Interview mit Joschka Friedag zum aktuellen Companisto-Crowdfunding für Cringle

cringleKlaus-Martin Meyer: Joschka, Du bist Gründer und CEO von Cringle. Könntest Du dich und Cringle bitte kurz vorstellen?

Joschka Friedag: Gerne. Ich bin studierter Diplom-Ingenieur der Technischen Universität Berlin, Familienvater und Geschäftsführer von Cringle. Cringle ist eine Smartphone-App, mit der Nutzer in Sekunden Geld an Freunde in ganz Europa senden können. Diese Lösung verkaufen wir an Banken, um sie bei der Digitalisierung zu unterstützen. Das ist für die Banken wichtig, um nicht den Zugang zu den Digital Natives zu verlieren oder sie von einem Kontowechsel abzuhalten. Aktuell arbeiten wir mit der DKB zusammen und sind in weiten Verhandlungen mit weiteren großen Banken.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollt ihr frisches Kapital akquirieren. Wozu braucht Ihr diese Mittel?

Joschka Friedag: Wir haben das erste Jahr in die Produktentwicklung gesteckt und sind nun seit anderthalb Jahren online. Ohne viel Marketing haben wir bis jetzt 35.000 Nutzer gewinnen können. Wir sehen, dass das Produkt gut ankommt. Nun gilt es nicht nur das Wachstum weiter zu beschleunigen, sondern auch die Internationalisierung anzugehen. Das volle Produktpotential entfaltet sich nämlich erst, wenn man in ganz Europa -auch über Grenzen hinweg – cringeln kann. Hierfür investieren wir ins Marketing, sowie den weiteren Vertrieb.

Klaus-Martin Meyer: FinTech ist aktuell ein absolutes Trendthema. Warum geht ihr den müsamen weg eines Crowdfundings. Habt Ihr keine Investoren gefunden?

Joschka Friedag: Ich glaube, dass heutzutage eine nutzerorientierte Produktgestaltung sehr wichtig ist, der Nutzer muss immer im Mittelpunkt stehen und genau hiermit haben die meisten Banken Probleme. Crowdfunding ermöglicht uns neben frischem Kapital auch Hunderte Nutzer zu gewinnen, die sich aktiv bei der Weiterentwicklung involvieren. Diese Kombination kann dir ein normaler Investor nicht geben.

Klaus-Martin Meyer: Welche Argumente haben Euch bewogen, das Crowdfunding über Companisto abzuwickeln?

Joschka Friedag: Wir haben mit vielen Plattformen geredet und haben überall positives Feedback bekommen. Letztlich spielt die Größe der Community die entscheidende Rolle und hier konnte Companisto in den letzten Wochen enorm an Vorsprung gewinnen.

Klaus-Martin Meyer: Was muss der Investor wissen, bevor er auch nur einen Euro in Cringle investiert. Welche Chancen und Risiken sind mit einem Engagement verbunden?

Joschka Friedag: Die Chancen sind riesig. Derjenige der heute die Digital Natives gewinnt, bestimmt die Finanzwelt von morgen. Wir wollen genau das für die Banken bewältigen und müssen hierfür sie als Kunden gewinnen. Dabei besteht natürlich das Risiko, dass die Bankvorstände nicht Rechtzeitig den Zeitgeist spüren und zu lange abwarten. In den letzten Monaten hat sich jedoch, auch dank der vielen Presseartikel um FinTechs, gezeigt, dass die meisten Banken kooperationen gezielt suchen und ihnen bewusst wird:  alleine schaffen wir das nicht rechtzeitig.

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One Response to Interview mit Joschka Friedag zum aktuellen Companisto-Crowdfunding für Cringle

  1. Martino sagt:

    Ich habe die Kampagne auf Companisto bereits gesehen – spannend! Bis jetzt gab es da kein FinTech. Die PayPal Konkurenz mach nur Sorgen. Die Banken haben PayPal verschlafen, vielleicht zahlreiche Bank Kooperationen, die Cringle vorhat, sind der Schlüssel zum Erfolg. Sieht sehr versprechend aus.