen.

Durch die Equity Crowdfunding-Kampagne auf seedrs.com bekommt jeder die Chance, ein Stück dieser globalen Sportliga zu kaufen. Soweit wir wissen, ist das eine Weltpremiere. Stellen Sie sich mal vor, man hätte sich einen Teil der NBA, NFL oder Champions League kaufen können!?

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollt ihr 150.000 Euro über ein Crowdfunding akquirieren. Kannst Du etwas dazu sagen, warum Ihr nicht zur Bank geht angesichts der niedrigen Zinsen?

Iepe Rubingh: Zuallererst wollen wir Fans und Insidern die Chance geben, ein Stück ihrer Sportart zu kaufen und sie am künftigen Erfolg teilhaben zu lassen. Des Weiteren wollen wir Menschen, die noch nicht mit dem Schachboxen in Berührung gekommen sind, von der Sportart begeistern. Leider ist es ziemlich aussichtslos einen Bankkredit für unser junges Unternehmen, vor allem mit dem sehr speziellen Thema des Schachboxens, zu bekommen.

Klaus-Martin Meyer: Als in meiner Wahrnehmung erstes deutsches Startup geht Ihr den Weg über Seedrs. Warum habt Ihr Euch für die Briten entschieden? Vielleicht kannst Du auch etwas dazu sagen, wie die Beteiligung administrativ abgewickelt wird. Wird da ein SPV (special purpose vehicle) also eine Zweckgesellschaft im Spiel sein?

Iepe Rubingh: Seedrs war schon immer unser Wunschkandidat, da England für uns der nächste wichtige Markt ist, auf dem wir in 2016 agieren möchten. Seedrs, als eine im angelsächsischen Raum angesiedelte Plattform, soll uns Zugang zu Kapitalmärkten außerhalb von Kontinentaleuropa eröffnen. Wir erwarten uns dadurch Investitionen von offen denkenden, visionären Investoren, die die Besonderheiten eines Cases zu schätzen wissen, die nichts weniger wollen, als eine neue Sportart zu erschaffen und Geist und Körper auf eine neue Art zu verbinden. Ferner spielt die Verwertung von Medienrechten in der UK als Brückenkopf zu den USA eine ganz andere Rolle als hierzulande. Auch in dieser Hinsicht erhoffen wir uns Input und Verbindungen.

Administrativ werden die Investitionen der Crowd in einem SPV (special purpose vehicle) gepooled, das an der Chess Boxing Global CBGM GmbH eine offene Beteiligung eingeht.

Klaus-Martin Meyer: Wie war die Zusammenarbeit mit Seedrs? Wie lange hat es von der Anfrage bis zur Liveschaltung gedauert?

Iepe Rubingh: Sehr gut. Seedrs hat eigens für den Deutschen Markt eine Mitarbeiterin eingestellt, die uns hervorragend begleitet hat.

Klaus-Martin Meyer: Wie war die Zusammenarbeit mit Seedrs? Wie lange hat es von der Anfrage bis zur Liveschaltung gedauert?

Iepe Rubingh: Es hat lediglich ein paar Monate gedauert von der Kontaktaufnahme bis zur Liveschaltung.

Klaus-Martin Meyer: Was erwartet Ihr Euch im Hinblick auf Marketing-Effekte und „Aktionärsstruktur“ von Seedrs?

Iepe Rubingh: Wir erwarten uns eine interessante Mischung an Investoren, hauptsächlich aus Deutschland und England. Schachboxen hat von Natur aus ein sehr interessantes Publikum; eine buntes Portfolio aus Ultimate Achievers, Liberal Intellectuals und Movers sowie Shakers. Aus diesem bunten Mix können sich interessante Kontakte sowie Ideen ergeben. Deswegen wollen wir auch jedes Jahr vor einer der Weltmeisterschaften, allen ‘Aktionären’ ab 500€ Investment die Chance geben, zur Hauptversammlung zu kommen, um sich an der Weiterentwicklung des Sportes zu beteiligen

Klaus-Martin Meyer: Über welche Chancen und Risiken sollten sich die Anleger bewusst sein, wenn Sie bei Euch investieren?

Iepe Rubingh: Wenn man bei uns investiert, kann man aufgefordert werden, um seinen Anteil in einem Schachbox Kampf zu kämpfen. Wir nennen das die ‚Shareholder Fights’. Man muss diese Herausforderung natürlich nicht gezwungenermaßen annehmen, wenn man sie jedoch annimmt, sollte man sich auf sechs Monate ernsthaften Trainings gefasst machen

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