„Unser Crowdfunding hat sich gut herumgesprochen und es kommen vielzählige Rückmeldungen.“ – Katja Schäffler über das startnext-Crowdfunding für das Zölli’s

Zoellis LogoKlaus-Martin Meyer: Katja, Du bist eine der Initiatoren von Zölli`s Restaurant, Lieferservice und Catering. Könntest Du dich und die Idee bitte kurz vorstellen?

Katja Schäffler: Ich bin Katja, 26 Jahre alt und komme aus Nürnberg. Aktuell studiere ich Pädagogik und Soziologie in Erlangen. Im Zölli’s werde ich als Organisatorin und Managerin tätig sein, da ich mir im Studium den Schwerpunkt „Betriebspädagogik“ gesetzt habe. Mein Partner ist gelernter Koch und Sporttrainer, wir ergänzen uns daher in unserem Konzept perfekt.
Das Zölli’s wird ein Restaurant mit Lieferservice und Catering das sich an Menschen mit speziellen Bedürfnissen bei der Ernährung richtet. Das bedeutet, es gibt auf der einen Seite Allergiker gerechtes Essen und auf der anderen Seite Fitnessfood. Alle Speisen werden glutenfrei sein, viele vegetarisch, vegan oder in Bio-Qualität.
Wir wollen allerdings nicht, dass es „grün“ schmeckt und danach aussieht sondern es wird eine Auswahl an hausgemachter Pasta, Pizzen und Burgen geben die gut aussieht und lecker schmeckt.
Im Restaurant selbst, wird es zusätzlich noch eine saisonale Wochenkarte geben. Das Besondere dabei ist, dass jeder Kunde sich in einer Kundenkartei registrieren und seine Bedürfnisse bei der Ernährung hinterlegen kann. Dies bedeutet, egal ob ein Kunde eine Unverträglichkeit hat, eine gewisse Ernährungsweise bevorzugt oder ob man schlichtweg etwas nicht mag, beim Bestellen warnt das Programm den Kunden und generiert Alternativen. Ganz praktisch gesagt: ein Kunde mag keine Zwiebeln aber er bestellt eine Pizza Tonno mit Kapern und Zwiebeln. Das Programm sagt ihm „Sie haben etwas mit Zwiebeln bestellt, wollen sie Alternativ: 1. Keine Zwiebeln, 2. Mais, 3. Paprika usw. Dies gibt dem Kunden die 100%ige Entscheidungsfreiheit über sein Essen.
Im Zölli’s wird der größte Teil selbst gemacht und es gehört zu unserer Philosophie, dass unsere Kunden auf der Webseite jeder Zeit nachvollziehen können, woher wir unsere Produkte beziehen.

Klaus-Martin Meyer: Um die Idee zu realisieren, setzt Ihr auf ein Crowdfunding via startnext. Was war die Motivation für den Pitch?

Katja Schäffler: Ich hatte im Vorfeld schon einiges von Startnext gehört z.B. der „Original und Unverpackt“ Laden in Berlin hat Startnext genutzt um sich zu finanzieren. Ich habe ein wenig recherchiert, welche Plattform für den Bereich „Food“ am bekanntesten ist, welche Provision an die Plattform gezahlt wird, wie die Kundenbetreuung ist usw. Bei Startnext gefiel mir vor allem das Handbuch, in dem alles erklärt ist und das ich jederzeit meine Kundenbetreuerin anschreiben kann, wenn etwas unklar ist. Startnext selbst verlangt keine Beteiligung, eine Provision oder ähnliches. Es liebt beim Starter selbst wie viel er am Ende bezahlen möchte. Es fallen lediglich 2% Transfergebühren vom Treuhandkonto an.

Klaus-Martin Meyer: Kannst Du – nachdem fast die Hälfte der Fundingsumme erreicht ist – ein erstes Fazit ziehen, wie die Idee ankommt? Welches Feedback kommt von der Crowd?

Katja Schäffler: Unser Crowdfunding hat sich gut herumgesprochen und es kommen vielzählige Rückmeldungen. In der ersten Phase auf Startnext kann die Crowd Feedback geben und die Starter können sich überlegen ob sie die Kritikpunkte umsetzen. Wir waren Anfang April in dieser Phase und schon da verbreitete sich der Link wie ein Lauffeuer. Nach dem Start am 13.4. haben wir noch Flyer gedruckt und verteilen diese.
Viele unserer zukünftigen Kunden sind gespannt und freuen sich auf das Restaurant. Ich selbst weiß, wie es ist mit Einschränkungen bei der Ernährung zu leben und kann ihre Vorfreude mehr als nachvollziehen. Es kommen auch von vielen Seiten Tipps und Anregungen oder auch Testberichte zu gewissen Produkten. Die Unterstützer der Kampagne kamen zu Beginn erstmal Großteils aus dem Freundeskreis und der Familie aber mittlerweile sind auch viele unbekannte Namen dabei. Nachdem die Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de einen Artikel über uns veröffentlicht hat, verdoppelte sich unsere Summe fast. Es scheint also Bedarf zu geben und die Crowd hat Lust auf das Zölli’s. (Link zum Artikel: http://www.nordbayern.de/essen-trinken/im-restaurant-zollis-soll-es-nicht-nur-grun-schmecken-1.5194142)

Klaus-Martin Meyer: Wofür genau sollen die finanziellen Mittel eingesetzt werden?

Katja Schäffler: Vor allem in der Gründerphase wird es einige größere Investitionen geben. Nachdem unsere Küche glutenfrei sein wird und deswegen alle Geräte neugekauft werden müssen, werden diese die größte Investition sein. Dabei kostet alleine die Nudelmaschine, die wir uns ausgesucht haben, schon 10.000€. Aus diesem Grund, wird das Geld in die Küchengeräte investiert werden. Natürlich hoffen wir, in Bezug darauf auf eine Überfinanzierung um noch viel mehr davon finanzieren zu können.

Klaus-Martin Meyer: Was erhofft Ihr Euch von der Crowd, wenn die Unterstützer ihre Rewards erhalten haben. Wie geht es dann weiter?

Katja Schäffler: Für diesen Sommer sind schon einige Catering Aufträge eingegangen. Wir werden zunächst catern, nicht zuletzt um unsere Kunden besser kennenzulernen und um unser Angebot zu präsentieren. Bisher ist geplant, im Herbst mit dem Restaurant zu starten und da erwarten wir natürlich viele Gäste. Die Dankeschöns welche auf Startnext am häufigsten ausgewählt werden, sind Gutscheine für das zukünftige Restaurant. Daher gehe ich davon aus, dass unsere Crowd nach der Eröffnung nicht mehr nur virtuell sein wird, sondern ins Zölli’s kommt um essen zu gehen oder sich etwas bestellt.

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