Interview mit Klaus Buchroithner vom Modelabel VRESH über das Kickstarter-Crowdfunding für die „Vresh Jeans. Handmade in Europe“.

vresh-logoKlaus-Martin Meyer: Klaus, du betreibst das Modelabel VRESH und hast aktuell auf Kickstarter eine Kampagne am Start. Kannst du dich und das Projekt bitte kurz vorstellen?

Klaus Buchroithner: Ich bin 26 Jahre alt und bin seit etwa 10 Jahren in der Modebranche tätig. Neben meiner Ausbildung (HAK, Wirtschaftsstudium) war ich stets selbstständig bzw. im Betrieb meiner Eltern tätig. Wir haben Skateshops betrieben und ich bin da relativ schnell drauf gekommen, dass es so keinen Sinn macht. Die kleinen Händler bekommen zu wenig Unterstützung, die Produkte sind oft überteuert und die Spanne trotzdem zu gering. Aus diesem Grund habe ich ein Label ins Leben gerufen, dass auf Direktvertrieb setzt. Wir arbeiten also mit Produzenten zusammen und verkaufen die Ware dann an den Endkunden. Die Händler mit denen wir arbeiten sind für uns mehr Marketing als Einnahmequelle.

Klaus-Martin Meyer: Warum via Crowdfunding und nicht einfach drauf los produzieren?

Klaus Buchroithner:  Die Hosen sind für uns der nächste logische Schritt in der Entwicklung unseres Sortiments. Allerdings ist es eine Herausforderung eine neue Produktgruppe auf den Markt zu bringen und gleich richtig zu bewerben. Crowdfunding ist für uns die ideale Mischung aus Vertrieb und Marketing. Einerseits haben wir viele Jeans abgesetzt und die Produktion finanziert, andererseits haben wir schon etliche Zusagen von Leuten, die sich die Jeans dann bei uns im Laden holen.

Klaus-Martin Meyer: Du sprichst die Mehrwerte von Crowdfunding an, etwa den Marketing-Aspekt? Was erhoffst du dir neben der Finanzierung?

Klaus Buchroithner:  Vor allem Aufmerksamkeit und neue, wiederkehrende Kunden. Vor allem bei Männern ist es meist so, dass die 2-3 Lieblingsjeans haben und diese ständig tragen. Ich denke, der Schnitt unserer Jeans ist uns echt optimal gelungen und daher bin ich überzeugt, dass sich viele der Kickstarter-Kunden in ein paar Monaten wieder melden werden, um eine weitere zu kaufen. Immerhin bieten wir jetzt schon vier Farben an, weitere sollen im nächsten Jahr folgen.

Klaus-Martin Meyer: Eure Zielsumme habt ihr relativ schnell erreicht? Wie habt ihr euch vorbereitet?

Klaus Buchroithner:  Wir haben eine sehr aktive Community, diese Leute sind echt super. Dazu kommt noch, dass wir uns persönlich mit Leuten getroffen haben und schon die ein oder andere Hose im Vorfeld verkauft haben. Natürlich haben wir jetzt während der Kampagne noch viel Kundenkontakt gesucht. Außerdem beschäftigen wir uns schon länger mit Crowdfunding und haben viele Projekte beobachtet und auch mit anderen Projektstartern gesprochen und uns Inputs von Experten geholt.

Klaus-Martin Meyer: Was habt ihr euch für die letzten Tage noch so überlegt? Wo wollt ihr potenzielle Käufer erreichen?

Klaus Buchroithner:  Wir wollen diese Woche einfach noch mal Gas geben und Leute anschreiben. Wir haben jetzt schon € 15.000, alles was jetzt noch kommt ist eine super Bestätigung für unsere Arbeit.

Klaus-Martin Meyer: Was sind die nächsten Schritte nach dem Crowdfunding?

Klaus Buchroithner:  Die Kollektionen fürs nächste Jahr sind quasi schon fertig, im März wird dann die erste online gehen – bis dahin ist trotzdem noch viel zu tun. Wenn alles gut geht, werden wir auch nächstes Jahr auf einer Crowdfunding Plattform aktiv sein.

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