Interview mit Claudia Winkler zum startnext-Crowdfunding für goood

gooodKlaus-Martin Meyer: Könntest Du dich und goood bitte kurz vorstellen?

Claudia Winkler: Ich bin Claudia, eine der Gründerinnen des sozialem Mobilfunkers goood. Ich habe einen internationalen Telekommunikationsbackground und mehrere Mobilfunkmarken in ganz Europa erfolgreich aufgebaut. Allerdings immer mit kommerziellen Fokus. goood ist für mich was Neues, es ist unser Herzensprojekt, mit dem wir zeigen wollen, dass Business auch erfolgreich sein kann, wenn Social Impact im Zentrum steht.

Klaus-Martin Meyer: Ihr seid gerade mit dem Aufbau eures Mobilfunkanbieters beschäftigt. Welchen Herausforderungen müsst ihr euch da stellen?

Claudia Winkler: Am Anfang stand viel persönliches Engagement, wir waren begeistert von der Möglichkeit, mit unserem Know-How aus der Corporate-Welt sozialen Impact zu schaffen.

Die Idee ist dann vor allem durch die Zusammenarbeit mit NPO-Profis gewachsen. Es war faszinierend und motivierend zu sehen, welche Möglichkeiten entstehen, wenn man eine Brücke zwischen der For-Profit und der Non-Profit-Welt schlägt.

Auch bei der Investorensuche war es uns wichtig, Menschen zu finden, die unsere Vision von einer nachhaltigen Wirtschaft teilen. Wir waren sehr selektiv in der Investorenauswahl und sind froh, Partner gefunden zu haben, die ebenfalls soziale Wirkung in den Mittelpunkt stellen. Deshalb haben wir als Gründer zum Beispiel auch gemeinsam mit unseren Investoren 25% unserer Anteile an den goood e.v., einem gemeinnützigen Verein, übertragen. An den Verein werden 25% der Profite ausbezahlt, die dann in weitere soziale Unternehmen investiert werden.

Uns ist es sehr wichtig, auch die Crowd an unserer Idee partizipieren zu lassen. Aus diesem Grund planen wir in der 2. Finanzierungsphase über eine Crowdinvesting-Plattform auch Impact-orientierte Kleinanleger anzusprechen. Damit wollen wir zeigen, dass es hier um eine gemeinsame Bewegung geht.

Wir verstehen uns als Social Business, das sozial, ökologisch und auch ökonomisch nachhaltig agiert. Wir stellen gesellschaftliche Wirkung in den Mittelpunkt und erwirtschaften gleichzeitig eine faire Rendite für Investoren sowie faire Gehälter für Mitarbeiter.

Diese „Zwitterposition“ ist nicht immer einfach in einer Welt, die gerne alles entweder in die Non-Profit oder die For-Profit-Schublade stecken will. Wir sehen uns hier als Beispiel dafür, dass ein Dazwischen für unsere Gesellschaft wichtig ist und erfolgreich sein kann.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell läuft eure Crowdfunding-Kampagne auf Startnext. Warum habt ihr euch für diesen Finanzierungsweg entschieden?

Claudia Winkler: Wir sehen Crowdfunding als Unterstützung in unserer jetzigen Startphase, die gut zu unserem Konzept passt. Die Unterstützung auf startnext.de erlaubt uns bereits jetzt, einige für uns wichtige Punkte zu realisieren, wie zum Beispiel die Telefonpatenschaften, die ohne die Crowd nicht möglich wären.

Außerdem konnten wir damit ein Signal für die nachhaltig denkende Community setzen und haben gutes Feedback zu unserem Projekt bekommen. Vor allem die positive Resonanz von Non-Profit-Organisationen, von denen viele Interesse an einer Kooperation haben, freut uns.

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt soeben euer Fundingziel erreicht. Kannst du ein Zwischenfazit ziehen, wie euer Projekt ankommt?

Claudia Winkler: Wir freuen uns sehr und sind von dem vielen positiven Feedback begeistert. Die Reaktionen machen Lust auf den Produkt-Launch und wir sehen ihm mit großen Erwartungen entgegen. Gleichzeitig haben wir aber auch während des Crowdfundings sehr viel gelernt und gesehen, auf was die Leute gut ansprechen und womit wir sie erreichen. Grundsätzlich haben wir die Rückmeldung bekommen, dass ein großer Bedarf an nachhaltigen und sozial verträglichen Produkten besteht.

Klaus-Martin Meyer: Was habt ihr für die kommenden Monate noch geplant und welche Rolle soll hier die Crowd spielen?

Claudia Winkler: Crowdfunding passt sehr gut zu dem goood-Grundsatz „Du hast es täglich in der Hand. – Einfach mal die Welt verbessern“. Der Grundgedanke von goood findet sich in dem positiven Spirit wieder, der durch eine Crowd entstehen kann. Daher ist Crowdfunding das ideale Medium für goood. Auch in Zukunft möchten wir eng mit der Crowd zusammenarbeiten und setzen, neben dem bereits erwähnten Crowdinvesting, auch sonst auf eine breite Palette von Partizipationsmöglichkeiten. Wir sehen goood als gemeinsame Bewegung, die nur mit der crowd funktioniert.

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