Interview mit Hendrik Reimers zum fairafric-Crowdfunding auf Seedrs

Klaus-Martin Meyer: Hendrik, Du bist Gründer und CEO von fairafric. Könntest Du dich und Euer Startup bitte kurz vorstellen?

Hendrik Reimers: Ich bin Hendrik Reimers und habe vor einigen Jahren bei einem Trip in Uganda realisiert, dass nicht vermeintlich faire Preise für Rohstoffe der Weg aus der Armut ist, sondern vor Ort aus Rohstoffen Werte zu schöpfen, also verpackte Produkte wie Kaffee, Tee oder Schokolade. Über viele Umwege produzieren wir mittlerweile mit einem Partner Schokolade direkt im Ursprungsland, was in Westafrika, wo 70% des weltweiten Kakaos herkommt, sonst keiner macht.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell wollt Ihr mit Hilfe eines equity based Crowdfundings (Promo-Link) Kapital einsammeln, nachdem Ihr in 2016 bereits via Kickstarter Eure Schokolade vertrieben habt. Warum dieser Weg und welche Learnings lassen sich auch der Kickstarter-Kampgagne für das aktuelle Funding ableiten?

Hendrik Reimers: Nach zwei Kickstarter Kampagnen ist uns vor allem der Wert des Netzwerkes nach den Kampagnen aufgefallen. Finanzierung, Feedback und Proof of Concept sind eine Sache, aber die Crowd begleitet Dich ewig wenn Du ein geiles Produkt hast. Mund-zu-Mund Propaganda hat uns erlaubt, mit so gut wie keinem Marketingbudget unsere Umsätze binnen Jahresfrist zu vervierfachen.

Klaus-Martin Meyer: Die Bewertung erscheint durchaus ambitioniert. Wurde bei der Festlegung der Summe auch die Unterstützungsbereitschaft der Investoren eingepreist?

Hendrik Reimers: In den letzten drei Monaten waren wir bei einer Run-Rate von knapp unter €400k Jahresumsatz, wir füllen eine Marktlücke ohne jegliche Konkurrenz und sehen keinen Deckel für unser Wachstum in den nächsten Jahren. Dazu haben wir eine für die Branche herausragende Umsatzrendite. Natürlich bieten wir eine Kombination aus finanzieller und sozialer Rendite, das ist denke ich jedem Investor klar. Dass nicht nur ich die Bewertung, und damit die Aussicht auf eine gute finanzielle Rendite, für sehr attraktiv halte, zeigt dass nach nur einer Woche knapp 100 Investoren, darunter meine Geschäftspartner, Freunde und Familie, in diese Runde investiert haben.

Klaus-Martin Meyer: Warum habt Ihr Euch für Seedrs entschieden? Sicherlich hätte z.B. Companisto stärker zum Bekanntheitsgrad in Deutschland beitragen können und Anteile hätten auch nicht abgetreten werden müssen?

Hendrik Reimers: Wir wollen gerne richtige Anteile abgeben, das geht mit den deutschen Plattformen nicht. Wenn fairafric in ein paar Jahren von unseren Kunden, Händlern, Zulieferern, dem Management und den Kollegen in Ghana gehalten wird und wir dabei unserem Wachstumspfad treu geblieben sind, wäre ich mit meiner Arbeit durchaus zufrieden.

Klaus-Martin Meyer: Wie wollt Ihr die Mittel verwenden, die ihr via Seedrs akquiriert?

Hendrik Reimers: Wachstum, momentan haben wir enorme Nachfrage aber das Produkt noch nicht so verfügbar, wie wir es gerne hätten, das liegt vor allem an der Tatsache, dass zwischen Finanzierung der Zutaten und dem Zeitpunkt an dem ein Händler oder Kunde die Schokolade bezahlt hat auch bei minimaler Lagerzeit schnell 6 Monate liegen. Dazu werden wir viel auf Messen gehen und auch ins Marketing investieren, um noch mehr Menschen von unserer Story zu überzeugen.

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